iPhone-Application von Librarything: Local Books

Im Librarything-Blog beschreibt Tim Spalding eine iPhone-App, mit der Bibliotheken, Buchläden und andere verbuchte Orte gesucht und gefunden werden können. „Local Books“ kann:

* Search for venues (bookstores and libraries) as well as events near your current location using the iPhone’s built-in location features.
* Search for venues and events at any location or by name.
* Venues can be sorted by distance, name, or type.
* Venues are color coded, following the maps on LibraryThing Local (colors correspond to the colors used on maps in LibraryThing Local).
* Each venue has a detail page with a map. Tap it to jump to the iPhone Maps application.
* Venues often sport a description, clickable website and phone number links, events, and a photo.
* You can favorite locations and events, and there’s a „Favorites“ list where you can find them.(1)

Wer seine Bibliothek dort verzeichnet wissen will, muss sie einfach in Librarything Local eintragen.

Die Bezeichnung ist nicht sehr glücklich gewählt. „Local Book Places“ wäre eventuell angebrachter.

Wikio-Blog-Ranking

Blog-Rankings befriedigen drei Bedürfnisse. Erstens bedienen Sie das Bedürfnis nach Listen (Vgl. Hornby, 1995). Zweitens bieten sie eine Möglichkeit, auf Neues gestoßen zu werden. Und drittens schmeicheln sie die Eitelkeit der Blogbetreiber. Womit wir bei Wikio wären.

  1. Wikio hat Blogrankings für verschiedene Kategorien.
  2. Wenn man eine Kategorie gefunden hat, für die man sich interessiert, stößt man schnell auf Neues. Serendipity.
  3. Infobib ist auf Platz 11 bei den Wissenschaftsblogs. ;o)

Wenn so ein Ranking auch sonst nicht viel bis gar nichts aussagt: Punkt 2 ist für mich schon Grund genug, ab und an mal in verschiedene Rankings zu sehen.

Australien regiert 2.0

Die australische Government 2.0 Taskforce ruft zum Mitmachen auf:

Here is the draft Government 2.0 Taskforce report Engage: Getting on with Government 2.0. The Taskforce is seeking your comments and input before finalising the report to go to Government.

Der Report (PDF) beschreibt eindrücklich, worum es in der gesamten Open-Government-Data geht:

  • Easy to find re-useable public information is, at heart, an invitation to the wider community to engage innovate and create new public value with public sector information (PSI), which often sits underused or simply ignored in government agencies and data banks. As we have seen during our work, as people engage, possibilities – foreseeable and otherwise – are unlocked through the invention, creativity and hard work of citizens, business and community organisations. The government’s job is to liberate much more of its information as a key national asset.
  • Public agencies and professional public servants are also invited to engage more energetically with the tools and capabilities of ‘collaborative web’ or Web 2.0. Everything, from enabling data to be re-used, to forming and participating in online communities in their areas of interest will help build a public service that is smarter, more responsive, more strategic and personally rewarding.
  • Public agencies and their public servants increasingly associate good practice with deeper engagement with those outside the public service. As the new Australian Public Service Commission (APSC) guidelines make clear, Web 2.0 tools like blogs and wikis now provide unprecedented opportunities to take this much further.
    In the transition from traditional consultation towards true community collaboration engaging the community and the public service alike is key. In this more open, connected and instinctively adaptive and innovative process, the motivation, interest and skills of all involved contributes to it success.
  • Engagement between those in and outside the public service is constrained by the need for public servants to continue to be professional and apolitical. Creating the culture and practices that can seize the new opportunities but yet stay true to enduring public service values will not be easy.
  • Dass zur offenen Teilhabe schon an der Ausgestaltung der Richtlinien aufgerufen wird, kann man als klares Statement sehen: Australien meint es ernst. Open Government (Data) ist ganz offensichtlich das Thema der Stunde.

    [via David Weinberger]

    swissbib beta

    Swissbib ist der zukünftige Metakatalog der Schweizer Hochschulbibliotheken und der Schweizerischen Nationalbibliothek. Ziel ist es, OPAC-2.0-Technologien zu realisieren. Swissbib ist ein Teilprojekt von E-lib.ch, der Elektronischen Bibliothek Schweiz. Die Projektphase ist noch bis 2011 geplant. Eine Beta-Version ist nun öffentlich zugänglich. Feedbacks werden vom Projektteam gerne entgegengenommen. Das Wiki zum Projekt findet sich hier.

    Ich selber habe den Katalog bisher noch nicht richtig erprobt, er kommt aber zumindest auf den ersten Blick sehr frisch daher …

    DeepDyve: Nur gucken, nicht anfassen

    Wer bislang dachte, die Onleihe hätte schon recht verschrobene Nutzungsbedingungen für elektronische Dokumente, der sollte sich einmal DeepDyve ansehen. Dort kann man Artikel mieten. Information Today beschreibt das so:

    Rental means just that: DeepDyve is not selling articles for you to own. You can read the article on the screen. You can’t download it, you can’t use a screen capture, and you can’t print it. You can take notes from the article you’re viewing-but only with those old-fashioned devices, pencil (or pen) and paper. The viewer is Flash-based and is a proprietary system developed by DeepDyve. Park compares it with the YouTube viewer, which also prohibits you from downloading material.

    Für 24 Stunden „nur gucken, nicht anfassen“ bezahlt man as little as $0.99. Wie dies dann aussieht, kann man bei den Open-Access-Artikel ausprobieren, die von DeepDyve bereitgestellt werden. Zum Beispiel dieser hier von Catriona MacCallum. Wenn ich nun aus diesem Artikel zitieren wollte, müsste ich die entsprechende Stelle abtippen.

    Sollte dieses Angebot wider Erwarten erfolgreich sein, wüsste ich wirklich nicht, welche Lehren Bibliotheken daraus ziehen könnten. „Erfinde möglichst abstruse und restriktive Nutzungsbedingungen für elektronische Dokumente“ wäre die einzige Möglichkeit, die mir einfällt. Der einzige Punkt, mit dem Deepdyve punkten kann, ist der schnelle Zugriff auf Toll-Access-Ressourcen zu einem überschaubaren Preis. Könnte man sich bei einer großen deutschen Bibliothek mit umfangreichem E-Journal-Angebot so einfach anmelden und das Angebot dann auch so bequem aus der Ferne nutzen wie in der Koninklijke Bibliotheek, könnte DeepDyve hierzulande eigentlich gar kein Thema werden.

    [via Librarian in Black]

    Flickr und Open Library verlinken

    Adrian Pohl beschreibt in seinem Blog Übertext, wie man Katalogisate in der Open Library mit Bildern in Flickr verknüpfen kann. Konkret wurde ein „machine tag“ auf Flickr angelegt, der dieses Bild mit diesem Katalogisat verbindet. Einstweilen nur in eine Richtung. Aber:

    Ist es nicht schön, was man alles Tolles machen kann, wenn man nur eindeutige IDs und darauf aufbauende stabile URLs hat…

    Sag ich doch.

    Permalinks für Katalogisate

    In der Mailingliste NGC4LIB wird gerade eifrig darüber gestritten, in welcher Form Kataloge im Netz präsent sein sollten. Ausgangspunkt war eine Diskussion über das Semantic Web, aber schnell ist die Debatte zum Kernpunkt gekommen: Bislang sind Bibliotheken nicht einmal im „normalen“ Web angekommen.

    Tim Spalding fasst das Problem folgendermaßen zusammen:

    1. Vendors don’t make linkable systems, mostly because libraries don’t
    force them to.
    2. OCLC maintains that libraries should stay off the web, and rely on
    WorldCat to serve as their front-end to the world.

    The result:

    1. Libraries are almost NEVER in search results.
    2. WorldCat is seldom visited. For example, WorldCat has HALF the
    traffic of LibraryThing. It even has less traffic than Dogster.com,
    the social network for people who REALLY love their dogs.

    Spalding ist uneingeschränkt zuzustimmen. Man bedenke: OPAC steht für Online Public Access Catalogue. Der Gedanke war also ursprünglich, den Katalog online für den öffentlichen Zugang zur Verfügung zu stellen. Der Katalog an sich ist auch öffentlich zugänglich. Nun ist es an der Zeit, auch die Katalogisate öffentlich zugänglich zu machen. Was brauchen wir dazu? Suchmaschinentaugliche Permalinks auf Katalogisate.

    Einen ersten Schritt in diese Richtung hat die VZG getan, als sie kürzlich sogenannte Zitierlinks in den GVK einbanden.

    Beispiel: http://gso.gbv.de/xslt/DB=2.1/PPNSET?PPN=595545807

    Dabei gibt es jedoch (abgesehen von der Benennung der Funktion, hinter der ich eigentlich eher die bibliographischen Daten in maschinenlesbarer Form vermutet hätte) zwei Probleme.

    1. PPNs sind nicht dauerhaft, sie können sich ändern oder gelöscht werden. Dann ändert sich auch der Zitierlink, was ihn insgesamt untauglich macht. Denn: Cool URIs don’t change. Vielleicht wäre es sinnvoll, eine übergreifende ID wie die Erstkatalogisierungs-ID (EKI) für diesen Zweck einzusetzen.
    2. Der Link entspricht nicht dem, was man sieht, wenn man aus einer Recherche dorthin gelangt. Das heißt, man muss den Zitier-Link extra anklicken. Dies problematisch z.B. beim Einsatz von Bookmarkingplugins. Ist die Session beendet, ist zum Beispiel dieser Link hier nicht mehr gültig.

    Ändern könnte man dies, indem man das Vorgehen der OpenLibrary übernimmt. Sucht man dort nach „The Mahabharata“ von Jean-Claude Carrière, findet man unter anderem folgenden Titel:

    http://openlibrary.org/b/OL9587696M/The_Mahabharata

    Dieser Link besteht aus dem Basis-Link für die OpenLibrary + alphanumerische ID + Titelstichwort. Der Titel ist für die Funktion des Links irrelevant. Ruft man die selbe ID mit einem anderen Titel auf, kommt man trotzdem zum gewünschten Titel:
    http://openlibrary.org/b/OL9587696M/Harry_Potter_and_the_catalogue_of_death

    Bestimmt sind auch andere technische Umsetzungen denkbar. Wichtig ist nur, dass durch dieses nur scheinbar unwichtige Detail unsere Kataloge endlich im Web ankommen. Überlegungen zur Umsetzung bestehen, jetzt kommt es darauf an, sie so schnell wie möglich umzusetzen.

    Technorati-Relaunch 2009

    Technorati wurde heute von Grund auf erneuert. Es wurde höchste Zeit, und es kann eigentlich nur besser werden. Was ist neu?

    Die Technorati Authority, der Fuchsschwanz der Blogosphäre, wird flexibler. Statt der Backlinks der letzten sechs Monate werden nur noch die eines Monats berücksichtigt.

    Because most searches are looking for items less than a month old, we’re going to narrow that window in a similar way.

    Dazu kommt eine neue Topical Authority, die nur die Technorati Authority für ein bestimmtest Themengebiet bezeichnet.

    Die Suche wurde gewichtet. Es werden nicht mehr die aktuellsten, sondern die „wichtigsten“ Treffer angezeigt. Daumen runter, Technorati. Ich habe die Suchfunktion eigentlich immer dazu genutzt, mir einen aktuellen Überblick über die allerneuesten Beiträge zu einem Thema zu verschaffen.

    Leider funktioniert momentan überhaupt nicht viel, daher muss eine ausgiebige Untersuchung der Funktionen erstmal verschoben werden. Mehr Infos gibt es im Technorati-Blog. So wie sich Technorati jetzt darstellt, bleibe ich dabei: Seit dem letzten Relaunch hat sich wenig verbessert. Tschüss Technorati, hallo Twingly!