Die grüne Bibliothek

Balsamorhiza deltoidea: Common names: Balsamroot, Northwest Balsamroot, Deltoid Balsamroot. Klimawandel, Ölkrise, Beinahe-Atom-GAUs: Auch Bibliotheken tragen ökologische Verantwortung. Zwar können sie natürlich keine maßgebliche Rolle weder in der Debatte über noch in der Umsetzung von umweltschützenden Maßnahmen spielen, aber ein kleines Scherflein können sie sicherlich beitragen. Die im folgenden aufgeführten Ansätze erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie sollen vielmehr eine kleine Anregung, ein Denkanstoß sein. Für fast alle Maßnahmen gilt: Tue Gutes, und spare auch noch Geld dabei.
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Digitale Rechteverwalter heischen nach Lob

Frage:

„Sind Sie der Meinung, dass Bibliotheken ein Angebot, das Informationen und Inhalte digital zugänglich macht, deshalb nicht anbieten dürfen/sollen, weil es “nur” von derzeit 95 % der Internetnutzer in Anspruch genommen werden kann?”

Antwort:

Nein.

Wer dazu, dem Bedürfnis nach Bestätigung und zum Thema “Versionswechsel im Bibliothekswesen” ein wenig ausführlichere Informationen haben möchte, wage sich in die Tiefen der Diskussion in der Nachbarschaft:

  1. http://log.netbib.de/archives/2007/06/19/auch-koln-ist-mit-der-online-ausleihe-gestartet/
  2. http://bibliothek2.wordpress.com/2007/07/08/onleihe-digitale-bibliothek-05/
  3. http://log.netbib.de/archives/2007/07/11/onleihe-digitale-bibliothek-05

Dies ist auch die empfohlene Lesereihenfolge. Wem das noch nicht reicht, der oder die kann sich auch via Technorati auf dem Laufenden halten.

Freundeskreise für Bibliotheken

Annette Welling (Dipomkulturwirtin in Diensten des BDI) untersuchte in einer Studie die Förder- und Freundeskreise der Kultur in Deutschland. Teil ihrer Untersuchung waren auch Förder- und Freundeskreise von Büchereien/Bibliotheken und Archiven.

Kurz zusammengefasst fand sie heraus, dass diese Einrichtungen von allen Einrichtungen die kleinsten Förderkreise haben (35% haben max. 50 Mitglieder, bei den anderen Einrichtungen höchstens 17%), dass manche Bibliotheken den Förderern kostenlose Bücherbringdienste und andere Dienstleistungen anbieten, und dass Bibliotheken als einzige geförderte Institutionsgruppe die Wirkung der Dienstleistungen auf den Förderkreis als gering betrachten.

Annette Welling: “Förder- und Freundeskreise der Kultur in Deutschland”
In: Kulturmanagement & Kulturpolitik : die Kunst, Kultur zu ermöglichen / Hrsg.: Friedrich Loock; Oliver Scheytt. – Berlin : Raabe
ISBN: 3-8183-0525-0
Lieferung Juni 2007, F3.3, S. 1-18

Deutsche Medien in Nordkorea unerwünscht

Vor drei Jahren war es eine Sensation, als im Goethe-Institut in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang ein Lesesaal eröffnet und damit die Auslage westlicher Medien geduldet wurde. Nun wurde der neugewonnenen Freiheit ein jähes Ende gesetzt:

Vor einigen Wochen entfernte der nordkoreanische Partner des Goethe-Instituts, die Koreanisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft, alle Zeitungen und Zeitschriften aus dem Lesesaal. Offiziell rechtfertigt Pjöngjang das Vorgehen damit, dass der Bestand an wissenschaftlichen und technischen Publikationen erweitert werden solle.

Naheliegend ist jedoch, dass die kritische Berichterstattung in deutschen Medien der nordkoreanischen Führung missfiel. Nun wird von deutscher Seite über die Schließung des Lesesaals nachgedacht:

“Ich sehe keinen Grund, warum wir das Angebot an Büchern und Medien in dem Lesesaal einschränken sollten”, erklärte der Bundestagsabgeordnete und Leiter der deutschen Delegation, Hartmut Koschyk (CSU), am Mittwoch. Noch hofft man, dass Pjöngjang einlenkt.

[via LexisNexis aus Stuttgarter Zeitung, online nur kostenpflichtig]

Neues Biblioblog: Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW

Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW ist ein neues Biblioblog, dessen Inhalt sich selbst erklären sollte. Wie man dem ersten Posting (“Hello World”) entnehmen kann, wurde es vom Dezernat 49 Öffentliche Bibliotheken der Bezirksregierung Düsseldorf auf vielfachen Wunsch […] als Ergänzung zum monatlichen Newsletter eingerichtet. Das stimmt optimistisch, was den wachsenden Bekanntheits- und Verbreitungsgrad von Blogs in Bibliotheken anbetrifft.

Ich habe es gerade auch ins LISWiki eingetragen.

Viel Erfolg!

Onleihe

Die Bücherhallen Hamburg und die Stadtbücherei Würzburg haben seit heute einen neuen Online-Service. Bei der sogenannten Onleihe, können registrierte Bibliotheksnutzer über das Internet verschiedene e-Medien herunterladen und eine Woche lang nutzen.

Die Nutzer sind dadurch nicht mehr an die Öffnungszeiten gebunden, so soll laut Hella Schwemer-Martienßen, Direktorin der Bücherhallen Hamburg dem Online-Händler amazon, mit einem Angebot ohne Kaufzwang etwas entgegen gesetzt werden.
Momentan stehen rund 10.000 digitale Medien, wie zum Beispiel Hörbücher, E-Books, Musik und Zeitschriften, zur Verfügung.
Weitere Bibliotheken, die an diesem europaweit einzigartigen Angebot teilnehmen werden, sind die Stadtbibliotheken in Köln und in München.

Auf den Seiten der Bücherhallen Hamburg gibt es eine virtuelle Tour durch die “Virtuelle Bücherhalle”.

[via abendblatt.de]

Stadtbüchereien Düsseldorf ziehen positive Bilanz

Die WZ berichtet heute über steigende Nutzungszahlen der Stadtbüchereien Düsseldorf. Deren Leiter, Norbert Kamp, sieht sich damit schon „mindestens in NRW an der Spitze“. Er führt diese Entwicklung vor allem auf “konsequentes Zielgruppenmarketing und Investitionen” zurück. Letztere sind vor allem dem Pisa-Schock zu verdanken, woraufhin den Bibliotheken wieder mehr finanzielle Ressourcen zugestanden wurden.

Ab Herbst soll in Düsseldorf die elektronische Medienausleihe sogar rund um die Uhr, sieben Tage die Woche angeboten werden.