Alternativen zu Sherpa/Romeo?

Um das „DOAJ Seal“ zu erhalten, muss ein Journal diverse Kriterien erfüllen. Eines davon ist die Angabe, wo die „Deposit policy“ hinterlegt ist. Zur Auswahl stehen:

DOAJ_deposit_policy

Zum Anschauen:

  • None
  • Sherpa/Romeo
  • Dulcinea („Spanish Journals“)
  • OAKlist („Australian Publishers“)
  • Héloïse (komplett auf Französisch, anscheinend auch nur französische oder französischsprachige Titel)
  • Diadorim (komplett auf Portugiesisch)
  • Other

Meine Frage, liebe Open-Access-Gemeinde, ist: wofür könnte „Other“ stehen? Mir fällt spontan nur der deutsche Sherpa/Romeo-Ableger ein. Was gibt es sonst noch?

Ausführliche FAQ zum Zweitveröffentlichungsrecht

Lesestoff für Repository-Betreiber: Die Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat wunderbarerweise eine FAQ zum Zweitveröffentlichungsrecht veröffentlicht!

44 Fragen in der Liste, darunter spannendes Material:

18. Warum hat der Gesetzgeber die grundfinanzierte universitäre Forschung beim ZVR benachteiligt?

  • […] Die Verfassungsmäßigkeit dieser bewussten Entscheidung wird angezweifelt.

Da bleibt abzuwarten, ob sich die m.E. benachteiligten WissenschaftlerInnen aus weniger stark drittmittelgeförderten Disziplinen auf den gerichtlichen Weg machen.

Liebe Juristen, ist die Notwendigkeit einer solch umfangreichen Hilfe vor der Umsetzung durch Nicht-Juristen eigentlich mit schlechtem gesetzgeberischen Handwerk zu erklären? Mit ein paar klareren Formulierungen im Gesetz hätte man sich sicherlich große Teile der FAQ sparen können.

Welche Stellen werden in OpenBiblioJobs aufgenommen?

Von Zeit zu Zeit stoßen wir auf Stellenausschreibungen, bei denen wir nicht sicher sind, ob wir sie auf OpenBiblioJobs veröffentlichen sollen – weil die Stellenbeschreibung deutlich mehr fordert, als die angebotene Entlohnung eigentlich zulassen sollte.

Aus zwei Gründen werden wir diese Stellenangebote dennoch veröffentlichen.

1. Wir möchten niemandem ein Stellenangebot vorenthalten, wir halten die Bewerbenden für mündig und ausreichend informiert, um sich auf “schlechte” Stellen gar nicht erst zu bewerben.

2. OpenBiblioJobs wird ehrenamtlich betrieben. Wir können den Aufwand leider nicht leisten, jede Stelle darauf zu prüfen, ob das Anforderungsprofil der Entlohnung entspricht, ob der Mindestlohn unterboten wird oder ob sonst etwas mit der Stelle nicht in Ordnung ist.

Dafür möchten wir um Verständnis bitten.

Wir möchten jedoch auch in aller Klarheit sagen, dass wir unangemessene Stellenangebote ablehnen und wir hoffen darauf, dass sie – auch öffentlich – als solche gebrandmarkt werden.

Das Redaktionsteam von OpenBiblioJobs

Datenschutz und Adobe Digital Editions

Kurze Linksammlung, da ich hierzulande auf Anhieb keine größere Diskussion zum Adobe-Digital-Editions-Vorfall im (oder seit?) letzten Oktober finde. Zur Erinnerung: Das ist das DRM-System, das unter anderem für die Onleihe eingesetzt wird.

Ein paar Links:

IS zerstört Kulturgut

IS zerstört unwiderbringliches Kulturgut. Auf Tagesschau.de:

IS-Terroristen haben im Irak offenbar Kunstgegenstände von unschätzbarem Wert zerstört. Ein IS-Video zeigt, wie die Extremisten mit Hämmern Statuen zertrümmern. Darunter soll auch eine mehr als 2600 Jahre alte assyrische Türhüterfigur gewesen sein.

Betroffen sind anscheinend ein Museum in Mossul sowie die Ausgrabungsstätte von Ninive. Letztere ist unter anderem als Fundort der Bibliothek des Aššurbanipal bekannt.

 

Samsung-Server und andere Abhängigkeiten

Zur Zeit sind ein paar Server bei Samsung und anscheinend auch bei Sony ausgefallen. Dieser Ausfall führt dazu, dass sehr viele Menschen mit „Smart“-TVs dieser Hersteller keine Onlinedienste wie z.B. Netflix oder Youtube nutzen können. Dabei fragt man sich: Wieso ist ein Samsung-Server notwendig, wenn man mit seinem Fernseher auf Netflix zugreifen möchte? Was ist, wenn Samsung insolvent wird oder einfach aus strategischen Gründen kein Interesse mehr daran hat, die Server weiterzubetreiben?

Diese Infrastruktur wirft mehrere Fragen auf.

  1. Warum ist ein Server A notwendig, wenn ich mit Client B auf Dienst C zugreifen möchte?
  2. Was geschieht, wenn Samsung den Server eines Tages nicht mehr oder nicht mehr in dieser Form betreiben möchte?
  3. Welchen Zweck verfolgt Samsung damit? Werden Daten erhoben? Was wird damit gemacht?

Die Abhängigkeit der Nutzer von technischen Marotten der Geräte- und Plattformanbieter ist gewaltig und nimmt tendenziell zu. Umso wichtiger, dass solche Infrastrukturen nicht durch Bibliotheken finanziert und salonfähig gemacht werden. Denn auch E-Books sind teilweise von zentralen Servern abhängig, wie man z.B. schon bei Adobes DRM erfahren musste.

Bibliothekarisches auf der Didacta 2015 in Hannover

Auf der diesjährigen Didacta findet sich einiges mit (Ö)-Bibliotheksbezug:

 

CERL-Workshop: Signa vides. Researching and recording printers‘ devices

Tagungsankündigung:

CERL WORKSHOP:
Signa vides. Researching and recording printers‘ devices: current activities and new
perspectives

Organised by Prof. Dr. Anja Wolkenhauer (Tübingen), Michaela Scheibe (Berlin), and
Dr. Andreas Fingernagel (Vienna)
TUESDAY, 17 MARCH 2015, 14.00-17.45
WEDNESDAY, 18 MARCH 2015, 09.30-13.30

Researching and recording printers’ devices can be a real challenge, but the necessity to find adequate solutions cannot be denied. Printers’ devices combine
pictures, texts (mottoes) and printer-related information in very elaborated and variable ways, which ask for specific bibliographical tools. Moreover, a certain
part of them lost its original context and can be found today in single-leaf collections, which need specific kinds of indexing for their part. After a long
period of scientific neglect, today there are a lot of current initiatives to establish models of description in different databases.
The workshop aims at making a survey of current research activities and discuss possible methods of description in order to link those initiatives and get confirmed standards for recording printers’ devices in future projects.

Venue:
Austrian National Library, Josefsplatz 1, A-1015 Vienna. Room: Oratorium.
Attendance is free, but places are limited, so please contact us at secretariat@cerl.org to register.

Weitere Informationen finden sich auf der Tagungswebseite.

Abbyy Finereader 12 Professional mit gutem OCR und validem PDF/A

Die Älteren werden sich erinnern, dass ich mich dereinst regelmäßig über die mangelhafte Qualität diverser PDF/A-Exporte mokierte. Fast sieben Jahre später muss man feststellen, dass sich dahingehend einiges zum Besseren gewandelt hat. Ein mir aktuell vorliegendes Beispiel: In der Version 9 lieferte der Abbyy Finereader kein korrektes PDF/A. Der Export der Version 12 (jeweils „Professional“) ist (soweit meine Validierungstools ordentlich arbeiten) tadellos. Abgesehen davon ist die OCR-Erkennungsquote deutlich verbessert.

Informationskompetenz-OER

Jürgen Plieninger weist im Bibfobi-Blog auf einen Artikel hin, in dem festgestellt wird, dass mehr und mehr OER-Materialien unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen.

Das ist zu begrüßen, da die Weiterverwendung – zumindest bei Vermeidung der schwammigen Non-Commercial-Klausel – dadurch drastisch erleichtert wird. Die größte mir bekannte deutschsprachige Materialsammlung im Informationskompetenzbereich verzichtet dagegen leider komplett auf Lizenzangaben. Wirklich nachnutzbar sind die Materialien daher nicht, immerhin können sie als Inspirationsquelle genutzt werden. Eine konsequente Auszeichnung mit Lizenzen und eine entsprechende Filtermöglichkeit für die Suche wären wünschenswert.