Auch enteignete Enteigner enteignen

Zeitungen spielen sich gerne als Hüter des Urheberrechts auf, das vom Internet ausgehöhlt werde. Die eigentliche Enteignung der Urheber findet aber in Zeitungen statt. Nach der Sache mit dem Hürlimann-Zitat habe ich noch ein bisschen bei Genios recherchiert. Genios ist eine Online-Datenbank, gegründet von FAZ und Handelsblatt, die unter anderem ein zahlungspflichtiges Archiv für die deutsche und internationale Tages- und Wochenpresse anbietet. Hier werden Artikel aus den Archiven der FAZ, Süddeutschen, Zeit, taz, Guardian etc. gegen Entgelt zum Lesen angeboten.

Artikel, an denen FAZ und Handelsblatt nicht immer die Nutzungsrechte innehaben. Weiteres erfährt man beim Perlentaucher.

Bibliographische Daten aus APIs

Im Artikel Using Book Data Providers to Improve Services to Patrons in der neuen Code4Lib-Ausgabe beschreibt Mike Beccaria, wie er für ein Widget bibliographische Informationen über die APIs von Librarything, Open Library und Google Book Search bezieht.

At Paul Smith’s College, I recently implemented a “New Books” display using open APIs and an image scroller. In this article I’ll give a brief overview of Google Book Search, OpenLibrary and Worldcat, explain how I created this New Books Widget using book cover data, and provide readers with some practical and simple code to show how to collect this data. This article will be of interest to anyone who wants to read about a brief overview of current state of free book data service providers. Additionally, beginner programmers will likely find the examples at the end of the article helpful when getting started with projects of their own.

Sein Widget beschreibt er folgendermaßen:

Python software that reads a text file containing ISBN numbers and uses them to query Open Library and Google Book Search for book information from the respective libraries and adds them to a MYSQL database. Also downloads and processes book thumbnail covers.

Eine interessante Ergänzung zur Kollektion ähnlicher Widgets im Code4Lib-Wiki, die bei der Weiterentwicklung des Open Book Widgets sicherlich Einfluß haben wird.

Neues zur Ablieferung von Netzpublikationen

Die Ablieferungsmodalitäten für monographische Netzpublikationen wurden geändert. Es stehen nun zwei Varianten zur Auswahl. Aus einer Mail von der Deutschen Nationalbibliothek:

Variante 1:

Falls Sie das neue Ablieferungsverfahren für monografische Netzpublikationen bereits angewandt haben, können Sie für die Übermittlung periodischer Netzpublikationen sofort über das neue Webformular verfügen.

Für die Ablieferung loggen Sie sich bitte mit Ihrer E-Mail-Adresse, an die dieses Schreiben gerichtet ist, und dem zugehörigen Passwort unter https://portal.d-nb.de ein.

Variante 2:

Falls Sie noch nicht mit dem neuen Ablieferungsverfahren für monografische Netzpublikationen gearbeitet haben, fordern Sie bitte über „Passwort anfordern“ unter Angabe der E-Mail-Adresse, an die dieses Schreiben gerichtet ist, ein Passwort an. An diese E-Mail-Adresse wird dann eine automatisch generierte E-Mail mit dem Passwort versendet. Durch die Anforderung des Passwortes erklären Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung akzeptieren.

Loggen Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem Passwort unter https://portal.d-nb.de ein. Es ist möglich, Ihr Passwort unter dem Menüpunkt „Mein Konto“ zu ändern. […]

Mehr Infos gibt es hier.

Anmerkung: Das Thema scheint weitgehend aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden zu sein. Nach der ersten Aufregung bei Verabschiedung des Gesetzes zur Pflichtablieferung von Netzpublikationen sah es so aus, als ob die DNB in Arbeit ersticken müsste. Nun kann ich bei einer kurzen Recherche nur ein Blog-Posting zu dieser Änderung finden und leider keinen einzigen Erfahrungsbericht.

Neues Biblioblog: Übertext

Die Biblioblogosphäre hat wieder einmal Zuwachs bekommen. Diesmal ist es Adrian Pohl (HBZ), der in seinem neuen Blog Übertext folgende Selbstauskunft gibt:

Ich interessiere mich für das Internet, Bibliotheken, Open Access, Open Data sowie wissenschaftliche Kommunikations- und Erkenntnisprozesse im Allgemeinen. Ich studiere den MALIS an der FH Köln und arbeite im hbz.

Klingt vielversprechend, die ersten beiden Postings sind es auch. Dementsprechend ist Übertext nun auch in den Suchraum der Biblioblogsuche aufgenommen.

[via Jakoblog]

Micro-Blogging in Unternehmen

Sebastian Cario vom (gerade etwas dahindämmernden) Enterprise-2.0-Blog hat seine Bachelor-Arbeit mit dem Titel Potenziale von Mikro-Blogging im Unternehmen – Analyse bisheriger Anwendungsbeispiele gerade OA veröffentlicht. Zweitbetreut wurde die Arbeit übrigens von Jakob Voss. Dies wird die passende Lektüre zur Vertwitterung der TIB/UB.

Librarians's Guide to Gaming

Board games, card games, and videogames are, in essence, information, and the human act of telling stories, presented in new formats that involve the player. Games may fulfill a library’s mission to provide cultural, recreational, and entertaining materials; to provide adacemic curriculum support; or to provide resources and support their industry or profession.

Wer dem zustimmt, findet im Librarian’s Guide to Gaming Informationen über die Geschichte der „Gaming Library“, Tools and Resources, Best-Practice-Beispiele und einen Kalender mit Ereignissen aus der Welt der Spiele. Die Seite wird von der ALA angeboten.

LibWorld – Slovenia

Mitja Iskrić is blogging since 2004. While studying LIS he started a new blog focusing on student life. After graduation he’s currently not working in a library related environment, but he wants to stay connected with other Slovene librarians and Slovene library development in general. He invited some of his colleagues from the faculty to participate in the project and so they created the Biblioblog in April 2007.
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