Paul Mawhinneys Musikarchiv steht zum Verkauf


The Archive from Sean Dunne on Vimeo.

Paul Mawhinney löst seine Sammlung musikalischer Tonträger (eine der größten der Welt) auf, da er nicht mehr für den Unterhalt aufkommen kann.

Every genre of American music is represented: rock; jazz; country; R&B; blues; new age; Broadway and Hollywood; bluegrass; folk; children’s; comedy; Christmas, and more. No other collection in the world – publicly or privately held – even comes close.

Im ersten Anlauf hat er keinen Käufer gefunden, obwohl er einen sehr moderaten Preis für diese einzigartige Sammlung verlangt. Am liebsten würde er die Sammlung so verkaufen, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird:

The History of American music belongs in a museum or a library; a place where people who love music and have an interest in history and popular American culture can look, listen, touch, read and appreciate this legacy for future generations. It could be part of a stand-alone music museum, a major exhibit in an existing museum, or the basis of a university music library. Cleverly arranged and displayed, and surrounded by additional cultural memorabilia, the collection could even become a tourist attraction.

Although, as the new owner, you are free to do as you please with the collection, We’d love to find a buyer who will keep the collection intact (other than to sell duplicate copies, if so desired) and to keep the music alive for the enjoyment and music lovers, now and for years to come.

If you represent a museum, library, university, or charitable foundation, or you’re a philanthropist interested in purchasing the collection and donating it, please contact the owner’s representatives for more information, pricing and a personal on-site inspection.

Es ist zu hoffen, dass die Sammlung in ein Land wandert, in dem die Copyrightfristen nicht nach ad infinitum verlängert werden, sobald Micky Maus gemeinfrei zu werden droht.

[via nom nom nom]

Älteste Bibelhandschrift online

Die UB Leipzig stellt die älteste Bibelhandschrift in Netz! Ab Donnerstag sind die Seiten des Codex Sinaiticus aus dem 4. Jahrhundert online.

An der Leipziger Universitätsbibliothek wurden in Zusammenarbeit mit Microsoft und Realisierungspartner Xplain 43 der in Leipzig befindlichen Blätter der Bibel digitalisiert. Weitere Blätter befinden sich in der British Library in London, im Katharinenkloster auf dem Sinai und in der Russischen Nationalbibliothek St. Petersburg.

[via leipzig-seiten.de]

Google digitalisiert Stadtbibliothek von Lyon

Lyon hat Google für die Digitalisierung ihrer Gemeindebibliothek ausgewählt. Es ist die erste französische Stadt, die sich einer Privatfirma anvertraut, anstatt die Verwirklichung der digitalen europäischen Bibliothek abzuwarten. „Die europäischen Fonds sind selten. Wenn wir eine öffentliche Initiative abgewartet hätten, würden wir in 20 Jahren immer noch warten“, erklärte Bürgermeister Gerard Collomb (PS) seine Initiative.

[via derstandard.at]

Umgang mit korrigierten Artikeln in Verlagsarchiven

Christiane Schulzki-Haddouti macht sich Gedanken über die Nachhaltigkeit von Informationen, die in privatwirtschaftlichen Pressearchiven aufbewahrt werden. Aktueller Anlaß ist die Öffnung des Spiegelarchivs, in dem jedoch nicht alle Artikel enthalten sind. Umstritten ist wohl der über den Reichstagsbrand (dazu der Nachrichtendienst für Historiker), und schon entfernt ist der über die Barschelaffäre (dazu Robert Leicht bei Zeit Online).

Es stellt sich die Frage, wie sich der Umgang mit Online-Medienarchiven entwickeln wird. Ist eine Entfernung überhaupt zu rechtfertigen? Wird damit nicht auch ein Stück Mediengeschichte manipuliert? Online sind schnell ein paar Bits gelöscht – eine Entfernung aus einem Print-Archiv würde aber ernstlich niemand anstreben wollen.

Das wäre wohl auch alles andere als einfach, mal eben einen Spiegelartikel aus allen Bibliotheken verschwinden zu lassen.

Niggemann Vorsitzende der European Digital Library Foundation

Wie das Börsenblatt berichtet übernimmt die Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek, Elisabeth Niggemann, den Vorsitz der European Digital Library Foundation.

Die von der Konferenz der Europäischen Nationalbibliothekare (CENL) gegründete Stiftung soll die Kooperation kultureller Einrichtungen Europas fördern und deren Kulturgüter digital verfügbar zu machen.

PDF/A Quick Master

In der aktuellen c’t, die wie immer ihren Preis mehr als wert ist, findet sich ein Hinweis auf den PDF/A Quick Master, dass über den Druckbefehl aus jeder beliebigen Anwendung heraus PDF/A-Dateien [erzeugt], die nach ISO 19005 vor allem der Langzeitarchivierung von Daten dienen; verwendet vordefinierte PDF-Einstellungen, die jedoch auch in den wichtigsten Variablen konfigurierbar sind.

Da es nur für Windows verfügbar ist, konnte ich es leider noch nicht testen.

Miro

Joost TV ist ein Versuch, Fernsehen ins Internet zu transportieren. Und nun ist Miro angetreten, dies besser zu machen. Unter dem Motto „Better than Joost“ wird u.a. aufgelistet:

Miro Joost
Open to any creator or publisher via RSS, direct download, or free hosting. Must be selected by Joost, must sign contract.
No tracking of what is downloaded or watched. All users are required to register and sign in. Every video a user watches is tracked and recorded.
No DRM. All content has DRM.

Abgesehen davon bietet Miro High Definition, mehr als 10x so viele Kanäle, und noch einige weitere Vorzüge. Und – schwupps – gibt es auch schon ein deutschsprachiges Miro-Blog.