John Willinsky und Ranjini Mendis beschreiben in ihrem Artikel „Open access on a zero budget: a case study of Postcolonial Text“, wie sie das Open-Access-Journal Postcolonial Text ohne ein größeres Budget begründeten und am Leben erhalten. Verwendet wird – wie inzwischen fast überall – Open Journal Systems.
Autor: ch
Podcasts von First Monday
First Monday bietet ab sofort Podcasts zu und mit ausgewählten FM-Artikeln. Die erste Ausgabe beschäftigt sich mit „Playing Politics: Video Games for Politics, Activism, and Advocacy“. Nächsten Monat gibt es dann auch den passenden RSS-Feed (ohne den es eigentlich noch kein Podcast ist), und ein Gespräch der FM-Herausgeber Joy Austria und A.J. Hannah mit Siva Vaidhyanathan über „the Googlization of Everything“.
Links:
[via Tame the Web]
Universitäten: Qualitätsoffensive ohne Personal
Telepolis: Universitäten: Qualitätsoffensive ohne Personal
Die Schlagworte, die den Beginn einer grundlegenden Reform des deutschen Bildungswesens behaupten, klingen vielversprechend: Spitzen-Universitäten, Exzellenz-Initiativen und Zukunftsprogramme aller Art sollen den Rückweg in die Weltspitze bahnen, doch die Hochschulrealität sieht anders aus. Nach [extern] Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, die am Montag vom Deutschen Hochschulverband vorgestellt wurden, haben die 16 Bundesländer in nur zehn Jahren 1.451 Professorenstellen abgebaut. Besonders drastisch sind die Einschnitte bei den Sprach- und Kulturwissenschaften, denen im vollmundig angekündigten „Jahr der Geisteswissenschaften“ nun die Streichung von 663 Stellen präsentiert wird.
Wissenschaftliches Videoportal: SciVee
Eine Art Youtube für die Wissenschaft soll mit SciVee geschaffen werden, einem Kooperationsprojekt der Public Library of Science (PLoS), der National Science Foundation (NSF) und des San Diego Supercomputer Center (SDSC). Viel gibt es noch nicht zu sehen, hier seien nur zwei Beispiele genannt:
Alexander Maye, Chih-hao Hsieh, George Sugihara, Björn Brembs: Order in Spontaneous Behavior
Philip E. Bourne: Ten Simple Rules for Getting Published
Und hier gibt es noch ein paar Informationen, wie das Publikationsmodell funktionieren soll.
[via Blog around the clock]
Google für Datenschützer: Scroogle
Wer Google nicht missen möchte, aber Wert auf Datenschutz legt, dem sei ein Scroogle-Test empfohlen.
no cookies | no search-term records | access log deleted within 48 hours
Man kann es gleich hier ausprobieren:
Und hier geht es direkt zu Scroogle. Keine vollwertige Alternative, aber immerhin eine gelungene Demonstration.
IFLA conference: South Africa meets Singapore
Our LibWorld guest author Ivan Chew from Singapore writes about meeting two librarians from South Africa at the IFLA conference in Durban. They didn’t seem to hear about blogging until now, but that’s the case with most librarians all over the world. Ivan writes:
I asked them if they have blogs, or heard about blogs. They looked quizzically at me. Ntutu said she heard it mention in an advertisement (non-library related it seems) but no, they didn’t really know about. She asked what it was about. I said it was a free service, just like Internet email services, that allows the user to create accounts a start their own websites or online diaries. Suggested they try www.blogger.com or wordpress.com. So maybe they might start blogging after this.
He ends his article stating…:
their professional attitude of „trying their best given what we have“ — I couldn’t help but admire and respect them.
Bildblog-Werbespot
Kopal
Gregor Honsel schreibt über Kopal in Technology Review: „Hundert Jahre auf Band“
„Das 19. Jahrhundert ist bedeutend besser dokumentiert als die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts“, sagt Kopal-Gesamtprojektleiter Reinhard Altenhöner von der Deutschen Nationalbibliothek. Um die Gegenwart ist es kaum besser bestellt. Die Datenflut, die es zu bändigen gilt, schwillt immer mehr an; gleichzeitig sinkt die Qualität der gängigen Speichermedien: „Die Haltbarkeits-Prognose von selbst gebrannten CDs ist sehr schlecht. DVDs sind tendenziell sogar noch schlechter, weil sie dichter beschrieben werden“, sagt Altenhöner. Dazu komme der schnelle Wandel der Speicher-Hardware – irgendwann gebe es „nur noch ein paar Lesegeräte, die von Freaks gewartet werden“.
Bibliothek != E-Learning
Zwei Artikel über Bibliotheken und E-Learning:
Library Resources Must Not Be E-Learning Tools
Just exactly what do non-librarians think of the myriad library databases they can access courtesy of their local library. Not much apparently. Well, they certainly don’t think of the library’s resources as learning tools. Or it may be that they only think of the library resources as gateways to information, but by themselves not as resources that can facilitate or promote student learning. We need to do more to get our user community thinking of the library’s databases, bibliographic manager tools, and more as robust learning tools.
The Centre for Learning & Performance Technologies’ list of Top 100 Tools for Learning — culled from top-10 charts created by e-learning experts — names a wide array of tech tools that professors have come to love. Among the items that made the cut are Web browsers, e-mail clients, RSS feeders, blogging programs, and, of course, Microsoft’s evergreen PowerPoint presentation software.
But online library resources, which would seem like a good fit for e-learners, are notably absent from the master list. What gives? “It’s not as if the responding experts ignored information-retrieval tools,” writes Steven Bell at ACRLog. “Both Google and Google Scholar are on the top-100 list. And it’s not as if these experts wouldn’t know something about library databases.”
[via Gamoia]
Bibliotheksbenutzung als Verdachtsmoment
Vor drei Wochen wurde der Berliner Stadtsoziologe Andrej H. unter dem Verdacht der „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gemäß § 129a“ festgenommen. Als Grund für die Festnahme nannte die ermittelnde Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe die Benutzung von Vokabeln, die auch in Schriften der sogenannten „Militanten Gruppe“ vorkommen. Außerdem verfügte er nach Angaben der Ermittler „über Zugang zu Bibliotheken, um dort die Recherchen durchzuführen, die notwendig sind, um Texte für eine militante Gruppe zu verfassen.“
Wenn der Zugang zu Bibliotheken ein Verdachtsmoment wird, wie es dieser Ausschnitt aus dem Heise-Artikel „Durch Google-Suche in die Einzelhaft“ nahelegt, ist Protest angesagt. Dieser manifestiert sich unter anderem in diesem Offenen Brief (z.Z. geheist).
Also, DBV & Co, meldet Euch zu Wort! Interessenvertretung des Bibliothekswesens beinhaltet auf jeden Fall, dass Bibliotheksbenutzer nicht pauschal verdächtigt werden dürfen! Dies haben die Verbände in ihrem „Code of Ethics“ selbst angemahnt:
Wir setzen uns für die freie Meinungsbildung und für den freien Fluss von Informationen ein sowie für die Existenz von Bibliotheken und Informationseinrichtungen als Garanten des ungehinderten Zugangs zu Informationsressourcen aller Art in unserer demokratischen Gesellschaft.
Nun sind Taten gefragt!