"Bibliothek der verbrannten Bücher"

Die private „Bibliothek der verbrannten Bücher“ des Kaufmanns Georg P. Salzmann in seinem Wohnhaus in Garching umfasst rund 10.000 Bände. Sie wurde in Jahrzehnten intensiver Sammeltätigkeit zusammengetragen und ist als Quellensammlung in dieser Bestandsdichte nicht nur in Deutschland, sondern weltweit einmalig. Sie versammelt nahezu vollständig die Erstausgaben sowie alle weiteren Werke jener rund 100 deutschen Schriftsteller und Publizisten, deren Bücher bei der von den Nazis organisierten sog. Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in zahlreichen Städten Deutschlands ins Feuer geworfen wurden. Diese Bücher wurden kurz darauf in offiziellen Listen publiziert und ihr Verkauf wurde verboten.

Morgen gibt es eine Pressekonferenz, mit dem Thema warum die Universitätsbibliothek Augsburg als künftigen Standort der Privatsammlung von Georg P. Salzmann geeignet wäre.

[via idw]

"Biblio(t)räume – Bibliotheksarchitektur heute"

Die Hessische Landesbibliothek in Wiesbaden zeigt seit heute in ihrem Foyer eine Ausstellung mit dem Titel „Biblio(t)räume – Bibliotheksarchitektur heute„. Die Ausstellung zeigt zahlreiche interessante Beispiele der neueren Bibliotheksarchitektur.
Wie zum Beispiel wiedermal das vielfach gelobte und preisgekrönte „Berlin Brain“ nach einem Entwurf von Norman Foster.

[via Wiesbadener Tageblatt]

Das Glück der Unerreichbarkeit

Die NZZ stellt das Buch „Das Glück der Unerreichbarkeit : Wege aus der Kommunikationsfalle“ von Miriam Meckel, Professorin für Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen, vor. Es ist ein Buch über die Kommunikationssucht im Zeitalter von Internet, E-Mail, Mobiltelefon etc. Das Problem ist uns wohl allen nicht ganz fremd …

Zwei Grundansichten Meckels:

„Wer technisch angeschlossen ist, ist nicht zwangsläufig auch sozial angebunden.“

„Wer immer erreichbar ist, ist eigentlich für nichts und niemand da.“

Mehr Infos zum Buch: Miriam Meckel: Das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle. 180 S. Murmann-Verlag, Hamburg 2007.

Geheime Daten in Bibliothek vergessen

Durch schlampigen Umgang mit geheimen Daten macht derzeit Schwedens Militär von sich reden. In einer öffentlichen Bibliothek in Stockholm wurde ein USB-Stick gefunden. Auf ihm fanden sich sicherheitsrelevante Informationen zur Lage in Afghanistan – und Angaben zu selbstgebauten Bomben.

Gegen den vergesslichen Militärmitarbeiter wird nun ein Ermittlungsverfahren eröffnet.

[via welt.online]

Militärische Bibliotheksnutzer in Stockholm

Gute Nachrichten aus Skandinavien: Schwedische Militärangehörige nutzen öffentliche Bibliotheken.

An einem Computer einer öffentlichen Stockholmer Bibliothek wurde ein USB-Stick gefunden, auf dem vertrauliche Dokumente des schwedischen Militärs abgespeichert waren. Das berichtet die Tageszeitung Aftonbladet. Die Zeitung sei in den Besitz des USB-Sticks gelangt und habe ihn dem Militär zurückgegeben.

Wie die Zeitung in den Besitz des USB-Sticks gekommen ist, würde mich dennoch interessieren. Fungiert sie als Fundbüro der Bibliothek?

[via Heise]

Stadtbibliothek Nürnberg sucht Besitzer von NS-Raubgut

Die Stadtbibliothek Nürnberg zählt zu ihren Beständen knapp 10 000 Bücher aus dem Besitz von Opfern und Verfolgten des Nationalsozialismus. Diese heute als „Sammlung Israelitische Kultusgemeinde (IKG)“ bezeichneten Schriften sollen soweit möglich den ehemaligen Vorbesitzern bzw. deren Rechtsnachfolgern zurückgegeben werden.

Um dem Ziel der Restitution ein weiteres Stück näher zu kommen, veröffentlicht die Stadtbibliothek eine Liste mit 115 recherchierten und soweit wie möglich verifizierten Namens- und Anschriftendaten bislang festgestellter Vorbesitzer aus Nürnberg und Franken.

Ausführliche Informationen und den Link zur Suchliste gibt es hier.

MARC in Drupal

This module provides a way to map data in the MARC record to Drupal content types and import sets of MARC records. The module currently supports mapping to the default node fields, taxonomy fields and CCK text fields… By importing a library’s MARC records directly in to Drupal as nodes, you can easily recreate your library’s catalog in a rich social environment.

Dies wurde im OSS-4-Lib-Blog bekannt gegeben. Damit bietet sich die Möglichkeit, auf relativ einfache Art und Weise einen Katalog anzubieten, der von den Bibliotheken selbst gestaltet werden kann.

Eine laufende Implementierung konnte ich leider nicht ausfindig machen.

Werbung für Bibliotheken in Norwegen

Thomas Brevik macht in seinem Blog auf einen norwegischen Videoclip aufmerksam, der für die Benutzung von Bibliotheken wirbt.

Dankenswerterweise übersetzt er die Dialoge für den des Norwegischen Unkundigen:

The first boy: The coolest thing about the library is the people who work there. Really OK people to talk to.

Girl: The thing about the library is that you can meet the gang there, relax and have a good time talking and so on.

Second boy: There is always something to do there. They have the newest games there and…

Poster:

We may not be really cool, but we are soon the only place in the world where you still can get something for free.

Und wieder was gelernt: Bruk Biblioteket!

Auch Sony BMG nun ohne DRM

Gestern habe ich noch darüber genörgelt, und heute kündigt BMG einen Kurswechsel in Sachen DRM an. Wie Heise berichtet, wird auch Sony BMG in Zukunft MP3-Dateien ohne Nutzergängelung (a.k.a. DRM) verkaufen.

Diese Entwicklung lässt mich zwei Fragen stellen.

  1. Wie lange werden nun die E-Book-Verkäufer und -Verleiher brauchen, um ebenfalls zu der Einsicht zu gelangen, dass man als Firma nie gewinnt, wenn man seinen Kunden generell misstraut und gegen sie arbeitet und entwickelt?
  2. Werden mir nun alle Wünsche binnen Tagesfrist erfüllt? Nur zur Sicherheit: Einmal Weltfrieden und kosmische Harmonie, bitte!

Bibliothek Cuxhaven will ins Guinness-Buch der Rekorde

Die Stadtbibliothek Cuxhaven feiert am 30. April 2008 ihren 100. Geburtstag.
Anlässlich dieses Jubiläums startet die Bibliothek einen Rekordversuch und hofft auf einen Eintrag im Guinness-Buch: Gratulanten können sich in der Bibliothek verewigen und damit (hoffentlich) das „längste Gästebuch der Welt“ erstellen.

[via Presse-Service Stadt Cuxhaven]