Bibforge – Sourceforge für Bibliothekswesen

Es gibt Blogs, bei denen man beim Lesen kein Wort übersehen darf. Der Jakoblog gehört eindeutig dazu. So ganz nebenbei fällt in einem Posting zur Verwaltung von Normdaten der mir bislang nicht geläufige Begriff „Bibforge“. Ein Klick darauf, und man landet in einem Blog, das Hinweise auf Serverinstallationsarbeiten gibt. Es scheint in Richtung Sourceforge für Bibliothekssoftware zu gehen. Näheres erfährt man in dieser Präsentation, auf die ein anderer Christian im Kommentar zu Jakobs Posting aufmerksam machte.

Informationswissenschaft – News / Blog?

Ich bin über einen Blog namens „Informationswissenschaft – News / Blog“ gestolpert, der mich etwas ratlos hinterlässt. Es gibt eine statische Startseite, von der man nicht ohne weiteres auf eine „richtige“ Blog-Ansicht kommt. Die neuesten Artikel sind auch nicht auf der Startseite verlinkt, man findet sie nur über den Umweg RSS.

Auf eben jener Startseite ist zu lesen:

– News-Recherche für Studierende (z.B. bei Hausarbeiten, Projektarbeiten usw.)

– News-Aggregator für alle Infowissler und fachnahe Interessierte

– Kalender für alle anstehenden Termine (Messen, Kongresse, Veranstaltungen), die mit der Infowiss zusammenhängen (Terminvorschlag? -> Einfach an die im Impressum vermerkte E-Mail Adresse schicken)

  1. Es scheint sich ja um das Blog einer Fakultät o.ä. zu handeln. Wieso sieht man nirgendwo einen Hinweis, wer dieses Blog betreibt? Anonymes Bloggen ist ja völlig in Ordnung, aber wenn eine Institution hinter diesem Blog steht, wäre das schon etwas merkwürdig.
  2. Ich finde kein Impressum, kann also weder Fragen stellen noch Vorschläge schicken.
  3. Der Inhalt dieses Blogs sind ausschließlich Links auf Artikel. Wäre zu diesem Zweck ein Social-Bookmarking-Dienst nicht angebrachter?

Prinzipiell ist es ja zu begrüßen, wenn sich auch die Informationswissenschaften langsam mal ins Netz trauen, aber dieser Versuch macht doch einen sehr unausgegorenen Eindruck. Gerade bei den Informationswissenschaften kann man da IMHO etwas mehr erwarten.

Raumberechnung für Bibliotheken

Ein unkomfortabler kleiner Rechner für die Berechnung des Platzbedarfes für eine bestimmte Anzahl Bücher nach DIN-Fachbericht 13 „Bau- und Nutzungsplanung von wissenschaftlichen Bibliotheken“ [1] siehe auch hier

Alle Angaben ohne Gewähr. Müsste aber hinkommen.

[auf Anregung aus Inetbib]

References

References
↑1 siehe auch hier

Sonderheft des Scandinavian Public Library Quarterly über Bibliothek 2.0

In der letzten Ausgabe des Scandinavian Public Library Quarterly geht es (auf englisch) um soziale Netze und rund um die Bibliothek 2.0. Ein Artikel („Interaction: Anything goes 2.0“, S. 6-9) ist von LibWorld-Autor Peter Alsbjer.

Das gesamte Magazin (PDF) kann man hier herunterladen.

[via Peter Alsbjer]

Allianz zur Digitalen Informationen sucht Nähe zu Bibliotheken

Peter Welchering im Deutschlandfunk-Interview über die neue „Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen“, die sehr offensiv für Open Access wirbt.

Problem Nr. 2: Bibliotheken und Fachinformationszentren sind vor vielen Jahren aus der Wissenschaftslandschaft ein Stück weit ausgeklinkt worden und wurden nur noch als Serviceeinrichtungen geführt. Sie müssen wieder stärker in die Wissenschaftsorganisationen integriert werden. Und da stoßen die Wissenschaftler im Alltag auf ganz banale Probleme etwa mit unterschiedlichen Datenformaten.

Siehe auch diese Presseerklärung des MPG zur Gründung der Allianz:

Open Access hat zum Ziel, das weltweite Wissen in digitaler Form ohne finanzielle, technische oder rechtliche Barrieren zugänglich zu machen. Die Allianz will den sogenannten „Grünen Weg“ des Open Access durch den Ausbau institutioneller und disziplinärer digitaler Archive und Publikationsserver (sogenannte Repositorien) stärken. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, den „Goldenen Weg“ des Open Access fördern. Dazu gehört die Weiterentwicklung von Geschäfts- und Fördermodellen und deren gemeinschaftlicher Finanzierung. In Modellprojekten soll auf eine Umschichtung der Subskriptionskosten auf Publikationskosten hingewirkt werden.

Die Initiative hat sich auch ein Leitbild (PDF) gegeben, in denen die Schlüsselpunkte noch einmal genauer erläutert werden. Den Wissenschaftlern geht es um die Bildung von Infrastrukturen zur Schaffung und Erhaltung von Wissen. Langzeitarchivierung, Open Access, Nationallizenzen. Es ist sofort ersichtlich, dass es es hierbei überwiegend um primär bibliothekarische Handlungsfelder geht. Dieses Papier ist für das wissenschaftliche Bibliothekswesen eine eindeutige Aufforderung zur Diskussion und Einmischung.

Peter Suber hat die Initiative schon bemerkt, in Deutschland wird sie zumindest öffentlich noch nicht diskutiert.

Gutenberg-Preis an Michael Knoche

Der Direktor der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Michael Knoche, hat am Samstag den Gutenberg-Preis 2008 erhalten. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung der Stadt Mainz und der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft wurde Knoche im Rahmen des Mainzer Johannisfestes im Rathaus der Stadt übergeben. Die Laudatio hielt Lothar Müller von der «Süddeutschen Zeitung»

[via ad-hoc-news]

Bibliotheksurteile.de

Eric W. Steinhauer macht in seinem Blog auf eine neue Seite zum Bibliotheksrecht aufmerksam: Bibliotheksurteile.de

Die Selbstbeschreibung des Projekts:

Im Rahmen des Seminars „Urheber- und Bibliotheksrecht“, unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Verch, haben Studierende des Departments Information der HAW Hamburg den Internetauftritt “Bibliotheksurteile” erstellt. Die Homepage ist seit Mai 2008 online und umfasst deutsche Gerichtsurteile mit Bezug zum Bibliothekswesen.

Alle eingestellten Entscheidungen haben unmittelbaren Bezug zum Bibliothekswesen und sind u.a. nach Themen, Rechtsgebiet und Verkündungsdatum geordnet und werden durch kurze Abstracts und Stichwörter erschlossen.

Um nicht gegen das Urheberrecht zu verstoßen, haben wir vorgefundene Leitsätze vorsichtshalber weggelassen, sofern keine Indizien vorlagen, dass die Leitsätze amtlich verfasst sind. Im übrigen sind alle Entscheidungen gemäß § 5 UrhG nicht urheberrechtlich geschützt. Deshalb dürfen die Urteile, aber auch gerne die im Rahmen dieses Projektes verfassten Abstracts und Stichwörter von jedermann weiter verwendet werden.

Die Nutzung von WordPress als CMS lässt übrigens verschiedene zahlreiche Zugangsmöglichkeiten zu, wie die Sortierung der Beiträge nach Tags (z.B. „Benutzungsordnung“) oder das Abonnieren von neuen Einträgen als RSS-Feed.

Spannend bleibt, ob und wie die Sammlung weiter geführt wird. Die Pflege eines solchen Angebots ist schließlich viel aufwendiger als die Einrichtung. Und auch nur begrenzt für studentische Projekte geeignet.

Kleines Manko des Angebots: Die Texte sind nicht unter CC lizensiert.

RSS-Feeds in Homepage einbinden

Es wird mal wieder Zeit für einen Tipp aus der Rubrik „Klein, aber oho!“

Wenn man einen RSS-Feed in eine Homepage einbinden möchte, stößt man dabei sehr schnell auf verschiedene Problemchen. Eins davon kann sein, dass man auf dem Webserver nicht machen darf, was man will. Ein anderes, das man vielleicht nicht weiß, was man machen muss, selbst wenn man es dürfte.

Eine einfache Lösung für das Einbinden von RSS-Feeds (z.B. von Neuerwerbungsfeeds) bietet nun Google mit dem Dynamic Feed Control Wizard. Super einfach, schnellstens zu integrieren.

Die einzige Hürde könnte die merkwürdige Art der Feed-Eingabe sein: Man gibt Stichwörter ein, nach denen man den Feed eventuell automatisch angezeigt bekommt. Sucht man beispielsweise nach ‚Infobib‘, bekommt man automatisch den Infobib-Feed. Das hilft natürlich nicht, wenn man einen weniger webweit vertretenen Feed sucht, z.B. den der lokalen OPUS-Installation. Macht aber auch nichts! Im Code muss man in diesem Fall einfach zwei Zeilen austauschen.

  1. title: ‚Infobib‘ wird zu title: ‚Neuerwerbungen‘
  2. url: ‚https://infobib.de/blog/feed/‘ wird zu url: ‚http://opus.bsz-bw.de/fhhv/rss.php‘

Und wie das dann in einer Homepage aussehen kann, sieht man hier.

[Gefunden via RSS4LIB]