Offenheit in der wissenschaftlichen Kommunikation

Die Wissenswerkstatt schreibt über den weiten Weg von der Einstellungs- zur Verhaltensänderung, Hürden auf dem Weg zu Open Access. Es geht um die bekannten Schwierigkeiten, Open Access als grundsätzliches Linie wissenschaftlicher Kommunikation umzusetzen: Eine Idee für gut befinden, heißt noch nicht, daß man sich auch für sie einsetzt:

Und so kann es kaum überraschen, daß man bei der Befragung einzelner Wissenschaftler zu ihrem Publikationverhalten feststellt, daß hier Einstellung und Verhalten nur sehr schwach miteinander korrelieren. D.h. konkret: auch wenn Forscher die Open-Access-Idee gutheißen, so bedeutet das keineswegs, daß sie selbst in Open-Access-Zeitschriften publizieren. Hier ist jedem einzelnen Wissenschaftler das Hemd näher als der Rock.

Die Green Road wird in diesem Artikel leider gar nicht angesprochen.

[via Basic Thinking]

Verworbenes PDF

Heise berichtet über Ads for Adobe PDF Powered by Yahoo:

Adobe Systems hat heute Ads for Adobe PDF Powered by Yahoo in sein Angebot aufgenommen. Bei dem Service, der momentan noch in einer Betaphase läuft, können registrierte Kunden ihre Dokumente auf einen Server hochladen, wo sie vor der Veröffentlichung mit Werbeblöcken versehen werden. Diese Werbung könne jeweils an den Kontext der Dokumente angepasst werden, heißt es in einer Mitteilung. Sie wird nur angezeigt, wenn die PDF-Dokumente mit Adobes Reader oder Acrobat betrachtet werden.

Der letzte Satz ist ein eindeutiges Argument für alternative PDF-Viewer. Eine kleine Auswahl ist hier zu finden. Wer einen schnellen Viewer für Windows sucht, sollte Foxit probieren. Dieses Progrämmchen ist um Größenordnungen schneller als der Adobe Acrobat Reader

Webkrauts' Adventskalender

Adventskalender der Webkrauts

Wie in jedem Jahr seit 2004 wird es auch diesmal einen Adventskalender der Webkrauts geben, wie Jens Grochtdreis berichtet:

Diesmal haben wir uns gedacht, kürzere Beiträge als letztes Jahr zu veröffentlichen und die inhaltlich variabler zu werden. So wird erstmals ein Gedicht zu lesen sein, wir kümmern uns um Wireframes, Flash-Implementierung, Schriften oder Entwurfsarbeiten. Die kürzeren Beiträge laufen intern unter dem Stichwort “Advents-Quickies” und versprechen konzentrierten Lesegenuss.

Und hier wird man ihn finden.

UWA – Universal Widget API

Netvibes stellte unlängst die Version 1.0 der Universal Widget API vor. Dabei handelt es sich um einen Versuch, die Widget-Entwicklung für verschiedene Plattformen durch Standardisierung zu vereinfachen. Kurz gesagt, soll ein und dasselbe Widget in möglichst vielen verschiedenen Plattformen einsetzbar sein. Bisher werden unter anderem unterstützt:

  • iGoogle
  • Apple Dashboard
  • Netvibes
  • Windows Vista
  • Live.com

Skaldrom macht sich auch schon Gedanken über die Anwendung in anderen Umgebungen und stellt schon einmal beispielhaft einen Moodleblock zur Verfügung. WordPress und alle etwas weiter verbreiteten CMS werden sicherlich bald folgen.

Ein sehr nützlicher Standard, der auch Bibliotheken einiges an Zeit und Entscheidungsarbeit abnimmt. Möchte man ein Widget für seine Nutzer entwickeln, ist zumindest jetzt die Antwort einfach zu finden, welche technische Basis man denn nehmen sollte.

PDF/A Quick Master

In der aktuellen c’t, die wie immer ihren Preis mehr als wert ist, findet sich ein Hinweis auf den PDF/A Quick Master, dass über den Druckbefehl aus jeder beliebigen Anwendung heraus PDF/A-Dateien [erzeugt], die nach ISO 19005 vor allem der Langzeitarchivierung von Daten dienen; verwendet vordefinierte PDF-Einstellungen, die jedoch auch in den wichtigsten Variablen konfigurierbar sind.

Da es nur für Windows verfügbar ist, konnte ich es leider noch nicht testen.

Netbib kapert Infobib

Gar Erschröckliches ist bei Technorati zu beobachten. Denn Technorati weiß mehr als wir. Unter anderem, dass sämtliche Beiträge hier bei Infobib eigentlich von Netbibs Edlef geschrieben wurden. Der Beweis:

Technorati: Edlef unterwandert Infobib

Dass Technorati die Autorenschaften innerhalb eines Blog öfter mal durcheinander bringt, war mir schon klar. Dass es auch blogübergreifend dazu kommen kann, ist mir jedoch neu. Falls mir jemand sagen könnte, wie es dazu kommt…

@Edlef: Willkommen im Team. ;o)

Semantic-Web-Software der FU Berlin

Auf einer Webseite der FU Berlin sind zahlreiche Projekte versammelt, die sich mit dem semantischen Netz befassen. Neben zahlreichen Open-Source-Anwendungen (mit dem Schwerpunkt RDF) sind dort u.a. zu finden:

DBPedia:

dbpedia.org is a community effort to extract structured information from Wikipedia and to make this information available on the Web. dbpedia allows you to ask sophisticated queries against Wikipedia and to link other datasets on the Web to Wikipedia data.

RDF Book Mashup:

The RDF book mashup demonstrates how Web 2.0 data sources like Amazon, Google or Yahoo can be integrated into the Semantic Web. The RDF book mashup makes information about books, their authors, reviews, and online bookstores available on the Semantic Web. This information can be used by RDF tools and you can link to it from your own Semantic Web data. Altogether the book mashup published around a billion RDF triples on the Semantic Web (rough estimate).