Google Research Search & Google Translate API

Zwei neue Google-APIs sind bei Programmable Web (hier & hier) zu finden:

Google Research Search API

http://research.google.com/university/search/

The University Research Program for Google Search is designed to give university faculty and their research teams high-volume programmatic access to Google Search, whose huge repository of data constitutes a valuable resource for understanding the structure and contents of the web. Our aim is to help bootstrap web research by offering basic information about specific search queries. Since the program builds on top of Google’s search technology, you’ll no longer have to operate your own crawl and indexing systems. We hope this will help enable some useful research, and request only that you publish any work you produce through this program for the academic community’s general benefit.

Google Translate API

http://research.google.com/university/translate/

The University Research Program for Google Translate provides researchers, in the field of automatic machine translation, tools to help compare and contrast with, and build on top of, Google’s statistical machine translation system. Participation in the program will allow researchers programmatic access to Google’s translation service. A translation request returns either: A single translation, the highest scoring output of Google Translate As above but with detailed word alignment information A list of the n-best translations with detailed scoring information.

Das gerade in der Offenheit für alle möglichen Anwendungen eines der Erfolgsgeheimnisse (obwohl man kaum noch von einem Geheimnis sprechen kann) liegt, ist auch anderen nicht verborgen geblieben. Zumindest macht Jakob Voss auf eine SRU-Schnittstelle für GBV-Verbunddaten aufmerksam. Siehe auch sein Beispiel im GBV-Wiki.

Diskussion zur Ausschreibung des SSG "Informations-, Buch- und Bibliothekswesen"

Im B2I-Forum sind ein Äußerungen von KIBA (nein, nicht das hier, sondern das hier) und HI (Hochschulverband Informationswissenschaft) zur Ausschreibung des SSG „Informations-, Buch- und Bibliothekswesen“ zu finden. Man kann dort leider nur nach Anmeldung kommentieren.

KIBA schreibt:

Sollte die Themenbeschreibung des neu zu vergebenen Sondersammelgebiets in der Tat inhaltlich so ausgerichtet werden, wie es die Ausschreibung suggeriert, so würde einer zentralen Leitwissenschaft der aktuellen Wissens- und Bildungsgesellschaft die nationale Literaturversorgung fehlen.

Beide Verbände bedienen sich identischer Textbausteine, z.B. dem folgenden:

Das Fach „Theorie und Geschichte der Bibliographie“, um nur den ersten Anstrich zu erwähnen, wird in der hier suggerierten Form als wichtiges Thema schon lange nicht mehr in Forschung und Lehre als solches behandelt. Aspekte daraus werden an den Universitäten und Fachhochschulen ggf. in den Fachgebieten „Wissensorganisation“, „Information Retrieval“ und „Datenbanktheorie“ angesprochen, aber als bedeutsames eigenständiges Wissenschaftsthema kann man dies mit einiger Sicherheit nicht mehr ansehen.

Ob es von der DFG als Zeichen ernsthafter Beschäftigung mit dem Thema bewertet wird, wenn sich die Fachverbände nicht einmal die Mühe machen, zentrale Argumentationspunkte ein wenig umzuformulieren, scheint mir fraglich.

[via LIS in Potsdam]

Ausschüttungen der VG-Wort für Buchautoren

Eric Steinhauer widmet sich dem Thema „Ausschüttungen der VG-Wort für Buchautoren“. Seine Empfehlung für eine möglichst lukrative Publikation:

Mehrbändige Werke im eigener ISBN und großzügiges Layout (lufitger Satz, leere Seiten zwischen einzelnen Abschnitten) werden mit Nachdruck (im doppelten Sinn des Wortes) empfohlen.

Nicht zu vergessen: Der angehende Erfolgsautor sollte drauf achten, dass sein Werk in in mindestens zwei regionalen Verbundsystemen mit mindestens 5 Standorten nachgewiesen ist.

Die totale Bibliothek (Open Library)

Zeit Online titelt dümmlich: Die totale Bibliothek. Torsten Kleinzes Artikel zeugt auch nicht gerade von übertriebener Hintergrundrecherche:

Die mühselige Tipparbeit macht bei Weitem nicht so viel Spaß ist wie das Erstellen von eigenen Enzyklopädieartikeln. So haben sich erst ein paar Enthusiasten gefunden, die die vorhandenen Buchinformation ergänzen. Ob die jedoch alle Daten korrekt erfassen, ist unsicher. So zeigt eine Suche nach „Mark Twain“, dass der Katalog allein fünf verschiedene Schreibweisen des Autorennamens verzeichnet. Nur mit zusätzlicher Arbeit können alle Werke dem einen Autor zugeordnet werden.

Fünf nur? Stimmt, da fehlen noch einige! Als Hinweis ein stark gekürzter Auszug aus der Personennormendatei im GBV (PPN 133425525):

100 Mark@Twain
200 Marek@Twain
200 M¯aku@Touein
200 Mak¯u@Touen
200 Mark@Tuein
200 M¯ark@Tuwayn
200 Ma-k`o@T`u-wen
200 Mark@Tven
200 M.@Tven
200 M¯ark@Twayn
201 M.@Tvens
201 Mark@Tven
201 Morkas@Tvénas
201 Marks@Twens
201 Mark@Tvÿçen

Nicht pikant, sondern eher blöd (oder von postkolonialer Arroganz getrieben?) ist auch die Schlußpointe:

Die Open Library soll nämlich aus Sicherheitsgründen parallel an drei verschiedenen Standorten angesiedelt werden. Gespräche mit europäischen Bibliotheken laufen schon. Pikanterweise ist auch Ägypten im Gespräch – wo schon einmal, in Alexandria, eine Bibliothek von Weltgeltung verbrannt ist.

Weiß jemand, welche europäischen Bibliotheken im Gespräch sind?

Hackerparagraph macht PHP endlich sicher

Da die Bundesregierung die IT-Landschaft per Gesetz sicher gemacht hat, hat Stefan Esser seine Arbeit an und um PHP-Exploits eingestellt. sk79 im Heiseforum sieht Chancen für den Wirtschaftsstandort und seine Freizeitplanung:

Schon immer waren nicht-funktionale Anforderungen, wie Security, ein
Dorn in meinem Auge, haben sie doch die Entwicklungszeit meiner
Projekte unnötig in die Länge getrieben. Doch damit ist jetzt
Schluss!

Endlich brauche ich mir um Sicherheit keine Gedanken mehr machen,
denn das Ausnutzen von Lücken ist jetzt endlich total verboten. Dann
kann ich morgen ja schon um 14:00 Uhr Feierabend machen.

Passend dazu noch einmal: Kinder befragen Politiker nach dem Internet!

Kampagne zur Netzneutralität: Keep the core neutral

Logo: Keep the core neutral

Letzten Freitag hat die ICANN(Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) eine dreiwöchige Frist zur Kommentierung (RFC = Request for Comments) einer neuen Richtlinie eröffnet. Mit dieser Richtlinie sollen neue generische Top-Level-Domains (gTLD) geschaffen werden. Unter einer gTLD versteht man eine Top-Level-Domain, die von einer bestimmten Gruppe verwendet wird. Sie besteht aus drei oder mehr Zeichen und steht für einen Begriff, der diese Gruppe auszeichnet. Bekannte gTLDs sind zum Beispiel .org, .net, .com oder auch .info (mehr siehe Wikipedia)
„Kampagne zur Netzneutralität: Keep the core neutral“ weiterlesen

Michael Stephens: "Modeling the role of blogging in librarianship"

Stephens, Michael, Modeling the role of blogging in librarianship. Doctor of Philosophy (Information Science), August 2007, 187 pp., 47 tables, 6 figures, 134 references.

This phenomenological study examines the motivations and experiences of librarians who author professionally-focused Weblogs. The researcher constructed a model of librarianship based on Wilson and Buckland. The results show a close fit between librarian bloggers and the ideals of the field as expressed by two primary library and information science philosophers. A Web survey generated 239 responses to demographic and open-ended questions. Using the results of the survey, the researcher analyzed demographic data and performed a phenomenological analysis of the open-ended questions. A list of category responses was generated from each set of answers via the coding of descriptive words and phrases.

Results indicated the motivations of librarian bloggers are based around themes of sharing, participation in community, and enhanced professional development. Respondents reported feeling more connected to the profession and to colleagues across the world because of blogging. Respondents perceived the librarian blogosphere as a community with both positive aspects – feedback, discussion, and support – and negative aspects – insular voices, divides between technologists and librarians, and generational rifts. Respondents also reported an increased ability to keep current, improved writing skills, and opportunities to speak and contribute to professional journals.

Ideally the study’s findings will contribute to the ongoing investigation of how people are using newer Web technologies. The researcher hopes the study will illustrate the beliefs, motivations, and professional benefits that blogging provides for other librarians and library administrators.

[via Tame the Web]