Die Linke zeigt Wikipedia an

Katina Schubert, die stellvertretende Vorsitzende der Partei „Die Linke“ hat, nach eigenen Angaben eine Strafanzeige gegen Wikipedia-Verantwortliche gestellt, wegen der Verbreitung verfassungsfeindlicher Symbole.
Konkret soll es um die Abbildung eines Hitler-Jugend-Symbols gehen, was nach Schuberts Meinung zeigt, dass die Wikipedia „Einfallstor für rechte und rechtsextreme Ideologien“ sei.

Der Geschäftsführer der Wikimedia Deutschland zeigte sich erbost, da sich Katina Schubert nicht die Zeit genommen habe mit der Wikimedia in Verbindung zu setzen. Zu den Vorwürfen äußerte er sich folgendermaßen: „Für uns gehören neutrale Artikel über die NSDAP und ähnliche Organisationen in eine Enzyklopädie. Dazu gehört natürlich auch das Logo der betreffenden Organisation.“

Auch aus den eigenen Reihen, muss Katina Schubert Kritik einstecken, so äußerte Mark Seibert (Die Linke) in seinem Blog „Unverständnis für diese Initiative“, die er „für unsinnig und auch für überflüssig“ hält.

[via netzpolitik.org & golem.de]

Ist W-Lan in Bibliotheken gesundheitsgefährdend?

Ronald Kaiser verweist heute in Inetbib auf den Spiegel-Bericht über die Abschaltung von W-Lan-Zugängen in Pariser Bibliotheken. Demnach traten nach Einrichtung der Drahtlos-Netzwerke bei Bibliotheksmitarbeitern gesundheitliche Beschwerden auf. Bevor genauere Studien vorliegen, sollen die Netzwerke vorerst nicht wieder freigeschaltet werden.

Brockhaus unterliegt Wikipedia

Bei einer Recherche des Wissenschaftlichen Informationsdienstes, Köln (WIND) schnitt Wikipedia bei verschiedenen Bewertungspunkten insgesamt besser ab als die Online-Ausgabe des Brockhaus.

Besonders bei der Aktualität siegte Wikipedia. Allerdings gab der WIND auch beim Thema Richtigkeit oft den Wiki-Einträgen den Vorzug. Dagegen lag der Brockhaus bei der Verständlichkeit vorn.

[via n-tv]

Wiki als Bibliothekshomepage

Worüber man so alles stolpert, wenn man den Biblioblogosphären anderer Länder herumstöbert…

Neuestes Fundstück: Die SMS Junior Library der SMS Aga Khan School hat ihre Bibliothekswebseite einfach in ein gehostetes Wiki gepackt: http://smsjslibrary.pbwiki.com/

Banner der SMS Junior Library  des Aga Khan Education Service, Pakistan

Vielleicht nicht gerade die Ideallösung, aber immerhin bietet ein Wiki wie das hier verwendete PBWiki einige Funktionen wie eine Volltextsuchmaschine, und viel einfacher wird das Einfügen von Inhalten für die Bibliothek vermutlich nirgendwo.

Wikipedia-Inhalte demnächst unter CC-Lizenzen?

Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer, hat laut Heise kürzlich verlauten lassen, dass sich die Lizensierung der Wikipedia-Inhalte demnächst ändern könnte:

Autoren haben also voraussichtlich demnächst die Wahl zwischen der bisherigen GFDL und der Lizenz Creative Commons Attribution-Share Alike. Bisherige Inhalte könnten relizenziert werden. Eine endgültige Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen, heißt es in einer Mitteilung. Zunächst werde der Beschluss der Wikipedia-Gemeinde zur Diskussion und Abstimmung gestellt.

Klaus Graf erläutert auf seiner Wikipedia-Benutzerseite Kritikpunkte an der bisher verwendeten GNU FDL.

"Meine Bibliothek"

In der NZZ vom 1./2. Dezember 2007 ist eine Beilage über persönliche Bibliotheken erschienen.

“ […] So lässt sich an ihnen ablesen, woher wir kamen, wohin wir gingen und wo wir stehen. Sie setzten – wie Jahrringe – hoffentlich Qualität an […].“ [Aus: „Meine Bibliothek: zu unserer Beilage“]

Elf Autoren schreiben darin über ihre eigenen Bibliotheken. → sehr lesenswert!

Offenheit in der wissenschaftlichen Kommunikation

Die Wissenswerkstatt schreibt über den weiten Weg von der Einstellungs- zur Verhaltensänderung, Hürden auf dem Weg zu Open Access. Es geht um die bekannten Schwierigkeiten, Open Access als grundsätzliches Linie wissenschaftlicher Kommunikation umzusetzen: Eine Idee für gut befinden, heißt noch nicht, daß man sich auch für sie einsetzt:

Und so kann es kaum überraschen, daß man bei der Befragung einzelner Wissenschaftler zu ihrem Publikationverhalten feststellt, daß hier Einstellung und Verhalten nur sehr schwach miteinander korrelieren. D.h. konkret: auch wenn Forscher die Open-Access-Idee gutheißen, so bedeutet das keineswegs, daß sie selbst in Open-Access-Zeitschriften publizieren. Hier ist jedem einzelnen Wissenschaftler das Hemd näher als der Rock.

Die Green Road wird in diesem Artikel leider gar nicht angesprochen.

[via Basic Thinking]