Tagged.com

Gerade erhielt ich eine Email, in der mir mitgeteilt wurde:

Thomas has added you as a friend
Is Thomas your friend?

Please respond or Thomas may think you said no 🙁

Click here to unsubscribe from Tagged, P.O. Box 193152 San Francisco, CA 94119-3152

Klickt man auf einen Link in der Email, wird man zu einem Anmeldeformular geführt. Man kann auch einen GMail-Account für die Anmeldung verwenden. Das ist den Betreibern von tagged.com offensichtlich noch lieber, denn wie Catterwell schreibt:

Die Nachricht fordert auf die Freundschaft zu bestätigen, dafür ist es nötig sich bei dem Dienst anzumelden. Es wird einem angeboten dies auf ganz bequeme Art und Weise per Google Mail Account zu tun, doch Vorsicht: erstens gibt man seine Daten (Account und Passwort!) preis und zweitens passiert daraufhin folgendes: an jeden im Adressbuch gespeicherten Kontakt wird oben erwähnte Email mit der Einladung zu tagged verschickt – d.h. völlig unbeteiligte dritte erhalten eine Aufforderung die Freundschaft zu bestätigen, egal ob Geschäftspartner, Support Hotline oder Ex-Freundin.

Wer sich genauer informieren möchte, sollte diesen Artikel lesen: Spamming 2.0 – Tagged.com.

Bibliothek 2.0: Drupal vs. Ning

Edlef Stabenau hat schon am 3. Juni seinen Ersatz für die Ning-Community Bibliothek 2.0 veröffentlicht. Von der Adresse bibliothek20.de wird man zu einer von ihm gestalteten Seite auf Drupal-Basis geleitet, in der man so ziemlich alles kann, was man in einer Community können muss. Der größte Vorteil gegenüber Ning.com ist wohl der enorme Übersichtlichkeitsgewinn in den Foren und Diskussionen.

So, und nun versuchen wir doch noch einmal, das Thema bibliothekarische Unkonferenz zu beleben.

Update: Phoenix Ereignis-Bibliothek

Ein Mainzel machte gerade in einem Kommentar darauf aufmerksam, dass die Phoenix-Bibliothek nunmehr online ist.

Mit der Online-Bibliothek stellen wir ein Bindeglied zwischen dem TV-Archiv und den digitalen neuen Medien her. Der Zuschauer findet hier die Programmhöhepunkte aus ebendiesen vergangenen zehn Jahren PHOENIX als Abruf-Fernsehen zeitunabhängig zur Verfügung. Die Bibliothek wird dabei nach dem Start kontinuierlich mit weiteren Ereignissen befüllt. Von der Systematik der Bibliothek her sind die Beiträge sowohl nach Daten wie auch nach Themen sortiert und recherchierbar. Die Beiträge sind als Video-on-Demand-Streams in verschiedenen Qualitätsstufen für die Player „Real“ und „Windows Media“ verfügbar.

Wer sich also zum Beispiel nicht oft genug darüber freuen kann, dass Edmund Stoiber zurücktritt, kann seine Rücktrittserklärung nun beliebig oft ansehen. Es gibt auch die Möglichkeit, Videocasts zu abonnieren.

Privacy International kritisiert Google

Golem.de berichtet:

In einem Bericht der Datenschützergruppe Privacy International wird das Datensammeln von Google scharf kritisiert. Als einziges aufgeführtes Unternehmen wurde das Verhalten von Google als „datenschutzfeindlich“ eingestuft. Google selbst sieht keine Verfehlungen und erklärt alles damit, dass darüber bessere Funktionen für Google-Nutzer bereitstehen würden.

Der Bericht von Privacy International ist hier als PDF abrufbar.

Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance

Der Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance ist ein erster Schritt in Richtung der Ankündigung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, ihre Schätze offen zugänglich zu machen.

Die Datenbank des Census dokumentiert die in der Renaissance bekannten antiken Bau- und Bildwerke. Das Projekt ist primär darauf konzentriert zu erfassen, welche antiken Monumente wann, wo und in welchem Erhaltungszustand nachweislich bekannt waren. Eine enzyklopädische Erfassung der Rezeption antiker Kunst wird dabei nicht angestrebt.
Den Kernbestand der Daten bilden Quellenmaterialien, die in unterschiedlichen Graden wissenschaftlich erschlossen sind und der weiteren Forschung zur Verfügung stehen.

Die Datenbank insgesamt ist allerdings wesentlich umfangreicher und komplexer. Die insgesamt über 200.000 Einträge betreffen antike Monumente, bildliche und schriftliche Dokumente, Orte, Personen, Zeit- und Stilbegriffe, Ereignisse, Forschungsliteratur und Abbildungen. Die Anzahl der erfaßten Monumente liegt bei ca. 6500, die der Monumenteinträge bei ca. 12.000, die der Dokumenteinträge bei ca. 28.000.

Es gibt auch einen geographischen Zugang (Mashup?) zu den Daten.

Mehr dazu bei Heise.

LibGuides

Das Blog mit dem langen Titel Friends:Social Networking Sites for Engaged Library Services macht in einem Posting mit einem ebenso langen Titel auf „LibGuides: The Web 2.0 Library Knowledge Sharing System (in Facebook)“ aufmerksam:

LibGuides is a Web 2.0 library knowledge sharing system. Think of it as social networks meets wikis meets bookmarks meets blogs … LibGuides helps librarians share knowledge and information, while highlighting and promoting the library resources and services to the community.

LibGuides is a system for publishing information and creating social networks centered around the library resources. Librarians create Guides (we use the word loosely – it can be any content, on any topic, for any purpose) and then publish them online. The Guides contain documents, links, podcasts, RSS feeds, videos, etc. Users can participate in interactive polls and rate the links and resources.

Es ist auch ein Demo-System verfügbar.

Sie haben keinen Blog drauf

Thomas Brevik schrieb in seinem Artikel über die norwegische Biblioblogosphäre:

The blog I would really, really, like to see in the future is a personal blog from the director of the National Library.

Ein Anliegen, das auch mir nicht fremd ist. Ich habe darum mit Claudia Lux, Elisabeth Niggemann und Susanne Riedel drei exponierte Persönlichkeiten des deutschen Bibliothekswesens angeschrieben, um die sich leider nicht mehr reimende Gretchenfrage 2.0 zu stellen: Nun sag, wie hast du’s mit dem Bloggen? Du bist eine herzlich gute Frau, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.
„Sie haben keinen Blog drauf“ weiterlesen