Erschließung der Stammbücher der Anna-Amalia-Bibliothek

Die Stammbücher der Anna Amalia Bibliothek in Weimar werden in Tübingen erschlossen. 845 Stammbücher aus der Zeit von 1550 bis 1990 werden in einem Kooperationsprojekt Klassikstiftung Weimar und der Universitätsbibliothek Tübingen erschlossen. Am Freitag findet ein Pressegespräch in der Universität Tübingen statt, um das Projekt vorzustellen.

[via idw]

Musikalische Schätze in Sachsen

In einer Sonderausstellung zeigt das Robert-Schumann-Haus bis zum 5. Oktober 2008 musikalische Schätze der Ratsschulbibliothek Zwickau aus drei Jahrhunderten. Die Musiksammlung der 1498 erstmals erwähnten und damit ältesten öffentlich-wissenschaftlichen Bibliothek Sachsens gehört mit ihrem herausragenden Bestand an Musikhandschriften und -drucken zu den bedeutenden Kollektionen Deutschlands.

[via newsropa.de]

Open Library Environment Project

Ole ProjectMit Unterstützung der Andrew W. Mellon Foundation hat sich ein Konsortium anglo-amerikanischer und australischer Bibliotheken daran gemacht, ein offenes Bibliothekssystem unter dem Projektnamen „Open Library Environment“ („OLE Project“) zu entwickeln.

Hintergrund:

Proprietary Integrated Library Systems do not fit the modern scholarly research process or modern library workflows. It is nearly impossible for a library to integrate its commercial ILS with tools widely used by faculty and students, such as a course management system or emerging social-networking tools. Libraries find themselves adapting their workflows to outdated technology, rather than using technology to facilitate more efficient and effective workflows. The burden of maintaining and supporting existing ILS systems is hindering libraries’ ability to respond to new technologies and to scholars’ information needs and expectations. Dissatisfaction with current ILS systems is widespread. Many libraries are actively planning for life beyond their current ILS, but skeptical that good commercial alternatives will be available. By working together on a community-designed, open-source alternative to the ILS, libraries can design a technology system that will support rather than hinder their desire to innovate and to provide access to high quality scholarly information.

Ich bin nicht davon überzeugt, dass es wirklich notwendig gewesen wäre, ein komplett neues Projekt zu beginnen. Eine Integration vorhandener Lösungen wäre eventuell sinnvoller gewesen. Immerhin wird hier offensichtlich versucht, nicht nur den OPAC, sondern ein gesamtes Bibliothekssystem abzubilden.

Deutsche IFLA-Berichterstattung

Logo IFLA 2008Das Goethe-Institut hat ein Gemeinschaftsblog aufgesetzt, in dem u.a. Patrick Danowski schreibt. Auch Elke im IBI-Blog und Sebastian Wilke bloggen von dort. Die deutsche Berichterstattung wird flankiert von einer Flickr-Gruppe. Ein gemeinschaftliches Tag zur dienstübergreifenden Kennzeichnung der IFLA-Berichterstattung konnte ich leider nicht ausmachen.

Handy-Romane in Japan

In Japan erleben Handy-Romane einen Boom: Sie befinden sich sogar in den Bestseller-Listen. Der typische japanische Handy-Roman ist eine Mischung aus Mystery und Romantik, ist eher einfach gestrickt, enthält sehr kurze Sätze und kaum Dialoge und Beschreibungen. „Joshi“, einer der Handy-Roman-Stars aus Tokio beispielsweise, versendet seine Romane in kleinen Kapiteln. Um ein Kapitel auf dem Handy zu lesen, braucht man ca. drei Minuten.

In Europa ist der Handy-Roman noch weitgehend unbekannt. Einer der ersten Handy-Romane im deutschsprachigen Raum hat nun kürzlich der Schriftsteller Oliver Bendel veröffentlicht. Den Krimi kann man sich aber auch als PDF herunterladen.

[via punkt.ch]

Urheberrechtsblogger Patry gibt auf

Nach 26 Jahren Tätigkeit im Bereich Urheberrecht und 800 Postings in vier Jahren auf seinem Blog sei er es leid, schrieb Patry zuletzt, als ewiger Dissident auftreten zu müssen. Als Urheberrechtler von Beruf halte der den Schutz von Werken, insbesondere im Bereich der kommerziellen Film-, Musik- und Verlagswirtschaft für essenziell, allerdings in der richtigen Dosis. Seiner Meinung nach sei man davon inzwischen weit entfernt. „Wir sind längst weit überhalb der Dosis, die der Gesundheit zuträglich ist und befinden uns im Stadium einer ernsthaften Krankheit“, schreibt Patry.

Als Grund gibt er nicht nur die empfundene Vergeblichkeit seines Tuns an, sondern auch den Umstand, dass sein Blogpostings durch seine Tätigkeit für Google oft nicht als Privatmeinung akzeptiert würden. Hier geht’s zum Abschlußposting.

[via Heise]

Artikel über Langzeitverfügbarkeit nicht verfügbar

Langfristige Verfügbarkeit elektronischer Medien [Computerdatei] : Referat am Kolloquium „Speicherbibliotheken – Digitale Bibliotheken“ ; (Graz, 3. April 1997) / Heinz Hauffe. – 1997. – 22.725 Bytes

Über DOBInet gefunden, und trotz des Titels unter der angegebenen URL natürlich nicht mehr erreichbar. Aus dem Abstract:

WBb sollten im Bereich ihres Sammelauftrags Verfügbarkeit von Online-Publikationen beobachten und erforderlichenfalls Verantwortung für die Archivierung selbst übernehmen.

Das war in diesem Fall anscheinend nicht erforderlich.

Qualitätsmanagement für Kunst- und Museumsbibliotheken

Lesestoff für SpezialbibliothekarInnen und Qualitätsmanagement-Interessierte:

Nikola Appel: Standards für Kunst- und Museumsbibliotheken : Entwicklung und aktueller Stand sowie Anwendung für ein internes Audit am Beispiel Kunstmuseum Wolfsburg

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Qualitätsmanagementverfahren der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB). Dargestellt werden Hintergrund, Entwicklung und Praxis des Qualitätsmanagementverfahrens.

Im Fokus stehen dabei die 83 Standards der AKMB. Die Arbeit verfolgt einen sehr praxisorientierten Ansatz, beleuchtet die Standards aus mehreren Perspektiven und liefert zahlreiche Empfehlungen, Erläuterungen, Checklisten und Hintergrundinformationen. Wer sich mit Qualitätsmanagement in Bibliotheken beschäftigen, auf ein Audit vorbereiten oder einen Einblick in die Entwicklung eines QM-Verfahrens erhalten möchte, findet in der vorliegenden Arbeit entsprechende Informationen.

http://opus.bsz-bw.de/fhhv/volltexte/2008/130/