Mikroformate für die Bibliothek

Mikroformate-Symbol

Dies ist ein weiterer Artikel aus der Reihe “Klein aber oho!”, in der leicht einzuführende Dienstleistungen (auch, aber nicht nur) für kleine Bibliotheken vorgestellt werden.

Was Mikroformate sind, haben wir ja schon, wie auch die Sinnfälligkeit der Integration in Bibliotheksseiten, erklärt. Wie macht man das nun? Dies sei am Beispiel von Adressdaten erklärt. Und kaum lässt man einen Artikelentwurf mal ein paar Wochen liegen, meldet sich auch schon jemand aus der Biblioblogosphäre und schleift das Thema ans Tageslicht. So geschehen im Jakoblog, nämlich hier, hier und hier. Jakob Voss geht es primär um bibliographische Daten, was natürlich auch das Ziel einer Mikroformatsimplementation sein sollte. Doch zuerst zu den Adressdaten…
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Marketingtrend: Twitter statt Second Life

Der Second-Life-Hype geht so langsam dem Ende entgegen. Endlich. Im Heise-Ticker ist zu lesen:

Produkte erfolgreich zu verkaufen sei auf dem virtuellen Marktplatz Second Life ebenso schwierig wie im echten Leben, stellt die Westküsten-Times fest. Erste Firmen überdenken ihre Pläne für den neuen Vertriebskanal und lassen vereinsamte Repräsentanzen als Mahnmal ihrer Erfolglosigkeit zurück. Eine Hotelkette macht ihren virtuellen Laden dicht und spendet das zurückgelassene Grundstück einer gemeinnützigen Organisation. Auch die Filialen anderer Unternehmen – darunter Dell und Sun Microsystems – leiden unter dem Desinteresse der Second-Life-Einwohner, während sich die zahlreichen Rotlichtbezirke großer Beliebtheit erfreuen.

Gibt es eigentlich schon eine halbwegs seriöse Evaluation der ganzen Bibliothekspräsenzen in Second Life?

Der Trend geht jetzt angeblich in Richtung Twitter. Noch ein Dienst, dessen Sinnhaftigkeit sich mir abseits eines eventuell vorhandenen Spaßfaktors absolut nicht erschließt.

BibTeX-Export und Bibsonomy-Links in ViBI

Der InfoWissBlog der Saarbrücker Informationswissenschaftler macht auf zwonullige Erweiterungen ihres OPACs aufmerksam: BibTeX-Export und Bibsonomy-Links in ViBI

ViBI generiert nun auch einzelne Datensätze im BibTeX-Format und bietet eine neue Möglichkeit, um Metadaten von Monografien einfach in das Social-Bookmarking-System Bibsonomy zu übernehmen. Dazu gibt es nun auch Links zur weiteren Recherche zu Google Books, WorldCat, Google Scholar, Wikipedia und Technorati. Außerdem wurde die Ausgabe mit zusätzlichen Metadaten angereichert, um die automatische Übernahme in das Literaturverwaltungsprogramm Zotero (Firefox-Plugin) zu erleichtern.

Beispielhaft verlinkt sei hier dieser Titel. Außerdem neu ist ein RSS-Feed für Neuerwerbungen.

Freundeskreise für Bibliotheken

Annette Welling (Dipomkulturwirtin in Diensten des BDI) untersuchte in einer Studie die Förder- und Freundeskreise der Kultur in Deutschland. Teil ihrer Untersuchung waren auch Förder- und Freundeskreise von Büchereien/Bibliotheken und Archiven.

Kurz zusammengefasst fand sie heraus, dass diese Einrichtungen von allen Einrichtungen die kleinsten Förderkreise haben (35% haben max. 50 Mitglieder, bei den anderen Einrichtungen höchstens 17%), dass manche Bibliotheken den Förderern kostenlose Bücherbringdienste und andere Dienstleistungen anbieten, und dass Bibliotheken als einzige geförderte Institutionsgruppe die Wirkung der Dienstleistungen auf den Förderkreis als gering betrachten.

Annette Welling: “Förder- und Freundeskreise der Kultur in Deutschland”
In: Kulturmanagement & Kulturpolitik : die Kunst, Kultur zu ermöglichen / Hrsg.: Friedrich Loock; Oliver Scheytt. – Berlin : Raabe
ISBN: 3-8183-0525-0
Lieferung Juni 2007, F3.3, S. 1-18

Sie haben keinen Blog drauf

Thomas Brevik schrieb in seinem Artikel über die norwegische Biblioblogosphäre:

The blog I would really, really, like to see in the future is a personal blog from the director of the National Library.

Ein Anliegen, das auch mir nicht fremd ist. Ich habe darum mit Claudia Lux, Elisabeth Niggemann und Susanne Riedel drei exponierte Persönlichkeiten des deutschen Bibliothekswesens angeschrieben, um die sich leider nicht mehr reimende Gretchenfrage 2.0 zu stellen: Nun sag, wie hast du’s mit dem Bloggen? Du bist eine herzlich gute Frau, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.
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Ruf! Mich! An!

Rückansicht einer nackten Tänzerin; Pompejanische Wandmalerei

Öffentlichkeitsarbeit der etwas originelleren Art betreibt die Wienbibliothek. Für € 0,39 pro Minute kann man sich von einer Mitarbeiterin Texte von H. C. Artmann, Annemarie Weber, Gottfried Keller oder Ferdinand Lasalle aus der Erotika-Sammlung “Secreta” vorlesen lassen. Die Aktion läuft bis zum 31. Mai, die Telephonnummer erfährt man, wenn man einen der untenstehenden Artikel anklickt. Auf der sehr unübersichtlichen Seite der Bibliothek selbst habe ich leider nichts zu dieser Aktion finden können.

Quellen: Standard, Dolomiten.it und Yahoo-News.

Danke an Christian und Thea für die Hinweise!

Klein, aber oho: Innovative Dienstleistungen für kleinere Bibliotheken

In großen akademischen und öffentlichen Bibliotheken entstehen häufig große und manchmal auf großartige Projekte, die den Bibliotheksnutzern das Leben leichter machen oder neue Dienstleistungen näher bringen sollen. Doch auch kleinere Bibliotheken können, häufig mit nur geringem Aufwand, neue und nachhaltig nutzbare Dienstleistungen für ihre Nutzer erbringen. In loser Folge sollen hier bei Infobib ein paar Ideen vorgestellt werden. Einige davon sind schon in Edlef Stabenaus Netbib-Kategorie Pimp My Pica oder anderswo in der Biblioblogosphäre zu finden.

Zwerg by Grimi

Sämtliche Artikel zu diesem Thema werden mit einem speziellen Tag versehen: Klein aber oho!

Spielerische Bibliothek

Dave schlägt in Selfplagiarism is a style vor, für Bibliotheksschulungen eine Art Bibliotheksspiel zu erfinden. Punkte gäbe es für:

1) bringing a book back on time
2) bonus points for returning a book that fulfils a hold request
3) borrowing a book
4) bonus points for borrowing a book that’s previously had low circulation or not been borrowed recently
5) bonus points for borrowing a book that’s outside of your normal borrowing subject areas
6) using the automated systems for renewing books (e.g. OPAC or telephone renewal system)
7) using the other services provided by the library (e.g. electronic resources)
8) visiting the library

Abzug für:

1) bringing a book back late
2) not paying fines promptly
3) breaching the library policy on acceptable behaviour

Klingt nach einer guten Idee, auch und besonders für Öffentliche Bibliotheken. Ich kann mir schon vorstellen, dass sich zumindest einige Schüler und Studenten auf die Jagd nach der “High Score” begeben. Man könnte auch Preise ausloben, vielleicht in Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen.

Berichterstattung über Open Access

Silicon.de berichtet über die Initiative der EU zur Förderung von Open Access (vgl. Netzpolitik, Archivalia und Verweisungsform). Von einer ausgewogenen Berichterstattung kann keine Rede sein, die Argumentation der Verlagsseite wird kritiklos übernommen. Dies ist in vielen Zeitungen der Fall, und hier wird deutlich, wie wichtig eine gut organisierte Öffentlichkeitsarbeit pro Open Access ist.
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