
[via blyberg.net]
Kategorie: Web
ToDo in Wikipedia
Überprüft zufällige Artikel auf Wikipedia, ob’s da was zu tun gibt. Als ob man nicht schon genug Arbeit hätte…
Als Ergebnis bekommt man zum Beispiel mitgeteilt, dass der Artikel zu Paul Franken doch dringend verbessert werden müsste. Es gibt auch gleich Ansatzpunkte:
- Dieser Artikel könnte ein Bild gebrauchen!
- Dieser Artikel hat keine externen Verweise. Es muss doch was zu finden sein!
- Dieser Artikel verweist nicht auf andere Sprachversionen!
- Beginne die Artikel K.St.V. Semnonia, Paul Egon Hübinger.
Hier geht’s zum Tool.
Neuer Strom für Infobib
In den letzten Tagen kam es ab und an zu kleinen Aussetzern, auch, aber nicht nur beim Layout. Das hat einen erfreulichen Hintergrund: Seit ein paar Tagen wird Infobib mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist. Besten Dank, und zwar längst nicht nur dafür, an Matthew & Meinhard von Ecobytes!
Yovisto – Überblick und Kritik
Yovisto (bzw. der Vorgänger Osotis) wurde hier des öfteren erwähnt. Es ist also an der Zeit, eine ausführlichere Detailkritik zu üben.
Zuerst einmal: Was ist Yovisto? Es ist eine Suchmaschine für Videos aus dem Bereich Forschung und Lehre. Die Suche innerhalb von Videos wird möglich, da einzelne Szenen getagged und direkt verlinkt werden können. So kann ich einmal Johnny Häuslers Vortrag auf der Cebit als Ganzes verlinken, wie man es z.B. auch von Youtube & Co kennt, aber auch direkt auf den Ausschnitt verweisen, in dem er über Hype und Realität im Zusammenhang mit Blogs spricht.
Dies ist als nützliches kleines Gimmick zu betrachten. Die wirkliche Stärke von Yovisto liegt in der Synchronisierung von Vortragsfolien und dem dazugehörigen Vortrag. Das sieht dann beispielsweise so aus: Harald Sack über Webtechnologien. Die Aufzeichnung muss leider mit speziellem Gerät vorgenommen werden, eine nachträgliche Synchronisation von vorhandenem Videomaterial mit ebenso vorhandenen Folien ist (noch?) nicht vorgesehen. Innerhalb der Aufzeichnung kann man verschiedene Kapitel anspringen. Sowohl Folie als auch Video springen dann an die passende Stelle und werden weiterhin synchron abgespielt. Dies ist eine nicht zu unterschätzende Funktion. Wer eine Vorlesung rekapitulieren möchte, will meist nicht erst stundenlang herumspulen, bis er an der richtigen Stelle angelangt ist. Gerade durch die Möglichkeit, gezielt bestimmte Stellen einer Aufzeichnung aufzurufen, wird sie überhaupt erst nutzbar.
Kleine Anmerkung am Rande: Wenn man ein bißchen in den Videos stöbert, bekommt man übrigens auch einen interessanten Einblick in die akademische Welt. Zum Beispiel zum Thema Frauen in Ingenieursberufen, wenn man sich die Begrüßung der Studierenden in der Vorlesung „Integrierte Netze“ von Klaus Jobmann.
Soviel zu den Features. Kommen wir zur Kritik.
Auch wenn es nirgendwo zu lesen ist, würde ich Yovisto noch als in der Beta-Phase befindlich bezeichnen. Ein paar Kinderkrankheiten machen sich noch hier und da bemerkbar. Zuerst einmal sind überlange Tags möglich, die auch in der Tag-Cloud als solche angezeigt werden. Nicht unbedingt schön, wenn ein Spaßvogel eine Szene mit nnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn
tagged, und dies layoutzerreißend dargestellt wird. Außerdem ist nicht wirklich klar, was sich hinter „New Tags“ verbirgt. Gerade eben fand sich dort zweimal das gleiche Tag („Sortieren“), hinter denen sich diese beiden Links verbargen. Anscheinend sind also neue Verwendungen von schon vorhandenen Tags mit einbegriffen. Ich hätte auch erwartet, dass ich eine Liste aller Szenen bekomme, die mit diesem Tag ausgezeichnet sind, wenn ich darauf eines klicke.
Die Suchfunktion bedarf ebenfalls einer Überarbeitung. Sucht man nach Husserl, werden keine Ergebnisse erzielt. Es gibt jedoch einen Link auf zwei metadata hit(s)
. Klickt man darauf, erhält man dann einen einzigen Treffer. Das sind Ungereimtheiten, die beseitigt werden sollten. Die Bilder zum Vergrößern bitte Anklicken.
Eine ärgerliche Kleinigkeit ist auch, dass die Titel der Videos in der Anzeige der Suchergebnisse zwar wie die Links auf der Seite in blau, aber nicht anklickbar sind.

Noch ein Manko ist die Geschwindigkeit. Guckt man sich die recent user actions
an, so war ich allein auf weiter Flur. Dennoch dauerte es teilweise mehrere Minuten, bis ein Video geladen war. Das liegt bestimmt auch daran, dass die Videos komplett geladen werden, bevor sie angezeigt werden. Aber auch das müsste schneller gehen, wenn der Server eindeutig nicht unter Last steht. Wie schnell Yovisto bei einer Heise-Meldung zusammenbrechen würde, kann man sich ausmalen. Der HTTP-500-Error, der etwa bei jedem 10. Klick auftritt, ist hoffentlich auch kein Dauerzustand.
Auch wenn es so aussehen könnte: Dies ist eindeutig kein Verriß. Ich halte Yovisto für eines der innovativsten Projekte der deutsche Forschungslandschaft in diesem Gebiet. Und auch der Ansatz, Lernmaterialen online zu erschließen und einer breiten Öffentlichkeit verfügbar zu machen, kann gar nicht oft genug gelobt werden. In diesem Sinne noch einmal vielen Dank an Grit Matthias, die mir am Yovisto-Stand auf der Cebit die Neuerungen gegenüber Osotis geduldig erläutert hat, und viel Erfolg bei der Weiterentwicklung!
Literarische Weblogs
Die aktuelle Ausgabe der Literaturzeitschrift spatien widmet sich dem Thema Litblogs.
Um die Unterschiede von Litblogs und Büchern geht es im Interview mit Hartmut Abendschein, Autor eines literarischen Blogs und Mitbegründer des Portals litblogs.net.
[via punkt.ch]
Cebit 2008: Bookeye WalkUp Scan Station, Groupme & Yovisto

Anfang des Jahres in Hannover: die Cebit öffnet ihre Pforten und lockt mit allerlei Interessantem. Besonders bemerkenswert erschienen mir dieses Jahr ein paar Produkte und Projekte, die ich hier kurz vorstellen möchte.
Zuerst ist die Bookeye 2 WalkUp Scan Station zu nennen. Dabei handelt es sich um einen Scanner für Bibliotheksbenutzer. Die Bedienung erfolgt mittels Touchscreen und einer abgespeckten und anpassbaren Version der Scansoftware BCS2. Wirklich sehr einfach zu bedienen, und es ist auch definitiv ein Konzept, dass überzeugen kann. Besonders die drei Einsatzmöglichkeiten, sich Scans einerseits per Email zuschicken lassen zu können, auf einen USB-Stick zu ziehen oder aber mittels angeschlossenem Drucker einen Kopierer zu ersetzen, machen das Gerät für etwas größere Bibliotheken interessant. Für kleinere Bibliotheken wird sich das vermutlich nicht lohnen, weil die nicht geringen Investitionskosten nur mit einer hohen Auslastung zu rechtfertigen sind.
Dann wäre noch Groupme zu nennen, ein Projekt der GWLB Hannover des Instituts für verteilte Systeme, Fachgebiet wissensbasierte Systeme (siehe Kommentar). In der Selbstbeschreibung heißt es:
GroupMe! extends the idea of social tagging systems like del.icio.us, Flickr or BibSonomy by introducing the group dimension. The foundation of social tagging systems are so-called folksonomies, which describe how users (folks) tag resources (e.g. photos, videos, publications, etc.). In technical terms a folksonomy is just a collection of tag assignments:
(User, Tag, Resource) = User has tagged Resource with Tag at a particular time.Over time it is likely that semantics emerge, e.g. tags that are often assigned to same resources may be synonyms. Hence, folksonomies are promising to improve (web) search, etc. With GroupMe!’s approach of taggable groups we extend tag assignments with a group dimension.
Ein Konzept, das bisher allerdings nur für kleinere Datenmengen taugt. Aber da sich das Projekt noch in der Entwicklung befindet, kann sich noch einiges tun. Ein vielversprechender Ansatz ist auf jeden Fall vorhanden.
Auf Yovisto (ehemals Osotis) werde ich in einer ausführlicheren Kritik noch einmal eingehen. Die nette Vorführung am Stand war auf jeden Fall sehr überzeugend.
Es gab natürlich noch einige weitere Highlights der Cebit, die aber an anderen Orten besser gewürdigt werden können.
Micro-Blogging for Science & Technology Libraries
Wer sich mit Micro-Blogging beschäftigt, mag sich für folgenden Artikel interessieren:
Murphy, Joe (2008) Better Practices From the Field: Micro-Blogging for Science & Technology Libraries. Science & Technology Libraries 28(4).
Mir bleibt der Sinn der Angelegenheit zumindest für Bibliotheken nach wie vor schleierhaft. Eine mir bislang bekannte Anwendung im Bibliothekskontext ist die Einsatz von Twitter für Neuerwerbungslisteb: http://twitter.com/FHB_Bibliothek. Wobei ich keinen Vorteil zu herkömmlichen RSS-Feeds wie z.B. diesem hier sehe.
Hier geht’s auf jeden Fall zum Volltext.
11 Dinge über das Semantische Netz
Bernard Lunn schreibt über 11 Things To Know About Semantic Web. Ein fast wahllos herausgegriffener Punkt:
If you have a firm grasp of the theoretical underpinnings of the semantic web, things like RDF, tuples, Sparql and OWL that make my brain hurt, you will be able to charge a fat premium in consulting fees for a while, as not many people really understand this stuff. But make hay while the sun shines, as some entrepreneur will surely figure out how to abstract this stuff and make it accessible for the masses.
Na, hoffentlich.
Feedjit – Karte mit Live-Traffic
Links unten, sehr geehrte Infobib-Gäste, können Sie nun ein neues Spielzeug bewundern: Feedjit. Damit kann man sehen, woher die in allerletzter Zeit auf diesen Seiten herumklickenden Mitsurfer kommen. Gerade eben: Dublin arrived from google.ie on „Libworld – Australia » Infobib“
Welcome, Dublin! Die Rasterung erfolgt übrigens sehr grob, einzelne Personen sind über diesen Dienst also nicht auszumachen. Wer gar nicht erscheinen möchte, klicke auf „Options“ unten im Feedjit-Fenster. Dort kann man sich für Feedkit unsichtbar machen.
Wenn diese Funktion auf Unbehagen stößt, entferne ich sie gerne wieder.



