Wanted: Kommentare!

\"Diskussion\" von Nanna Ullman Mir ist schon verschiedentlich aufgefallen, dass viele Blogpostings, auch solche, die mir sehr interessant erscheinen, häufig unkommentiert bleiben. Sowohl hier bei Infobib als auch anderswo. Gelesen werden diese Postings jedoch, daran lassen schon die Statistiken keinen Zweifel.

Warum schweigt der gemeine Blogleser? Ist in den entsprechenden Postings alles gesagt? Wohl kaum. Betreiben wir mal eine kleine Ursachenforschung.

(Das Bild ist übrigens von Hendrik Sendelbach, lizensiert unter Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5 License)
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OpenBib-Blog

Oliver Flimm eröffnete vor wenigen Tagen das OpenBib-Blog:

In der Vergangenheit wurde das OpenBib Rechercheportal zwar seit seinen Anfängen 1997 kontinuierlich weiterentwickelt, nach aussen zeigte sich dies aber “nur” in etwa zwei offiziellen Releases pro Jahr im Rahmen des Kölner UniversitätsGesamtkatalogs (KUG). Um die Entwicklung “dazwischen” nach aussen besser zu kommunizieren und zusammen mit den dabei tangierten Bereichen des “Next Generation Catalogue” aka OPAC 2.0 zu diskutieren, wurde dieses Blog eingerichtet.

Gleich im nächsten Posting geht es auch schon zur Sache. Es werden Wege aus dem Datensilo diskutiert. Die Frage nach komfortabler Tagverwaltung ist nicht neu, die mögliche Antwort einer übergeordneten Instanz auch nicht. In diesem Fall soll es Bibsonomy sein, dass als „Tagsammelstation“ dienen soll:

Konkret wird in der neuen Version

  1. ein Browser fuer BibSonomy-Quellen und
  2. eine Spiegelung der lokalen Tagging-Aktionen

nach BibSonomy integriert.

Nun ist die Frage, wie groß der Anteil persönlicher oder beschreibender Tags ist, die je nach Kontext eine sehr unterschiedliche Bedeutung haben können. Wenn ein Mediziner das Schlagwort „krebs“ vergibt, hat er damit sicherlich anderes im Sinn als ein Astrologe oder ein Zoologe. Dies gilt auch für beschreibende Tags wie z.B. „lang“.

Es müssen noch viele Erfahrungen gemacht werden, da user generated content sicherlich nicht auf theoretischer Basis ausgelotet werden kann. OpenBib ist ein Projekt, in dem auch mal etwas probiert wird und Rückschläge anscheinend zumindest in Kauf genommen werden. Schon von daher ist es (auch durch die neue, dazugehörige Diskussionsplattform) ein sehr tolles Angebot.

Verbesserungsvorschläge für Librarything

Tim Spalding fragte nach Verbesserungsvorschlägen für Librarything, und die bekam er.

Unter den Vorschlägen waren unter anderem folgende:

  1. Let us mark which books are our favourite.
  2. Some ingenious way to link books to books about them. If I’m looking at a novel, I want to know how to find the best criticism of that novel or author.
  3. Add the European Library as a source. Anscheinend in dieser Punkt schon in Arbeit.

Ein Blick auf die Vorschläge lohnt sich, nicht nur für Katalogentwickler.

Amazon Einzeltitellinks als Vorbild für ein Bibliotheksplugin

Amazon bietet ein Einzeltitellink-Plugin an, mit dem man Bücher auf einfache Art und Weise in Blogpostings einbinden kann.

Mit diesem Plugin kannst du Einzeltitellinks von Amazon.de schnell und einfach in deinen Artikel integrieren. Der Amazon-Einzeltitel wird mit Text und Grafik mittels iframe integriert, sodass du die Artikelbilder nicht von Amazon downloaden musst.

In Einzelheiten müsste das Plugin noch verändert werden, es ist jedoch ein schönes Beispiel, wo Bibliotheken mit ihrem Pfunde wuchern können.

Achtung: WordPress-Feedhacker unterwegs!

Zufällig bin ich über eine mir neue Art des Spams gestoßen: Im Feed des Divibib-Blogs findet sich Spam, der im Artikel selbst nicht zu sehen ist. Und so sieht das dann im Feed aus:

Betroffen sind anscheinend WordPress-Blogs. Es ist wohl angeraten, den eigenen Feed einmal unter die Lupe zu nehmen und auch mal nach ein paar typischen Spam-Begriffen im eigenen Blog zu suchen.

Keine Blogrevolution: Shyftr

Hurley Goodall überlegt in Wired Campus: „Blogs May Be Rendered Obsolete by New Technology“. Er meint, dass Blogs bald von Plattformen wie Shyftr abgelöst oder zumindest in ihrer Rezeption grundsätzlich verändert werden.

Die Veränderung wäre dann m.E. keine wesentliche. Shyftr (andernorts auch als „Content Thievr“ bezeichnet) macht nichts anderes, als komplette Feeds neu zu publizieren.

Hier steht, wie man Shyftr vom eigenen Feed fernhält, wenn man denn möchte. Die robots.txt wird von Shyftr ignoriert.

Einen interessanten Artikel zu Shyftr gibt es auch von Jonathan Bailey beim Blog Herald.

Nature Online Video Streaming Archive

Die Zeitschrift Nature macht in ihrem Newsletter auf ein neues Angebot aufmerksam, das Nature Online Video Streaming Archive.

Sit back… relax and Enjoy

Enjoy streaming videos featuring discussion, analysis and
interviews with leading scientists as they share their discoveries.

Video streaming is fast, easy to use and in high quality.

Watch the Moray eel’s mobile set of Jaws grasp its pray, see how
researchers slow light to a halt in one box and eject it into another
or discover how two new moons for Pluto were found using the Hubble
telescope.

This year Nature continues to provide you with groundbreaking streaming
video on the biggest scientific projects. Click here to acess the
online video streaming archive.

Die wenigen frei verfügbaren Videos sind standesgemäß von sehr hoher Qualität (wie z.B. dieses namens „Language & Evolution“), allerdings fehlen jegliche Vernetzungs- und Verbreitungsfunktionen. Es gibt weder Kommentare, noch eine Embed-Funktion für Blogs etc. SciveeTV bietet demgegenüber schon wesentlich mehr Videos und Funktionen.

Related Tags bei Amazon

Irgendwo hatte ich kürzlich begeisterte Berichte von Amazons „Related“-Funktionen gelesen. Doch was muss ich da bei einem Artikel aus der edlen Feder zweier Infobib-Autoren sehen?

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Tanz die Informationskompetenz! Und bei den Tags hört’s dann ganz auf:

Amazon - Related tags

Magic? Natürlich. For ed -ucation? Sicher! Den Rest möchte ich mir höflichst verbitten. Schon spannend, welche Tags bei bisher nicht getaggten Items angezeigt werden.

Übrigens, man sollte diesen Artikel nicht zu einem überteuerten Preis kaufen, man kann ihn nämlich auch gratis bekommen.