Abbyy Finereader Professional: fehlerhaftes PDF/A und schlechter Support

Update: Die Ursache des Bugs liegt nicht bei Abbyy. Mehr Infos gibt es hier:
Abbyy Finereader: Guter Support und bald auch korrektes PDF/A

Abbyy wirbt mit PDF/A-Export für den Abbyy Finereader Professional, schon ab Version 8.1. Der PDF/A-Export ist jedoch fehlerhaft.
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Green Library Blog

Die grüne Bibliothek hatten wir hierzublog ja schon das eine oder andere Mal. Diesem Thema hat Gerry McKiernan erfreulicherweise nun ein ganzes Blog gewidmet: The green library blog.

The Green Library blog is devoted to documenting significant activities, events, literature, and projects that focus on “ … increasing the efficiency with which buildings use resources — energy, water, and materials — while reducing building impacts on human health and the environment during the building’s lifecycle, through better siting, design, construction, operation, maintenance, and removal“ of and by libraries.

[via Web4Lib]

Gerüchte über Suchmaschine von Apple

Bei Techcrunch wird über Gerüchte gemutmaßt, dass Apple eine eigene Suchmaschine bauen wollen. Die Gerüchte werden dort für unwahrscheinlich gehalten. Auch, weil es keine wahrnehmbaren Abwerbeversuche von Suchmaschinenexperten gegeben hat. Oder diese zumindest nicht recherchiert werden konnten. Die techcrunchige Vermutung geht daher weniger in den Aufbau einer eigenen Suchmaschinentechnologie:

Here’s what we think is really going on: Apple doesn’t like the search experience on its mobile devices, and may be building a radically different user experience which is much more visual than exists today. It will likely still be powered by Google results, but Apple may present it in a very different way that suits mobile users much better.

Damit würde Apple versuchen, die eigene Stärken (Usability und Design) in ein neues Produkt umzusetzen. Was auch für mich wahrscheinlicher klingt, als eine komplett neue Suchmaschine, die auch Apple nicht mal eben aus dem Ärmel schüttelt.

E-LIS mit E-Prints 3.0

E-LIS – the open archive for Library and Information Science wird vom 17. bis zum 21. November nicht zur Verfügung stehen, da ein Upgrade der Repository-Software E-Prints ansteht. Unter den Features von E-prints 3.0 wird u.a. aufgelistet:

  • Time saving deposits
  • Import data from other repositories and services
  • Autocomplete-as-you-type for fast data entry

Gerade Verbesserungen für Autoren sind dringend notwendig gewesen. Wie das ungefähr aussehen wird, kann man auf dem Demo-Server ausprobieren.

Die Nachricht ging über verschiedene Mailinglisten, aber auf der E-Lis-Seite selbst kann ich keinen Hinweis entdecken.

Flickr und Delicious in der Bibliothek der FH Hannover

Die Bibliothek der FH Hannover nutzt jetzt Delicious und Flickr.

Delicious wird für die „Virtuelle Teilbibliothek“ eingesetzt. Als Beispiel sei hier die Virtuelle Teilbibliothek Maschinenbau genannt. Siehe auch hier.

Und hier geht’s zum Delicious-Account der Bibliothek.

Flickr kommt momentan zum Einsatz für Bilder aus dem Nachlass Wilhelm Meier. Dort gibt es eine Diashow mit hübschen Bilder vom Bau des jetzigen Fachhochschulgebäudes 1958. Siehe auch hier.

Hier geht’s zum Flickr-Account der Bibliothek.

Neubau 041

Das ist übrigens mein Lieblingsbild aus der Sammlung.

Bei Interesse würde ich die einzelnen Schritte und Überlegungen beim Einsatz der Dienste genauer darlegen. Falls Interesse besteht, bitte einfach im Kommentarfeld melden.

Finanzkrise und Bibliothekwesen

Auch Mark Buzinkay macht sich Gedanken über die Finanzkrise und die Folgen für das Bibliothekswesen. Dabei ist vieles, das auf der Stelle einleuchtet. Eingehen werde ich hier jedoch auf ein paar der weniger offensichtlichen Punkte:

3. Das Finanzmanagement wird nun endgültig professionalisiert. Veranlagung von Geldern, oft nicht mit dem heutigen Risiko-Bewußtsein durchgeführt, ist Schnee von gestern. Das bedeutet aber auch, dass die Betriebswirtschaft in Bibliothekskreisen weiter an Bedeutung zunehmen wird, zumindest auf der Führungsebene. Das wird auch Auswirkung auf die Profile künftiger BibliotheksleiterInnen haben.

Kann ich mir nicht vorstellen, halte ich auch nur begrenzt für sinnvoll. Welchen Einfluß hat denn die Führungsebene einer Bibliothek tatsächlich auf ihr Budget? Mit ein bißchen Lobbyarbeit beim Träger kann man es ein wenig hochschrauben. Es geht aber doch hauptsächlich um die Verwaltung eines relativ festen Budgets. Um dabei nach innovativen und effektiven Wegen zu suchen, ist meines Erachtens kein BWL-Schwerpunkt im Studium notwendig. Die Führungsebene zumindest von wissenschaftlichen Bibliotheken sollte erst einmal bibliothekatische Kernkompetenzen abdecken. Wenn dann noch Luft bleibt für BWL: gerne.

5. Könnte also die Krise eine Chance für Open Access sein, endgültig den Durchbruch zu schaffen? Das scheint mir nicht abwegig, zumindest bei jenen Zeitschriften, die über eine gute Qualität verfügen. Für die Bibliothek würde das bedeuten, zumindest einige gute Quellen als Alternative zu nicht mehr leistbaren Zeitschriften unentgeltlich anbieten zu können. In einigen wissenschaftlichen Bibliotheken ist das bereits Realität. Das dürfte sich noch weiter verstärken.

Im Prinzip ja, aber… leider bestehen etliche Wissenschaftler darauf, genau diese und jene Information haben zu wollen. Für Haus- und andere Studienarbeiten trifft die Vermutung sicherlich zu, für die Forschung nur sehr begrenzt. Der Druck könnte höchstens auf anderem Wege erfolgen. Wenn die Bibliotheken jetzt deutlich machen, dass es finanziell finster wird, können eventuell mehr und mehr Wissenschaftler für OA gewonnen werden. Dies hat dann langfristig zur Folge, dass immer weniger Toll-Access-Artikel benötigt werden.

6. Kostenreduktion durch Open Source? Ebenfalls eine interessante Alternative – weg vom kostenpflichtigen Lizenzmodell hin zu kostenlosen Lösungen. Letzteres ist aber nicht kostenfrei, da auch die Implementierung und Anpassung an die eigene Systemarchitektur Know-how und Zeit erfordert. Wer das zur Verfügung hat, kann sich glücklich schätzen. Der Run auf BibliothekarInnen mit IT-Background ist längst fällig. Die Krise könnte also zu einer Modernisierung von Bibliotheken von innen heraus führen. Hier mal ein gutes Verzeichnis von Open Source Produkten…

Es ist ja gängige Meinung, dass Open Source im Prinzip genauso viel kostet wie „gekaufte“ Software. Aber wenn man das Geld schon ausgibt, kann man sich dafür wenigstens Know-How ins Haus holen. Also, IT-Bibliothekare: Es brechen goldene Zeiten an. Aber glaubt bloß nicht, für Euch würde man den TV-L mal etwas großzügiger auslegen. ;o)

7. Alternative Web 2.0: wer keine Wissens- und Zeitressourcen im Team hat, der kann sich auf vielen Gebieten auch mit Web 2.0 Diensten behelfen. Hier meine ich nicht nur Zusatzdienste, die den eigenen Katalog mit Funktionen anreichern, sondern alles, was mit Software zu tun hat: Office Software, Kommunikation, Content Management, CRM, … Aber auch hier gibt es Risken: gerade in dieser Zeit der Umwälzung werden auch Web 2.0 Anbieter Opfer der Situation. Und das kann wieder auf die Bibliothek zurückfallen – also: vorausschauend evaluieren.

Neben dem Problem der Datensicherheit bleibt auch das des Datenschutzes. Nutzerdaten würde ich z.B. keinem Fremddienst anvertrauen. Aber viele Dinge lassen sich auf jeden Fall auf diese Weise „outsourcen“. Wobei es an dieser Stelle auch immer die Überlegung zu treffen gilt, ob es nicht eine bessere Open-Source-Desktop-Applikation gibt.

Insgesamt bleibt abzuwarten, ob es zu einer Krise im Bibliothekswesen kommt. Falls sie kommt, ist immerhin Potential vorhanden, sie auch als Chance zu sehen.

007 – Ohne Lizenz zum Aufführen

Da kann ich mir die Schadenfreude nicht verkneifen: 007 Vorpremiere wegen DRM-Fuckup abgebrochen:

«Unsere US-Partner hatten uns Passwörter für die Ausstrahlung des Films gegeben, da es ja die Vorpremiere war, aber die sind um 22 Uhr abgelaufen», zitiert das Online-Magazin Mediafax einen Kinovertreter. […] «Jetzt wissen wir, dass der Schutzmechanismus gegen Raubkopien funktioniert»

Zitat aus 20 Minuten.

Update: Ich habe dies Posting eindeutig etwas zu früh abgeschickt. Mir fallen gerade im Minutentakt schöne Titel ein. Mein Favorit bislang: „Ein Quantum Verstand“. Fällt noch jemandem was ein?

Finanzkrise = Bibliothekssterben?

Die Smart Bitches zitieren eine namentlich nicht genannte Zeitung aus Philadelphia, die über die Finanzkrise und daraus resultierende Löcher in den Kommunalkassen der USA berichtet. Die Folge sind Bibliotheksschließungen und Kürzungen der Öffnungszeiten.

Cutting 220 jobs throughout the city government, approximately one third of those layoffs will come from the library staff.

Unbedingt die Kommentare lesen!

Nebenbei bemerkt: Erst kürzlich las ich irgendwo (Hinweise, wo das gewesen sein könnte, werden dankbar angenommen), dass sich Finanzkrisen tendenziell eher gut auf die Bibliotheken auswirken würden. Das bezog sich dann wohl nur auf die Ausleihzahlen, nicht unbedingt auf die Ausstattung.

[via LISNews]