Google stellt APIs um

Google stellt verschiedene APIs um. Manche werden auch eingestellt und teils durch neue APIs ersetzt. So wird zum Beispiel die Google GData Books API am 1. Dezember 2011 zurückgezogen und soll durch die Books API ersetzt werden. Die Google Blog Search API hat ebenso wie die Google Translate API schon am 26. Mai den Dienst eingestellt:

Important: The Google Translate API has been officially deprecated as of May 26, 2011. Due to the substantial economic burden caused by extensive abuse, the number of requests you may make per day will be limited and the API will be shut off completely on December 1, 2011. For website translations, we encourage you to use the Google Translate Element.

Weitere Informationen in der Ankündigung im Google Code Blog, Kommentarunmut inklusive.

[via Coffee|Code]

Mobile Web-Apps statt nativer Apps für Smartphones

Chris Cameron erläutert bei ReadWriteWeb, warum es attraktiver ist, Web-Dienste zu entwickeln statt Apps für spezielle Plattformen (z.B. Android oder iOS).

The first is the simplicity of the coding itself. […] Developers can use HTML, CSS and JavaScript to create Web apps instead of learning new languages to code native applications.

Schon die Programmierung wird für viele Bibliotheken ein KO-Kriterium sein, dass plattformspezifische Apps fast unmöglich macht.

Secondly […], the mobile Web market is much larger than native applications markets.

Kurz: Welche Plattform auch immer, ins Web kann man auf allen. Also viele Fliegen mit einer Klappe.

The third and possibly most important reason developers should be attracted to mobile Web apps is that the Web is an open platform. Developers don’t have to spend weeks on an application only to see it rejected for increasingly strange reasons. Steve Jobs can’t censor the Web like he can the iPhone, and there is no waiting for applications to be approved.

Für mich persönlich ausschlaggebend, für Bibliotheken vielleicht nicht. Wobei es durchaus denkbar ist, dass die eine oder andere Bibliothek Inhalte anbieten könnte, die im Jobschen Sinne moralisch zweifelhaft sind.

HTML 5 vs. Flash, H.264 vs. Theora

HTML 5 ist (oder wird?) eine Weiterentwicklung von HTML. Eine der Zielsetzung bei der Entwicklung war es, “Schnittstellen zur Arbeit mit verknüpften Multimediainhalten zu schaffen” (Wikipedia). ReadWriteWeb sagt nun schon etwas vollmundig den Untergang von Flash voraus.

Fakt ist: Videos können mit HTML 5 einfacher eingebunden werden als zuvor. Wer sich für die Technik interessiert, mag sich mal den Quelltext dieses Demos ansehen.

Ein anderes schönes Anwendungsbeispiel für HTML 5 ist die HTML 5 Drum Machine von Random Thinking. Damit kann man mit ein bißchen herumklicken zum Beispiel sowas komponieren. Eigenkompositionen werden in den Kommentaren gerne entgegen genommen!

Auch Youtube setzt auf HTML 5. Leider zeitgleich auch auf auf den proprietären (und kostspieligen) Video-Codec H.264 statt eines offenen Formats wie z.B. Theora. Daher bleibt der Firefox erst einmal ausgeschlossen. Dies widerspricht übrigens der offiziellen Google-Politik in Sachen “offene Standards”:

Open will win. It will win on the Internet and will then cascade across many walks of life: The future of government is transparency. The future of commerce is information symmetry. The future of culture is freedom. The future of science and medicine is collaboration. The future of entertainment is participation. Each of these futures depends on an open Internet.

File under “Sonntagsrede”? Mal sehen, was sich nun entwickelt. Die Reaktionen der Youtube-Fans scheinen größtenteils nicht besonders begeistert auszufallen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Youtube freiwillig auf geschätzte 25-30% der Surfer verzichten möchte. Verbreitung = Werbung = Geld. Eine einfache Rechnung, die den Google-Verantwortlichen auch schon durch den Kopf gegangen sein wird.

Infobib ist nun mobil!

Man regt höflich die Entfernung eines Plugins an. Was geschieht? Man weckt Erwartungen. Aber wie das im Bibliothekswesen so üblich ist: Innovationen erledigen wir um Vorübergehen. Wer also auch unterwegs nicht auf Infobib verzichten kann, kann es nun dank WP Mobile Pack auch komfortabler nutzen.

Sieht zumindest auf den mir von Edlef geschickten Screenshots so aus.

Programmieren im Wiki

Michael Hielscher und Christian Wagenknecht haben eine Mediawiki-Erweiterung namens Programming Wiki erstellt. Dazu Beat Döbeli:

Warum mich das alles so fasziniert: Es erweitert die Mächtigkeit von Wikis. Was ist daran so toll? Wer nichts von dieser Extension weiss, wird nicht durch deren Existenz verwirrt, es bleibt ein Wiki. Wer aber die Möglichkeiten kennt, kann damit vieles machen. Getreu dem Motto: Low floor, high ceiling.

Diese Extension lässt sich vermutlich nicht nur für die Lehre einsetzen. Ein Anwendungsfall ist z.B. die Pinnwand. Das ist doch eine hervorragende Startseite für ein internes Wiki! Bislang werden folgende Sprachen unterstützt:

* JAVA
* SQL
* Scheme
* Prolog
* Pascal
* JavaScript
* XSLT
* XQuery
* XPATH

Das sollte doch für erste, zweite und dritte Schritte reichen.

Ideen und Entwickler gesucht: Open Book Widget

John Miedema freut sich über 1000 Downloads seines Open Book Widgets. Gleichzeitig läd er zur Mitarbeit ein:

What is most compelling is that OpenBook is free and open source — the entire codebase is available for inspection and innovation by the library world. To facilitate that sharing, I invite you to join a conversation that is starting about open source book widgets. No techie experience required, only an interest in book widgets, those little interfaces for sharing book data. Join our discussion list. Edit our wiki. Or just have a peek. More information to follow later.

Dem Aufruf möchte ich mich anschließen. Entstehen kann im Idealfall eine Programmbibliothek, die Zugriff, Verbreitung und Verarbeitung bibliographischer Daten im Web einfacher und gebräuchlicher macht. Das Projekt befindet sich noch ganz am Anfang. Einflußnahme auf die Ziele und die Struktur sind also noch möglich und sogar erwünscht.

Bibforge – Sourceforge für Bibliothekswesen

Es gibt Blogs, bei denen man beim Lesen kein Wort übersehen darf. Der Jakoblog gehört eindeutig dazu. So ganz nebenbei fällt in einem Posting zur Verwaltung von Normdaten der mir bislang nicht geläufige Begriff “Bibforge”. Ein Klick darauf, und man landet in einem Blog, das Hinweise auf Serverinstallationsarbeiten gibt. Es scheint in Richtung Sourceforge für Bibliothekssoftware zu gehen. Näheres erfährt man in dieser Präsentation, auf die ein anderer Christian im Kommentar zu Jakobs Posting aufmerksam machte.