Welchen OA-Server hätten Sie gerne?

Eine hübsche kleine Service-Leistung liefert The Depot, ein Open-Access-Repository an der University of Edinburgh. Zum Depot:

The purpose of the Depot is to enable all academics worldwide to share in the benefits of open access exposure for their research outputs. The Depot is provided as an international facility geared to support the policies of universities and national funding agencies towards Open Access, aiding policy development in advance of a comprehensive institutional archive network.

Wer dort eine Publikation veröffentlichen will, bekommt (je nach IP-Netz) eventuell den jeweils lokal ansässigen Dokumentenserver vorgeschlagen. So sieht das aus:

Google Wave für Bibliothekare

Ivan Chew, der Rambling Librarian, hat sich Google Wave genauer angesehen und dabei interessante Möglichkeiten für die Anwendung im Bibliotheksumfeld ausgemacht.

Sein Fazit:

Perhaps it’s not an exaggeration to say the Google Wave demo is a sign of a coming digital tsunami.

We can surf the wave or go under.

Ob es wirklich so dramatisch wird, bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz sollten sich Bibliothekare Google Wave genau ansehen und z.B. über eine Anbindung an Publikationssysteme nachdenken.

Ideen und Entwickler gesucht: Open Book Widget

John Miedema freut sich über 1000 Downloads seines Open Book Widgets. Gleichzeitig läd er zur Mitarbeit ein:

What is most compelling is that OpenBook is free and open source — the entire codebase is available for inspection and innovation by the library world. To facilitate that sharing, I invite you to join a conversation that is starting about open source book widgets. No techie experience required, only an interest in book widgets, those little interfaces for sharing book data. Join our discussion list. Edit our wiki. Or just have a peek. More information to follow later.

Dem Aufruf möchte ich mich anschließen. Entstehen kann im Idealfall eine Programmbibliothek, die Zugriff, Verbreitung und Verarbeitung bibliographischer Daten im Web einfacher und gebräuchlicher macht. Das Projekt befindet sich noch ganz am Anfang. Einflußnahme auf die Ziele und die Struktur sind also noch möglich und sogar erwünscht.

Mememoir

Wiedermal ein heißer Tipp von Bernie Sloan via Dig_Ref. Er macht auf ein Wikikonzept aufmerksam, in dem jedes Zeichen mit einem Autoren verknüpft ist. Dies soll das Problem der Autorenschaft bei der kooperativen Arbeit an Dokumenten lösen:

Reporting in Nature Genetics, scientist Robert Hoffmann develops the first Wiki where authorship really matters. Based on a powerful authorship tracking technology, this next generation wiki links every word to its corresponding author. This way readers can always know their sources and authors receive due credit.

Wie’s funktioniert, kann man auch in diesem Filmchen erfahren.

Links

Bibforge – Sourceforge für Bibliothekswesen

Es gibt Blogs, bei denen man beim Lesen kein Wort übersehen darf. Der Jakoblog gehört eindeutig dazu. So ganz nebenbei fällt in einem Posting zur Verwaltung von Normdaten der mir bislang nicht geläufige Begriff “Bibforge”. Ein Klick darauf, und man landet in einem Blog, das Hinweise auf Serverinstallationsarbeiten gibt. Es scheint in Richtung Sourceforge für Bibliothekssoftware zu gehen. Näheres erfährt man in dieser Präsentation, auf die ein anderer Christian im Kommentar zu Jakobs Posting aufmerksam machte.

Noch ein Wissensportal

Nachdem seit dem Wochenende das angekündigte Wissensportal von Google mit dem Namen “Knol” diskutiert wird, tritt nun auch die Spiegel-Gruppe mit eigenen Plänen für eine Wissensplattform an die Öffentlichkeit.
So sollen ab dem nächsten Frühjahr unter “wissen.spiegel.de” Inhalte unterschiedlicher Quellen, wie z.B. Wikipedia, der Bertelsmann Lexika und Wörterbücher oder auch die Inhalte von Spiegel.online, kombiniert werden. Partner ist die Bertelsmann Tochter Wissen Media Group.

Nun bleibt abzuwarten, welche weiteren Wissensportale in nächster Zeit angekündigt werden.

[via heise online]

OPML, oder: Bibliotheken als Organisatoren wissenschaftlicher Kommunikation

Die Rolle der Bibliothek in der näheren und weiteren Zukunft wird ständig hinterfragt. Bei jedem medialen Umbruch (Radio, Fernsehen, Computer, E-Books) wird das Ende des Buches und somit auch der Bibliotheken als Ort der aktuellen wissenschaftlichen Kommunikation prophezeit. Um es mal aus der Perspektive der Bibliothek zu sagen: Bisher konnten wir unseren Hals ganz gut aus der Schlinge ziehen. Dies war unter anderem möglich, weil neue Medien schnell in das bisherige Konzept des Sammelns und Verteilens eingegliedert werden konnten. Die Bibliotheken waren und sind dabei Getriebene technischer Neuerungen, von ihnen ging und geht dabei kein Impuls zur Veränderung aus. Dies muss nicht so bleiben.
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Probleme des nigerianischen Bibliothekssystems

in einem Artikel auf AllAfrica.com schreibt Uthman Abubakar über das Nigerias Bibliothekssystem: Nigeria’s Library System – is It Collapsing Or Transforming?

Prinzipiell sind es die gleichen Schwierigkeiten wie im hiesigen System, die dort erwähnt werden:

“In the entire library system, university libraries have better funding generally. They were well funded previously by the National Universities Commission (NUC),” Professor Doris Bozimo, the Ahmadu Bello University Librarian, recalled, lamenting, “But because of this foreign exchange we are now experiencing, we find that whatever amount of Naira we have, by the time we change it to Dollars or Pounds, we get very few books, and right now, there is very little funding for university libraries, because Vice Chancellors are not even able to pay salaries.”

Die finanziellen Nöte sind also wesentlich ärger als hierzulande, also muss schneller nach Alternativen zur herkömmlichen Literaturversorgung gesucht werden:

The library now teaches the academic staff and postgraduate students the use of the various electronic resources. “We teach them the resources in their particular areas, and how to access materials in the fields where they can download full texts of journal articles.” Universities without donor agencies request to use the electronic resources possessed by those assisted by such agencies, because under the circumstances all university libraries in the country have to work together with mutual help. “University libraries in the country have formed a consortium so that we can work together. Anyone in need of anything can write to anyone that has it, and it will be provided.”

Der Themen-Komplex Open Access wird in dem Artikel leider nicht angeschnitten.

Siehe auch:
Grace Nok: The Challenges of Computerising a University Library in Nigeria : The Case of Kashim Ibrahim Library, Ahmadu Bello University, Zaria. – In: Library Philosophy and Practice Vol. 8, No. 2 (2006)

[via Net Gold]

LibWorld – Belarus

Alexey Skalaban is working as e-resources librarian in the National Library of Belarus, Minsk. He writes a blog for Belarusian Library Association, called “Librarians of Belarus: library weblog”. His blog is the only library related one in Belarus, so in this rather short episode of our LibWorld series he will introduce his own blog.
„LibWorld – Belarus“ weiterlesen

Ein Wiki-Roman

Konrad Paul Liessmann sieht Wikis als Nachfolger wissenschaftlicher Schreibkollektive in der DDR 1) Im Telepolisinterview: “Die besten Kopisten konnten nicht lesen”:

Schreibkollektive waren etwa eine große Errungenschaft der DDR-Wissenschaft. Das vergisst man heute alles. Ich besitze selbst Bücher aus dieser Zeit, in denen keine Namen von Autorinnen und Autoren genannt wurden, sondern nur etwa “Schreibkollektiv des Instituts XY der Universität Jena” oder so. Das ist also keine originäre Idee der neuen Medien, sondern war früher ein gesellschaftspolitisches Konzept – mit wenig Erfolg.

„Ein Wiki-Roman“ weiterlesen

References   [ + ]

1. Im Telepolisinterview: “Die besten Kopisten konnten nicht lesen”