Institut für Informationsarchitektur

Jan Jursa macht auf die neue deutsche Webseite des Instituts für Informationsarchitektur aufmerksam. Ziel des Instituts ist die Unterstützung von Einzelpersonen und Organisationen, die auf die Entwicklung und Umsetzung von gemeinsam genutzen Informationslandschaften spezialisiert sind.

Die Seite bietet auch eine Definition der Informationsarchitektur:

Vom Asilomar-Institut fürInformationsarchitektur:

1. Die Designstruktur gemeinsam genutzter Informationswelten.
2. Die Kunst und Wissenschaft der Organisation und Benennung von Websites, Intranets, Online-Gemeinschaften und Software zur Unterstützung von Usability und Contentsuche.
3. Eine aus der Praxis entstandene Community, die sich darauf konzentriert, Design- und Architekturprinzipien in die digitale Welt zu überbringen.

Von Informationsarchitektur für das Weltweite Netz (2. Ausgabe):

1. Eine Kombination des Bezeichnens und der Navigationsstruktur innerhalb eines Informationssystems.
2. Das strukturelle Design eines Informationsraumes, um Aufgaben(-Vollendung) und intuitiven Content-Zugang zu erleichtern.
3. Die Kunst und Wissenschaft der Strukturierung und Klassifizierung von Websites und Intranets, um den Nutzern zu helfen, Informationen zu finden und zu ordnen.

Also geht es – grob vereinfacht – um Zugang zu Informationen und Usability?

[via Hot Strudel]

Doch keine stromsparenden Webseiten

Google im kleinen Schwarzen wird es vorerst nicht geben. Auf die Idee, Energie dadurch sparen zu wollen, da schwarze Webseiten Monitore weniger Strom verbrauchen lässt, antwortet Google im Googleblog:

We applaud the spirit of the idea, but our own analysis as well as that of others shows that making the Google homepage black will not reduce energy consumption. To the contrary, on flat-panel monitors (already estimated to be 75% of the market), displaying black may actually increase energy usage. Detailed results from a new study confirm this.

Warum, steht eben dort. Schade. Dafür gibt es immerhin noch ein paar Tipps, wie man beim Computern wirklich Strom sparen kann.

Verwandte Artikel bei Infobib

Endlich bin ich mal dazu gekommen, hier bei Infobib eine Funktion zu integrieren, die ähnliche Artikel anzeigt. Sie basiert auf dem WordPress-Plugin Ultimate Tag Warrior und erfordert, wenn man dies eh schon einsetzt, nur folgenden Code-Schnipsel (von this makes sense + unsinn) irgendwo im Template (bei uns in der single.php, die angezeigt wird, wenn man auf „Mehr…“ klickt:
„Verwandte Artikel bei Infobib“ weiterlesen

Gebühren als Bildungshemmnis

Passend zum gestrigen Fundstück (Bibliotheksgebühren gegen “ungesunde Lesewuth”) macht Heise heute auf die Drucksache 16/6054 des deutschen Bundestages aufmerksam. Es handelt sich um eine Kleine Anfrage von Abgeordneten der Linkspartei zu den Konsequenzen der Bundesregierung aus den Ergebnissen der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (PDF). Auszug:

1. a) Wie bewertet die Bundesregierung den Rückgang der Studierendenquote von 39 Prozent in der 17. Sozialerhebung auf nur noch 36 Prozent in der 18. Sozialerhebung?
b) Hält die Bundesregierung vor diesem Hintergrund weiterhin an ihrem im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziel, die Studierendenquote auf mindestens 40 Prozent zu steigern, fest?
Falls nein, warum nicht?
Falls ja, mit welchen politischen Maßnahmen möchte sie dieses Ziel erreichen?

2. Anhand welcher Ergebnisse der 18. Sozialerhebung lässt sich die Aussage des Parlamentarischen Staatssekretärs Andreas Storm in der Fragestunde am 20. Juni 2007 belegen, dass sich „über den Zeitraum der letzten zwei Jahrzehnte die Bildungsbeteiligung der Kinder aus den unterschiedlichen Herkunftsmilieus tendenziell angenähert hat“, wo die Ergebnisse doch aufzeigen, dass sich die Zahl der Studierenden aus der sozialen Herkunftsgruppe „hoch“ zwischen 1982 und 2006 von 17 auf 38 Prozent erhöht hat, während die Zahl der Studierenden aus der sozialen Herkunftsgruppe „niedrig“ im gleichen Zeitraum von 23 auf 13 Prozent gesunken ist?

Die Antwort der Bundesregierung ist in der Drucksache 16/6161 (PDF) zu finden. Den Rückgang der Studierendenquote von 39% auf 36% kann man aber auch in vier Worten erklären: BaföG runter, Studiengebühren rauf. Viel eindeutiger kann ein Zusammenhang meines Erachtens nicht sein, und dieser Eindruck bestätigt sich auch im Gespräch mit Studenten und solchen, die es (nicht) werden wollen.

Öffentlich gefördertes Wissen

Klaus Graf durchwühlte die Leibniz-Homepages, und Martin Ragg fragt für Reticon beim Bundesministerium für Bildung und Forschung nach öffentlich finanzierter Forschung und Open Access.

Die Antwort der BMBF-Pressereferentin auf unsere Anfrage hinterlässt ein etwas zwiegespaltenes Gefühl. Open Access wird als Begriff erst gar nicht aufgegriffen, sondern es wird schwammig von einer „angemessenen Weise der Veröffentlichung“ gesprochen im Anschluss an die „Sicherung der gewerblichen Schutzrechte“.
Mit angemessener Veröffentlichung wird dann auf Publikationen in Fachzeitschriften, Messepräsentationen etc. verwiesen – kein Wort, dass die Publikationen in einer Open Access Publikation empfohlen werden.
Einzig der Projektabschlussbericht mwird in Hannover in der Technischen Informationsbibliothek hinterlegt und ist darüber zugänglich.

Raggs Fazit gilt wohl für beide Fälle: Für Open Access ist es in Deutschland noch ein weiter Weg – sowohl in Wissenschaft als auch in der (Bildungs)-Politik.

Freie öffentlich-rechtliche Inhalte

Beim Chaos Communication Camp 2007 findet morgen eine Podiumsdiskussion mit Verena Wiedemann, Generalsekretärin der ARD und Frank Rosengart, Sprecher des CCC, mit dem Titel „Freier Zugang zu öffentlich-rechtlichen Inhalten? Die Digitalisierungsstrategie der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – Gebührenfinanzierter Rundfunk im Zeitalter des Internet“ statt:

Mit der Ankündigung der Digitalisierungsstrategie haben die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einen großen Aufschrei bei den kommerziellen Sendern und Verlagshäusern ausgelöst. ARD und ZDF möchten ihre Programme auch über das Internet abrufbar machen. Die Privaten fürchten die gebührenfinanzierte Konkurrenz auf dem hart umkämpften Werbemarkt im Internet. Auf den Portalen der Zeitungen und Magazine gehören Videoclips mittlerweile ebenso zum Angebot wie Texte und Bilder. Und die Nachrichtenportale der öffentlich-rechtlichen haben mittlerweile umfangreiche Dossiers und Bilderserien. Die Medien verschmelzen.

Was bedeutet ein veränderter Medienkonsum für den Auftrag der „Grundversorgung“ durch das öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Soll sich der gebührenfinanzierte Rundfunk auf das „aussterbende“ Medium Fernsehen beschränken? Oder ist die Digitalisierungsstrategie einfach nur konsequent? Was bedeutet das neue Medium für TV-Macher, die Sender und die Zuschauer?

[via Commonspage]