Der idw berichtet heute über die Euregio-Bodensee-Datenbank, die jetzt Teil des SWB ist. Mehr Informationen zur Geschichte und den Suchmöglichkeiten der besonderen Datenbank gibt es hier.
SuMa-Awards vergeben
Die Gewinner der SuMa-Awards sind ermittelt. Eine Jobsuchmaschine, ein künstlerisches Mash-Up und ein Lied einer Band namens „Die Betakteten“ aus dem Brieftauben-Umfeld.
Wolfgang Sander-Beuermann schreibt in Inetbib, er könne sich übrigens auch gut vorstellen, dass aus dem Kreis der Leserschaft dieser Liste demnächst Bewerbungen für die „SuMa Awards 2009“
eingingen.
Trotz manchmal zögerlicher Reaktion lohnt es sich bestimmt, bei der nächsten Auflage neue Vorschläge einzureichen.
Update: Jetzt auch im SuMa-Blog zu finden.
Freebase Parallax
Wow! ReadWriteWeb macht auf FreeBase Parallax aufmerksam. Dies nur eine neue Oberfläche für Freebase zu nennen, ist eine glatte Untertreibung!
Freebase Parallax: A new way to browse and explore data from David Huynh on Vimeo.
Unbedingt ansehen! Mit Parallax ist es mit ein paar Klicks möglich, die verschiedensten Dinge herauszufinden und zu visualisieren. Wer eine Zeitleiste von Ballett-Komponisten braucht:
Zeitaufwand: ca. 3 Minuten. Die Einfärbung nach Wirkstätten gibt’s flott dazu. Und ich möchte ausdrücklich dazu auffordern, auf den Namen eines Komponisten zu klicken. Beeindruckend. Ich bin geneigt zu sagen: das Beeindruckendste, was ich seit langem im Netz gesehen habe! Die Maps funktionierten gerade nicht, sonst hätte ich hier eine Karte mit allen akademischen Bibliotheken der USA eingeblendet, die brutalistisch gebaut wurden.
Wo muss ich unterschreiben, um Freebase auf Deutsch zu bekommen? ;o)
Sarah Glebe: "Institutional Repositories als zukunftsorientiertes Instrument der wissenschaftlichen Kommunikation",
Schon etwas älter, aber als Übersichtsarbeit immer noch interessant ist Sarah Glebes Diplomarbeit „Institutional Repositories als zukunftsorientiertes Instrument der wissenschaftlichen Kommunikation“, die nun auch online verfügbar ist.
Zusammenfassung:
Die zunehmende Finanzknappheit der öffentlichen Haushalte, die technische Entwicklung und der ständig wachsende Konkurrenzkampf in Forschung und Lehre veranlassen Universitäten und andere Institutionen dazu, über neue Kommunikationsformen nachzudenken, durch die Synergieeffekte zu erreichen sind. Weltweit führen heute unterschiedliche wissenschaftliche Einrichtungen Institutional Repositories ein bzw. nutzen sie bereits.
Diese Arbeit beschreibt Entwicklungen und Hintergründe, die die Einrichtung von Institutional Repositories betreffen. Darüber hinaus werden internationale Projekte zur Einführung von institutionellen Archiven erläutert und miteinander verglichen. Anschließend beleuchtet die Autorin dieser Arbeit Fragen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung wissenschaftlicher Literatur, wie z.B. Open Access, Selbstarchivierung, rechtliche Probleme bzw. den Aufbau und das Management eines Institutional Repositories. Die Verfasserin der Arbeit entwickelt einen Vorschlag für einen Arbeitsablauf eines Institutional Repositories.
Spannend ist (nicht nur) der letzte Satz der Arbeit:
Die Zukunft wird zeigen, inwieweit sich übergeordnete Langzeitarchivierungsstellen für Institutional Repositories – OAI-basiert oder nicht – entwickeln werden.
Fünf Jahre, und der Satz hat an Aktualität kein bißchen verloren.
100 Orte für soziale Bibliophile
The Lonely Librarian macht auf eine Sammlung von 100 Places to Connect With Other Bibliophiles Online aufmerksam.
Bibliophiles of the world, unite and take over…
InetBib-k – Bibliothekarische Produktneuigkeiten und Veranstaltungstermine
In der INETBIB-Mailingliste ist Werbung unerwünscht. Daher hat der INETBIB-Admin Michael Schaarwächter nun ein Blog aufgesetzt, in dem kommerzielle Informationen mit Bibliotheksbezug geposted werden können. Bei Inetbib-K findet man dann in Zukunft Informationen z.B. über neue Produkte oder Veranstaltungsankündigungen. Wer dort veröffentlichen möchte, wende sich an die dort angegebene Mail-Adresse.
Mal sehen, ob das funktioniert. Auf den ersten Blick erscheint es mir sinnvoller, dass Hersteller eigene Blogs einrichten, die man dann bei Bedarf aggregieren könnte. Damit würde man eine Menge Handarbeit sparen.
Irgend etwas in der Richtung wird aber auf jeden Fall benötigt. Momentan erfahre ich von manchen Produkten eher zufällig durch News-Alerts. Das kann auch nicht im Sinne der Hersteller sein.
Nach Hause telephonieren…
Nach Hause telephonieren reicht Apples iGeräten nicht aus. Sie fragen dort auch nach Handlungsanweisungen. Golem berichtet:
Die berichtete Fernlöschfunktion auf dem iPhone und dem iPod touch bestätigte Steve Jobs im Gespräch mit dem Wall Street Journal. Damit kann Apple gezielt eine einzelne Applikation auf allen Geräten löschen. Diese Möglichkeit wurde integriert, um bei Bedarf Schadsoftware entfernen zu können.
44 exzellente "Produktivitäts-Werkzeuge"
Passend zur Lernen-2.0-Lektion zu Online-Anwendungen hier ein Nachschlag mit insgesamt „44 Excellent Productivity Tools“.
Exzellent sind sicherlich nicht alle Tools, zumal nicht für jeden. Aber es sind sicherlich ein paar interessante Tipps dabei. Es sind auch kostenpflichtige Dienste enthalten.
Debatte um "Bibliothekswertrechner"
Die Debatte über Tools zur Berechnung des wirtschaftlichen Nutzens von Bibliotheken kocht zur Zeit wieder etwas höher. Ausgangspunkt war die Meldung von Jürgen Plieninger in Netbib, dass im Bibliotheksportal nun ein Bibliothekswert-Rechner zu finden sei. In INETBIB wurde dazu natürlich eifrig diskutiert, auch beim Haftgrund stieß die Meldung auf reges Interesse und große Ablehnung.
Was mir auch an diesem Rechner wieder mißfällt:
- Scheingenauigkeit
- Das Konzept des „Bibliothekswerts“
- Fokus auf den Konsumenten
Wenn ich alle anklickbaren Dienstleistungen genau ein Mal nutze, bekommt man einen Wert von € 134,59. Über das Zustandekommen der Zahl muss man nun gar nicht debattieren. Ob eine durchschnittliche Zeitschriftenausleihe wirklich dem Gegenwert des Spiegels entspricht, sei dahingestellt. Die Genauigkeit der Angaben wird auf der Seite nirgendwo in Frage gestellt. Journalisten nehmen so etwas für bare Münze. Aber das ist wohl beabsichtigt.
Berücksichtigt wird hier ausschließlich der Wert für den einzelnen Nutzer. Das eine Bibliothek einen gesamtgesellschaftlichen Effekt hat, der auch rein wirtschaftlich weit über den Nutzen für den einzelnen hinaus geht, wird überhaupt nicht erwähnt. Wenn bibliothekarische Lobbyarbeit schon über ökonomische Zahlenspielereien stattfinden soll, dann darf das auf keinen Fall verschwiegen werden.
Bibliotheken haben auch eine wichtige Rolle für die Partizipation am politischen, sozialen und kulturellem Leben. Wer am Geschehen teilhaben möchte, benötigt Informationen. An vieles kommt man inzwischen zwar auch ohne Bibliotheken, an andere aber auch nicht.
Selbst wenn man den Rechner als das nimmt, was er ist (nämlich als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit) müsste er meines Erachtens in einen größeren Kontext gestellt werden. Es sollten zumindest Informationen verlinkt werden, die auch den Nutzen erläutern, der über den für das Individuum hinausgeht.
Europeana – Termin November 2008
Viviane Reding hat von den EU-Mitgliedsländern gefordert, Bücher zu digitalisieren, die sich im Besitz ihrer Kultureinrichtungen befinden. In den Bibliotheken Europas lagerten mehr als 2,5 Milliarden Bücher, aber nur etwa ein Prozent des archivierten Materials liege in digitaler Form vor, sagte die EU-Medienkommissarin. Ziel der Aktion ist die Schaffung einer europäische digitale Bibliothek namens Europeana. Sie soll im November 2008 in einer ersten Vorabversion online gehen.
[via zdf.de]
