Document Freedom Day

Briefmarke: Just My 2 Cents For Document Freedom

Heute ist der Tag der Dokumentenfreiheit. Was es nicht alles gibt…

Document Freedom Day (DFD) is a global day for document liberation. It will be a day of grassroots effort to educate the public about the importance of Free Document Formats and Open Standards in general.

Complementary to Software Freedom Day, we aim to have local teams all over the world organise events on the last Wednesday of March. 2008 is the first year that Document Freedom Day is being called for, and we are looking for people around the world who are willing to join the effort.

DFD’s main goals are:

  • promotion and adoption of free document formats
  • forming a global network
  • coordination of activities that happen on 26th of March, Document Freedom Day

Once a year, we will celebrate Document Freedom Day as a global community. Between those days, DFD will be focused on facilitating community action and building awareness for issues of Document Freedom and Open Standards.

[Quelle, Bild von Loana(CC)]

MdB Heinz Schmitt (SPD) rechtfertigt forschungsfeindliche Änderungen am Urheberrecht

Stephan Färber beklagt auf Abgeordnetenwatch die Auswirkungen des neuen Urheberrechts. Auf eine Bestellanfrage bekam er folgende Antwort von seiner Bibliothek:

Die von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Änderungen im Urheberrechtsgesetz führen ab dem 01.01.2008 zu einer wesentlichen Einschränkung der Lieferbedingungen im bibliothekarischen Fernleihverkehr. Da § 53a UrhG die Voraussetzungen für die Lieferungen elektronischer Dokumente nur unbestimmt regelt, müssen die am Fernleihverkehr teilnehmenden Bibliotheken zunächst auf die elektronische Auslieferung verzichten. Aus diesem Grund wird es bis auf Weiteres von bestellten Aufsätzen nur noch Kopien als Papierausdruck in den Bibliotheken geben.

Technischer Hinweis: aufgrund der Einführung des Papier- und Postversands muss mit einer Verzögerung bei den Lieferzeiten gerechnet werden. Die damit verbundenen Nachteile bedauern wir sehr und bitten um Verständnis.

Er sieht sich in seiner Forschungsarbeit behindert und fühlt sich zu Recht in steinzeitliche Bedingungen versetzt. Nun richtet er die Frage, ob Nachbesserung in Sicht ist, an Heinz Schmitt (SPD), Mitglied des Bundestages, Wirtschaftsingenieur und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Seine Antwort (ebd.) ist durchaus lesenswert. Das Gesetz sei notwendig gewesen, um neuen multimedialen Möglichkeiten gerecht zu werden.

Das Gesetz erlaubt öffentlichen Bibliotheken erstmals, Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken herzustellen und diese auch auf elektronischem Wege zu versenden. Grundsätzlich ist das für die Studentinnen und Studenten eine erhebliche Verbesserung.

Interessanter Standpunkt, mit dem Herr Schmitt vermutlich außerhalb seines Ausschusses allein auf weiter Flur stehen dürfte. Er sah sich in der Pflicht, Autoren die Möglichkeit zu geben, ihre Produkte zu vermarkten.

Dabei war für mich und meine Kolleginnen und Kollegen von der SPD-Fraktion im Bildungsausschuss von Anfang an wichtig, dass Bildung und Wissenschaft durch diese Einschränkung nicht behindert werden. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, diese Regelung möglichst nutzerfreundlich und praktikabel zu gestalten.

Er war dafür, und er hat sich dafür eingesetzt. Immerhin macht er

keinen Hehl daraus, dass ich mir für Bildung, Wissenschaft und Forschung noch mehr Freiheit gewünscht hatte. Soweit ich weiß, sehen das auch meine Kolleginnen und Kollegen von der SPD-Fraktion so. Wir wollen ein Urheberrecht, das gezielt auf die Bedürfnisse und Belange von Bildung, Wissenschaft und Forschung eingeht. Derzeit stehen wir aber erst am Anfang und wir freuen uns über jede Unterstützung.

Lieber Herr Schmitt, wenden Sie sich doch bitte an die Damen und Herren vom Urheberrechtsbündnis. Dort können Sie unter anderem erfahren, was das Gesetz, für dass auch Sie verantworltich sind, für Auswirkungen hat.

Adobe Flash Media Rights Management Server

DRM error

Heise berichtet über einen neues, von Adobe angebotenen DRMS:

Inhalteanbieter können demnach mit der Software FLV- und F4V-Audio- und Videodateien verschlüsseln und Zugangsrichtlinien setzen, auch nachträglich nach einem Download.

Großartig. Es reicht also nicht, dass mir vorgeschrieben wird, mit welchem Betriebssystem, wie lange und wie oft ich Medien sehen darf. Nun kann es sogar sein, dass sich die Richtlinien ändern, nachdem ich die Medien schon längst in meinem Besitz wähnte. Ein Alptraum für die Langzeitarchivierung und Zitierbarkeit von audiovisuellen Daten. Wie in Adobes Presseerklärung zu lesen ist:

Precise usage control allows service providers to specify a range of parameters for user access and media expiration, while dynamic rights management lets them change usage rights even after a file has been distributed.

De facto kann ich also ein Flash-Video verteilen, und wenn ich dann irgendwann nicht mehr der dort vertretenen Meinung bin, ziehe ich es einfach zurück. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Politik und PR. Ab heute heißt es nicht mehr Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Wenn es nicht mehr opportun erscheint, lässt man es einfach verschwinden.

Semantic Hacker

Jakob macht noch einmal auf den Theseus-Wettbewerb aufmerksam, bei dem es 10.000 Euro zu gewinnen gibt, wenn ich das richtig sehe. Etwas mehr gibt es beim Semantic Hacker. Die dort präsentierte API läd übrigens zum Spielen ein:

SemanticHacker.com is home of the TextWise SemanticHacker API and we’re bold enough to call it the world’s first open API for semantic discovery.

Semantic discovery is a way to find information without knowing explicitly what you’re looking for BUT „you know it when you see it.“ Semantic discovery does not punish you for using the wrong keywords.

We built the API for clients and users to actively engage with our core technology – Semantic Signatures®. See our Semantic Signatures® in action on the right.

Bei einem Test mit dem ersten Absatz aus LibWorld – Italy gab es schon ganz brauchbare Resultate. Als passende Wikipedia-Links wurden angeboten:

1.) Librarians in popular culture
2.) List of librarians
3.) Association of UK Media Librarians
4.) Michael Gorman (librarian)
5.) Jessamyn West (librarian)
6.) Librarian
7.) Kathleen de la Peña McCook
8.) Eric Moon
9.) Samuel Swett Green
10.) One-person (or solo) librarianship

Keine schlechte Quote.

Related Tags bei Amazon

Irgendwo hatte ich kürzlich begeisterte Berichte von Amazons „Related“-Funktionen gelesen. Doch was muss ich da bei einem Artikel aus der edlen Feder zweier Infobib-Autoren sehen?

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Tanz die Informationskompetenz! Und bei den Tags hört’s dann ganz auf:

Amazon - Related tags

Magic? Natürlich. For ed -ucation? Sicher! Den Rest möchte ich mir höflichst verbitten. Schon spannend, welche Tags bei bisher nicht getaggten Items angezeigt werden.

Übrigens, man sollte diesen Artikel nicht zu einem überteuerten Preis kaufen, man kann ihn nämlich auch gratis bekommen.

100-Millionen-Dollar-Spende für die New York Public Library

The New York Public Library’s venerable lion-guarded building on Fifth Avenue at 42nd Street is to be renamed for the Wall Street financier Stephen A. Schwarzman, who has agreed to jump-start a $1 billion expansion of the library system with a guaranteed $100 million of his own.

Siehe New York Times.

Public Libraries don't suck

Wired ließ und lässt abstimmen: Why Things Suck: Things That Don’t Suck

TV screens in the back of airplane seats. Twice-baked potatoes. Dryer sheets. DVRs. The set design on Mad Men. Farmers‘ markets. Tap water. Touchscreens. Scissors. Pocketknives. Thumb drives. Kites. Strike-anywhere matches. Doorstops. Run-flat tires. Netflix. Noise-canceling headphones. Casual carpool. Guitar Hero. Salt-and-vinegar potato chips. Bicycles. Kevlar. Velcro. Carbon composite. Dradis. Flip-flops. The first half hour of Indiana Jones and the Temple of Doom. Seat belts. Zippo lighters. Spartan Laser. Heated seats. Public libraries. Remote control. Ice cream.

Die Hervorhebung kommt von mir und der Hinweis von Thomas Brevik.

Was macht eigentlich… Libreka?

Vor einigen Monaten haben wir hier schon einmal über Libreka berichtet, unter anderem auch darüber, dass die Nutzungsbedingungen für Verleger wenig verlockend sind. Einer der Hauptkritikpunkte war die gnadenlose Ineffizienz des Projektes. Katja schrieb im Buchmessenblog:

Fakten auf den Tisch: von den 19.000 im VLB derzeit vertretenen Verlagen haben es knapp 350 geschafft, bisher etwa 8.000 Bücher einzuscannen, zu hosten und für libreka freizugeben.

Nun sind fünf Monate vergangen. Zeit für eine kleine Medienzählung. Freundlicherweise ist bei den einzelnen Kategorien angegeben, wieviele Medien jeweils enthalten sind.
„Was macht eigentlich… Libreka?“ weiterlesen

ToDo in Wikipedia

Überprüft zufällige Artikel auf Wikipedia, ob’s da was zu tun gibt. Als ob man nicht schon genug Arbeit hätte…

Als Ergebnis bekommt man zum Beispiel mitgeteilt, dass der Artikel zu Paul Franken doch dringend verbessert werden müsste. Es gibt auch gleich Ansatzpunkte:

  • Dieser Artikel könnte ein Bild gebrauchen!
  • Dieser Artikel hat keine externen Verweise. Es muss doch was zu finden sein!
  • Dieser Artikel verweist nicht auf andere Sprachversionen!
  • Beginne die Artikel K.St.V. Semnonia, Paul Egon Hübinger.

Hier geht’s zum Tool.