Fachtagung des Verbandes Bibliothek Information Schweiz

Die jährliche Fachtagung des neuen Verbandes Bibliothek Information Schweiz (über die Fusion der Verbände BBS und SVD wurde schon zu einem früheren Zeitpunkt hier berichtet) fand am 28. August 2008 unter dem Titel: „Bibliotheken und Dokumentationszentren als Unternehmen: Antworten von Bibliotheken und Dokumentationszentren auf die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft“ statt.

Die Präsentationen sind nun auf der Verbandswebseite online zu finden. Ein Bericht zur Tagung ist im arbido newsletter Nr. 8/2008 erschienen.

"Alle sind dumm und Google ist schuld"

Unter dieser Überschrift schreibt Oliver Gassner auf heise.de derzeit eine kleine Reihe „in der es im wesentlichen darum geht, zu zeigen, was ‚Onliner der Generation 2.0‘ so alles lernen (können, wenn sie wollen).“
Nach Google und den Bloggern widmet sich der heute erschienene, dritte Teil der Frage

Macht das Internet uns dumm? Ist die Wikipedia das Ende des akademischen Arbeitens bei ihren Nutzerinnen und Nutzern und erzeugt es eine Horde von erbsenzählenden Soziopathen auf der Seite ihrer Ersteller?

Umfrage zum "wissenschaftlichem Arbeiten im Web 2.0"

Umfrage zum wissenschaftlichen Arbeiten mit 2.0-Instrumenten:

Das Forschungsprojekt „Wissenschaftlich Arbeiten im Web 2.0“ an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg untersucht derzeit Möglichkeiten zur Nutzung des so genannten „Web 2.0“ in der Wissenschaft.

Der nachfolgende Fragebogen soll grundlegende Fragen klären. Sie brauchen sich nicht mit dem Thema beschäftigt zu haben, um ihn auszufüllen, dafür aber zehn Minuten Zeit.

Alle Daten werden anonym erhoben und ausgewertet.

Hier geht’s zur Umfrage.

Update: URL korrigiert

"Perlen aus dem Internet"

Das aktuelle NZZ Folio „Perlen aus dem Internet: wichtige Sites, nützliche Tricks“ scheint sehr interessant zu sein: Es berichtet über Facebook, Google, Youtube und weitere Phänomene, die das Internet heute ausmachen. Zudem gibt es einen Sonderteil, der „Perlen aus dem Internet“ zu verschiedenen Themen kurz vorstellt und kommentiert. Die „Perlen“ sind teilweise natürlich sehr spezifisch auf die Schweiz ausgerichtet.

Google & Bibliotheken spielen keine Hauptrolle für Elementarteilchenphysikern

SuMa-Blogger Mario Behling berichtet über eine Umfrage zu Rechercheinstrumenten von Elementarteilchenphysikern.

Auf die Frage, welches Informationssystem für High Energy Physics sie denn am häufigsten benutzen würden, antworteten die Wissenschaftler (Auszug):

ARXIV: 49,7%
BIBLIOTHEKEN: 0,2%
GOOGLE: 7,8%
SPIRES: 38,2%

Vollständige Ergebnisse im Artikel „Information Resources in High-Energy Physics – Surveying the Present Landscape and Charting the Future Course“ (PDF). Eine ähnliche Studie hatten wir hier ja gerade erst.

Bibliotheken oder Google – Studie der ZBW

Im Auftrag der ZBW Kiel hat die Agentur HS&P eine noch unveröffentlichte Studie erstellt. Laut aktueller c’t ergibt sich dabei ein für Bibliotheken wenig schmeichelhaftes Bild. Gefragt wurde: Mit welchen Internetseiten suchen Sie nach wissenschaftlicher Literatur?

Die Reihenfolge der Antworten:

  1. Google
  2. Bibliothekskataloge
  3. Wikipedia
  4. Uni-Homepage
  5. Online-Dienste der Bibliotheken (?)
  6. KVK
  7. EZB
  8. Amazon
  9. ZDB
  10. Google Scholar
  11. Fachspezifische Portale

Eine spannende Frage ist nun die Bekanntheit der Virtuellen Fachbibliotheken, was auch auf dem Bibcamp eifrig diskutiert wurde. Markus Trapp hatte dazu noch erwähnt, dass er mittels Cibera-Blog erfolgreich zusätzliche Aufmerksamkeit auf seine ViFa lenken konnte.

Wie auch immer: Es ist zweifellos falsch, den zweiten Platz der OPACs als beruhigend zu empfinden. Also heißt es, von der „Konkurrenz“ zu lernen und die besten Ideen schamlos zu kopieren.

Inetbib 2008: eUniversity & Archivierung

Friedrich Hesse von der Universität Tübingen über „Dynamik bildungsrelevanter Informationsumwelten“
Paradigmen der Lernforschung: Auswendiglernen, Operantes Konditionieren (Verhaltensselektion), Beobachtungslernen, Modelllernen, Kognitive Wende. Ulrik Neisser führt von der Lern- zur Wissenspsychologie.

Wissensressourcen: Wissen ist nicht nur im Kopf vorhanden, sondern auch extern. Ist das dann Wissen oder Information?

Eric Hilgendorf: Anforderungen virtueller Studiengänge an Bibliotheken- am Beispiel der Jurisprudenz.
Hinter dem Wortschwall von Politik und Presse zum E-Learning verbergen sich ernstzunehmende Enwicklungen, die jedoch nicht mit ökonomischen Erwägungen verquickt werden sollten. Stichwort: Personaleinsparung durch computergestützte Lehre.

-> uniwikität – Kooperation mit Aserbaidschan

Reinhard Altenhöner: „Zwischen Vision und Alltag“ Über den neuen Sammelauftrag.

Ständiger Wandel der Formate, Migration und Emulation
Aufbau einer Harvesting-Infrastruktur, um sowohl Push- als auch Pullszenarien anbieten zu können.
Aufbau eines generischen Import-Verfahrens für Objekte und Metadaten.

Spannend: Die DNB möchte sich in Zukunft an der Entwicklung von Webstandards beteiligen. Eine Ankündigung, die Erwartungen weckt.

BSB & Google:
Ziel: Ca. 1000 Exemplare pro Tag. Workflowdatenbank. Bemerkungen, warum nicht gescannt werden konnte. GoogleZEND (ZEND)

Alles in Worldcat!

Vorsichtige Schätzung: Erste Ergebnisse ca. Ende Juli/Anfang August im Netz, Zuerst muss der Workflow wirklich perfekt funktionieren.

Die BSB möchet ausdrückllich verhindern, dass urheberechtsfreies Material frei verfügbar wird. Die BSB möchte offensichtlich ihre „Marktführerschaft“ im Altbestand durch künstliche Verknappung gemeinfreier Inhalte behalten.

E-lib.ch – Elektronische Bibliothek Schweiz

Das Projekt E-lib.ch – Elektronische Bibliothek Schweiz hat begonnen. Vertreter der Teilprojekte haben sich zu einer ersten Standortbestimmung am 7.2.08 in der Schweizerischen Nationalbibliothek getroffen.

Strategisches Ziel ist es, E-lib.ch als das führende Portal für die wissenschaftliche Informationsrecherche und -bereitstellung in der Schweiz aufzubauen und zu institutionalisieren. […]. Ergebnis des Projekts soll ein integriertes Angebot sein, das an den Schweizer Hochschulen einen umfassenden Zugriff auf eine deutlich erweiterte Palette digitaler und anderer Informationsquellen ermöglicht.

„E-lib.ch – Elektronische Bibliothek Schweiz“ weiterlesen