Archiveinsturz Köln

In einer Pressemitteilung der Stadt Köln zum Stand der Bergungsarbeiten nach dem Einsturz des Stadtarchivs heißt es:

Die Bergung der Archivalien wird inzwischen auch unterhalb der Grundwassergrenze fortgesetzt. Dabei kommen immer wieder Papiere zum Vorschein, die trotz mehrmonatiger Lagerung „im Wasser“ trocken geblieben sind. Gebäudeteile haben offenbar die Materialien mit hohem Druck zusammengepresst, so dass Grundwasser keine Angriffsfläche hatte. Die letzten Funde stammten überwiegend aus dem Keller und dem 1. Stock des eingestürzten Gebäudes Historisches Archiv. Für die Archivfunde wird derzeit eine Kartierung erstellt, die eventuell Rückschlüsse auf die noch im Grundwasser liegenden Archivalien zulässt. Dort werden noch rund zehn Prozent der insgesamt 30 Regalkilometer Archivmaterial vermutet.

[via archivalia]

Bücherrettung als Geburtstagswunsch

Prof. Dr. Gunter Steinmann hat auch zu seinem 65. Geburtstag um Geldspenden zu Gunsten der Restaurierung von Büchern der Historischen Bibliothek der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale gebeten.
Dies hatte er auch zu seinem 50. und 60. Geburtstag getan und damit bereits die Restaurierung einiger historischer Bücher ermöglicht.
Mehr dazu im Halleforum.

Hangul-Konverter nach McCune-Reischauer

Wenn es in Gesprächen um den Themenkreis „Bibliotheken und Blogs“ geht, komme ich oft darauf, dass es so wahsninnig viele Spezialisten in Bibliotheken gibt, die keinen oder kaum fachlichen Austausch haben. Das führt unter anderem dazu, dass Eigenentwicklungen oder neue Ideen den Weg aus der eigenen Institution nur selten finden. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist schon nach der ersten Lektion des Web-2.0-Selbstlernkurses Bibliothek 2.009 gefunden. Ein/e TeilnehmerIn widmet sich der CJK-Katalogisierung. Ich musste auch erst nachschlagen, was CJK bedeuten mag. Wikipedia weiß es natürlich.

In diesem Blog findet sich ein Hinweis auf einen selbsterstellten Hangul-Konverter nach McCune-Reischauer. Ich zitiere:

Um kritische Anmerkungen und Kommentare wird ausdrücklich gebeten!

Katalogisierung koreanischer Literatur ist absolut nicht mein Spezialgebiet. Falls sich jedoch jemand aus der Leserschaft angesprochen fühlt: Hier geht’s zur Diskussion.

Umfrage zu Open-Source in Bibliotheken

Till Kinstler machte in Inetbib auf eine Umfrage von Nicole C. Engard (Open Source Evangelist bei LibLime) aufmerksam:

I am working on some very very broad research on open source use in libraries for a book I’m working on. The focus of the book will be on software you can use that is open source. If you have a chance to answer this brief survey to help me out that would be greatly
appreciated:

http://opensource.web2learning.net/limesurvey/index.php?sid=63946&lang=en

Thanks a bunch!!! (and feel free to share with others)

Biographie-Portal eröffnet

Die Bayerische Staatsbibliothek, die Historische Kommission der Bayerischen Akademien der Wissenschaften, die Österreichischen Akademie der Wissenschaften und die Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz haben gemeinsam ein Biographie-Portal erstellt, in dem die Bestände der einzelnen Organisationen zusammengelegt wurden.

Aufmerksam wurde ich via Heise, weswegen der Server des Portals vermutlich auch gerade geheist wurde und nähere Angaben über die Qualität des Angebots noch nicht möglich sind. Infos über die Lizenzierung der Daten oder evtl. APIs konnte ich auch noch nicht finden.

Schnitzler-Bibliothek an ÖNB

Wie orf.at berichtet gehen die 8.00 Bände aus der Bibliothek von Arthur Schnitzler an die Österreichische Nationalbibliothek.

1940 war die Bibliothek des 1931 verstorbenen jüdischen Schriftstellers durch die Gestapo beschlagnahmt und – wie es in einem Schreiben der Gestapo heißt – „der Nationalbibliothek zur weiteren Verwertung überlassen“ worden.

Im Jahr 1946 habe der Schauspieler und Regisseur Heinrich Schnitzler seine Rückstellungsforderung an die ÖNB gerichtet.

Nun hat sein Sohn Heinrich Schnitzler testamentarisch verfügt die Bücher wieder in die ÖNB zurückzuführen.