Paragraph 52a UrhG läuft aus

Bildungsklick.de berichtet über den auslaufenden Paragraph 52a UrhG:

Die letzten Wochen des Jahres rinnen den deutschen Bibliothekaren wie Sand durch die Finger. Zum 31. Dezember 2012 läuft eine Regelung des Urheberrechts aus, die nicht nur die Lern- und Lehrbedingungen an Hochschulen mitbestimmt. Sie regelt auch das Angebot der Bibliotheken. Sollte der Paragraph 52a UrhG bis dahin nicht verlängert werden, dann wird wissenschaftliches Arbeiten in wesentlichen Bereichen zum juristischen Problemfall – und das ist längst nicht die einzige Stelle, in der das Gesetz lückenhaft ist.

Auch in Inetbib (und anderswo) wurde die Angelegenheit schon thematisiert.

VIVO ist ein Netzwerk

VIVO ist nicht nur eine Software, sondern (unter anderem) auch ein Netzwerk. Einerseits – technisch – ein Netzwerk aus verschiedenen Installationen der Software. Andererseits auch ein soziales Netzwerk aus den Personen, die in VIVO erfasst sind. Und aus all den anderen Daten in den – technisch – vernetzten VIVO-Installationen.

Enabling collaboration and discovery among scientists across all disciplines. Unter diesem Motto steht VIVO. Entwickelt wurde es ursprünglich an der Cornell University. [I]n 2009, The University of Florida received a $12.2M award from the NIH to expand the platform at Cornell and five other institutions to facilitate cross-institutional discovery. [1] Aus dem VIVO-Flyer (PDF)

Für das Netzwerk steht Vivosearch.org.

Über Vivosearch können Aktivitäten, Kurse, Organisationen, Personen und Publikationen der zur Zeit acht teilnehmenden Institutionen [2]Cornell University, Harvard University, Indiana University, Ponce School of Medicine, The Scripps Research Institute, University of Florida, Washington University in St. Louis School of Medicine und … Continue reading gesucht werden. Auf der Seite sind die Tools aufgeführt, mit denen Vivosearch gebaut wurde.

Jon Corson-Rikert, John Fereira, Valeria Pesce und Johannes Keizer haben die Netzwerkeigenschaften von VIVO in einem Vortrag über AgriVIVO zusammengefasst:

Und morgen geht es dann weiter mit der Ontologie.

References

References
↑1 Aus dem VIVO-Flyer (PDF)
↑2 Cornell University, Harvard University, Indiana University, Ponce School of Medicine, The Scripps Research Institute, University of Florida, Washington University in St. Louis School of Medicine und Weill Cornell Medical College

LIS-Corner auf der Frankfurter Buchmesse

Frankfurter Buchmesse 2012 – und LIS Corner ist wieder dabei: Die LIS-Corner, der Gemeinschaftsstand Studierender der Bibliotheks- und Informationswissenschaft, ist im vierten Jahr in Folge auf der größten Buchmesse der Welt vertreten. Wir werden Lis‘ Best ofs täglich von der Buchmesse senden – ausgesuchte Veranstaltungen und Stände, Verpflegungstipps und Off the Tracks für angehende Bibliothekarinnen und Wissensmanager auf unserem Blog, Hot Spot mit Alumnis und Frau Prof. Krauß-Leichert (HAW) am Samstag und Standparty am Donnerstag. Und das ist natürlich noch längst nicht alles.

Kurzfassung:
Was: LIS Corner, Frankfurter Buchmesse
Wann: 10.-14. Oktober 2012
Wo: Halle 4.2., M451
Mehr Infos: http://liscorner.wordpress.com/

VIVO ist eine Software

VIVO ist – praktisch betrachtet – erst einmal eine Open-Source-Software, die es zu installieren gilt. Alle Features aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen. Daher verweise ich für genauere Informationen noch einmal auf das Wiki. Ich möchte nur einen kleinen Eindruck geben und zum Selbstentdecken anregen.

Auf der Sourceforge-Projektseite heißt es:

VIVO is a semantic web project built on the Jena semantic web framework, and is an application to facilitate the discovery of researchers and collaborators across the country and internationally.

Der Benutzer-Oberfläche und das Backend sehen folgendermaßen aus:

Beispielseiten für Personenprofile:

VIVO bietet Visualisierungen der Forschungsaktivitäten. Im Profil von David Alan Easley kann man zum Beispiel drei Visualisierungstools entdecken. Das Co-Author-Network, die Map of Science und das Co-Investigator-Network. Anklicken und entdecken! Wer nur einen Schnappschuss haben möchte:

Die Anweisung „Interact“ gilt natürlich nur für die entsprechende Applikation.

Morgen geht’s weiter mit dem VIVO-Netzwerk.

Do Bad Things Happen When Works Enter the Public Domain? Nein.

Passend zu der hübschen Visualisierung der Nutzungslücken (hatten wir hier auch schon) haben Christopher J. Buccafusco und Paul J. Heald ein Paper veröffentlicht mit dem schönen Titel „Do Bad Things Happen When Works Enter the Public Domain?: Empirical Tests of Copyright Term Extension“. Untersucht wurde die Nutzung und Bewertung von Audiobooks innerhalb und außerhalb der Public Domain. Abstract:

The international debate over copyright term extension for existing works turns on the validity of three empirical assertions about what happens to works when they fall into the public domain. Our study of the market for audio books and a related human subjects experiment suggest that all three assertions are suspect. We demonstrate that audio books made from public domain bestsellers (1913-22) are significantly more available than those made from copyrighted bestsellers (1923-32). We also demonstrate that recordings of public domain and copyrighted books are of equal quality. While a low quality recording seems to lower a listener’s valuation of the underlying work, our data do not suggest any correlation between that valuation and legal status of the underlying work. We also report important pricing data.

Hier geht’s zum Volltext.

[via @OKFN]

Was ist VIVO?

Immer häufiger wird VIVO in Bibliothekskreisen erwähnt. Zum Beispiel hier im Blog vor einigen Monaten, als ich nach der korrekten Übersetzung des deutschen Fakultätsbegriffes ins Englische suchte. [1]Ich verwende provisorisch „College“ für Fakultäten und „Academic Department“ für die Abteilungen und Fachbereiche in den Fakultäten. Einsprüche, Widerworte und … Continue reading Oder in Lambert Hellers „Prognose zur Ausbildung von Social Networking-Diensten für Wissenschaftler als öffentliche (oder öffentlich cofinanzierte) Infrastruktur“.

Was ist VIVO? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Denn VIVO umfasst verschiedene Komponenten. Auf der Projektwebseite heißt es:

VIVO enables the discovery of researchers across institutions. Participants in the network include institutions with local installations of VIVO or those with research discovery and profiling applications that can provide semantic web-compliant data. The information accessible through VIVO’s search and browse capability will reside and be controlled locally, within institutional VIVOs or other semantic web-compliant applications.

VIVO bezeichnet also:
a) Lokale Installationen (an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen), und
b) ein Netzwerk, das aus diesen lokalen Installationen gebildet wird

Dazu kommt noch, als ganz wesentlicher Bestandteil,

c) die VIVO-Ontologie.

Und noch einiges mehr. Im VIVO-Wiki sind die Komponenten ausführlicher aufgelistet:

  • VITRO is the semantic web tool kit and ontology editor that provides a foundation for VIVO
  • VIVO Core are the central applications that make a particular instance of VIVO work
  • VIVO Harvester is a semantic web extract-translate-load (ETL) tool for getting data from source systems and providing it to VIVO.
  • VIVO Visualizations provide visual display of VIVO data
  • VIVO Connectors provide access to VIVO data to external software
  • VIVO Projects are additional efforts to provide additional functionality for VIVO. Some software will become part of the VIVO core, while other projects will result in stand-alone applications that use VIVO as a supporting data infrastructure.
  • Virtual Appliances provide easy-to-install instances of VIVO for development and testing purposes

Da VIVO in Zukunft häufiger thematisiert werden könnte, möchte ich in dieser Woche ausgewählte Komponenten kurz und ebenso lücken- wie bruchstückhaft vorstellen. Einen Überblick über das gesamte System gibt es aber schon hier:

Morgen gibt es einen kurzen Einblick in die Oberflächen der lokalen Installation.

References

References
↑1 Ich verwende provisorisch „College“ für Fakultäten und „Academic Department“ für die Abteilungen und Fachbereiche in den Fakultäten. Einsprüche, Widerworte und Verbesserungsvorschläge bitte sehr gerne in die Kommentare oder per Mail an mich! Eine Bestätigung würde ich natürlich auch gerne hören.

"Messung der Zufriedenheit von Studierenden der Fakultät Wirtschaft und Informatik der Hochschule Hannover mit der Hochschul-Zentralbibliothek"

Busse, Alina ; Henschke, Manuel ; Klaffki, Juliane ; Wierzbowska, Justina: Messung der Zufriedenheit von Studierenden der Fakultät Wirtschaft und Informatik der Hochschule Hannover mit der Hochschul-Zentralbibliothek

Abstract:

In der vorliegenden Arbeit wird die Zufriedenheit von Studierenden mit der Hochschul-Zentralbibliothek (HZB) der Hochschule Hannover untersucht. Es wird überprüft, inwieweit Alter, Semesteranzahl und Geschlecht der Befragten einen Einfluss auf die Zufriedenheit mit der HZB haben. Des Weiteren besteht ein Aspekt der Untersuchung aus der Einschätzung der Wichtigkeit einzelner Faktoren aus Sicht der Studierenden, welcher bei den praktischen Implikationen zum Tragen kommt.

Die Literaturrecherche machte deutlich, dass bereits diverse Umfragen von Bibliotheken zur Zufriedenheit der Nutzer stattgefunden haben. Wenige Umfragen richten sich jedoch direkt an Studierende. Da der Leistungskatalog von Bibliothek zu Bibliothek variiert, muss der Fragebogen an die konkreten Rahmenbendingungen der HZB angepasst werden.

Mit der vorliegenden Arbeit werden Aussagen über die Zufriedenheit und Wichtigkeit der einzelnen Faktoren aus Studierendensicht getroffen. Mittels eines elektronischen Fragebogens werden die Studierenden der Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik, hierunter die Abteilungen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik, der Hochschule Hannover befragt, von denen 116 den Fragebogen beantwortet haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ergebnisse die aufgestellten Hypothesen nicht unterstützen. Es liegen keine signifikanten Ergebnisse vor und es bestehen keine Zusammenhänge zwischen Alter, Geschlecht oder Semesterzahl mit der Zufriedenheit der Studierenden. Die Auswertung der Wichtigkeit verdeutlicht, dass keines der abgefragten Kriterien besonders negativ beurteilt wurde während es gleichzeitig für die Studierenden von großer Wichtigkeit ist.

Eins der Ergebnisse war auch, dass die Mitarbeiter der Zentralbibliothek als freundlich und kompetent bewertet werden.

Die Studie wurde von BWL-StudentInnen unabhängig von der Bibliothek durchgeführt, die sich u.a. an der Online-Befragung durch das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU Berlin im Jahre 2009 orientiert haben.

Hier geht’s zum Volltext.

100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek

Anlässlich der Gründung der Deutschen Bücherei in Leipzig am 3. Oktober 1912 zeigt der MDR heute um 20:45 Uhr die dreißigminütige Sendung „Der Bücherturm – 100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek“

Sie ist zum Sammeln verdammt – per Gesetz und weltweit. Täglich gehen bei der Deutschen Nationalbibliothek 1.400 Bücher und Tonträger ein. Ständig muss erweitert, vergrößert, angebaut werden. In der Dokumentation geht es um die turbulente Historie, aber auch und vor allem um das lebendige Heute: das staunenswerte Innenleben der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.

Podiumsdiskussion: „Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft“

Am 23. Oktober 2012 um 18 Uhr findet in der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Open Access Week 2012 zum Thema „Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft“ statt.

Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Verlagswesen werden darin die Themenfelder Open Access, Web 2.0 und die dauerhafte Zugänglichkeit von Forschungsdaten unter dem Titel „Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft“ thematisieren.

Weitere Informationen:
http://www.ibi.hu-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/open_access