Ein wenig verwunderlich finde ich das Nicht-Auftauchen von ez Publish und Typo3 bei den CMS.
[via What I learned today…]
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen
Ein wenig verwunderlich finde ich das Nicht-Auftauchen von ez Publish und Typo3 bei den CMS.
[via What I learned today…]
Mit Newshype geht nun endlich eine Seite an den Start, die die Rivva-Nachfolge antreten möchte. Artikel über Newshype:
Momentan ist die Besichtigung nur mit Einladung möglich. In den Screenshots sieht Newshype aber schon einmal recht rivva-artig aus. Die praktische Umsetzung des Rankings zu beobachten, wird besonders spannend sein. Ich hoffe auf baldige Freischaltung des Dienstes.
Ein brauchbarer Open-Source-Memetracker für kleinere, speziellere Communities wie z.B. die Biblioblogosphäre ist jedoch auch dann weiterhin wünschenswert, wenn Newshype den Erwartungen gerecht würde.
One Pager ist ein minimalistisches, nutzerzentriertes Konzept für Bibliothekswebseiten. Grundprinzipien sind:
- Designing for Mobile First
- Saving the Time of the Reader
- Librarians are Busy
- Writing is Important
- Clarity through Simplicity
Die Idee, primär für mobile Geräte zu entwickeln zahlt sich aus, da man sich dann zwangsläufig auf das Wesentliche konzentriert. Insgesamt gilt: weniger ist mehr!
Bislang ist der One Pager anscheinend noch nicht für CMS umgesetzt worden. Wer in näherer Zukunft eine neue Bibliothekswebseite plant, sollte sich das Konzept inkl. Screenshots auf jeden Fall näher ansehen.
One Pager ist in Github unter CC-BY-NC-SA veröffentlicht.
OpenBib wurde technisch ordentlich durchgeschüttelt. Unter anderem soll OpenBib besser für das Semantic Web vorbereitet werden. Dazu kommen verschiedene Technologien wie Trennung der HTTP-URI’s von den verschiedenen Daten-Repräsentationen wie HTML,JSON,RDF,RSS
oder RESTful WebServices
zum Einsatz.
Durch diese Kombination wird erreicht, dass das gesamte Recherche-Portal selbst zu einem WebService wird und sich mit allen seinen Funktionen und Informationen in beliebige andere Dienste integrieren lässt. Zusätzlich besteht weiterhin der bereits etablierte Mechanismus, beliebige Informationen über (neue) Konnektoren mit definierten Standardschnittstellen (s.o.) bereitzustellen.
Die Version 2.4alpha setzt unter anderem auch auf Cool URIs. Damit kommt auch OpenBib endlich im WWW an, sind Permalinks doch eine Grundlage für die Verlinkung von Inhalten. Das Thema Permalinks hatten wir hier ja schon zur Genüge.
Auch von der konkreten OpenBib-Entwicklung abgesehen ist Oliver Flimms Posting sehr lesenswert und (nebenbei bemerkt) ein sehr gutes Beispiel für die unkomplizierte Kommunikation konkreter Projektergebnisse an die Fachgemeinde.
Das Schöne an Open Source ist, dass man zumindest theoretisch immer selbst weiter entwickeln kann. In manchen Fällen geht das auch praktisch, zum Beispiel bei der neuen Oberfläche für die Uralt-Chat-Software Rakim.
Endlich ist es geschafft, die Repository-Software OPUS ist in der neuen Version als OPUS 4 erschienen. OPUS wird nun auch endlich auch installationsbereit zum Download angeboten. Wie man OPUS (auf Ubuntu 10.04) installiert, kann man sich in einem Screencast ansehen. Der liegt zum Download bereit und umfasst sagenhafte 128 Megabyte. In der Erwartung eines abendfüllenden Spielfilms in High Definition und 3D habe ich dieses AVI-Riesenpaket heruntergeladen und auch die erforderlichen DivX-Pakete installiert. Nun sind 15 Minuten herum, und ich habe den Film immer noch nicht starten können. Vielleicht wäre der Upload auf ein Videoportal eine Option?
Nun läuft der Film, und er ist nicht in 3D und hat auch keinen Ton. Abendfüllend ist er nur an knapp 9 Minuten langen Abenden. Wie so oft ist das Buch (OPUS-Dokumentation, PDF), nach dessen Vorlage der Film gedreht wurde, viel spannender und – in diesem Fall – wahrscheinlich auch nützlicher.
Getestet habe ich die Installation noch nicht, sieht aber erstmal recht unkompliziert aus. Wer OPUS 4 schon mal sehen möchte: das KOBV betreibt eine Test-Installation. Der Upload-Vorgang wurde in Details verändert. Der Upload des Dokumentes erfolgt nun schon im ersten Schritt, wie auch hier gefordert wurde. Insgesamt gibt es immer noch viel zu viele Felder, aber da es sich um eine Demo-Installation handelt, müssen diese sicherlich nicht alle in Produktivsysteme übernommen werden.
Wer hat OPUS 4 schon ausprobiert oder sogar im Einsatz?
Update:
Am Mittwoch wurde Google Refine 2.0 released. Google Refine kann dazu dienen, unordentliche Datenmengen aufzuräumen und nachnutzbar zu machen. Hat man z.B. eine Datei in der unterschiedliche Schreibweisen zur Beschreibung des selben Sachverhalts genutzt wurden, kann man sie mit Refine mühelos clustern. Mehr Infos dazu gibt es im Refine-Blog oder in diesen Tutorial-Videos:
Erste Spielereien mit Refine zeigen, dass es ein mächtiges, aber durchaus schnelles Tool ist. Einsatzszenarien sind zum Beispiel die Aufbereitung von Open Government Data vor der Publikation. Vor diesem Release hieß die Software Freebase Gridworks und wurde u.a. eingesetzt, um Daten für data.gov.uk aufzubereiten. Dieses Beispiel ist neben anderen im Google-Refine-Blog zu finden.
Oliver Marahrens hat ein einem Fahrplan zur Vufind-Nachnutzung im TUBfind-Blog erläutert, wie man VuFind selbst installieren und ausprobieren kann:
Was ist zu tun, wenn eine Bibliothek selbst vufind ausprobieren möchte? Zu diesem Thema lässt sich viel schreiben. Daher haben wir uns entschieden, eine kleine Serie zu starten und die einzelnen Schritte zur Nachnutzung von Vufind zu dokumentieren und zu beschreiben. Gewisse Grundkenntnisse in der Administration und Konfiguration von Webservern werden vorausgesetzt; Programmierkenntnisse werden jedoch nicht verlangt.
Wer von den erforderlichen Administrations-Grundkenntnisse abgeschreckt ist: es geht auch fast ganz ohne, wenn man sich an die Anleitung hält. Meine persönlichen Erfahrungen dazu habe ich vor kurzem auch in diesem kleinen Erfahrungsbericht gepostet.
Ungeklärt ist eigentlich nur, wie man VUFind nun korrekt ausspricht. Wi-Juh-Feind, Vau-Uh-Find, (engl.) View-Find?
Vor fast genau 3 Jahren habe ich hier zum ersten Mal über VuFind berichtet, Anfang 2008 dann noch mal darauf hingewiesen, wie wichtig Open-Source-Bibliothekssysteme doch als Innovationstreiber seien. Jetzt war es an der Zeit, die Gedankenspiele einmal in die Tat umzusetzen. Die TU Hamburg-Harburg ging zum 1. April mit gutem Beispiel voran und installierte VuFind. Auf einem (nur lokal zugänglichen) Testrechner habe ich dies nun auch gemacht. Erster Eindruck: so einfach wie lehrreich!
Insgesamt habe ich zwei Nachmittage benötigt, in denen ich mich diesem Projekt allerdings nur nebenbei gewidmet habe. Den Netto-Zeitaufwand würde ich mit ca. 2-3 Stunden beziffern. Dies ist aber nur eine grobe Schätzung.
Da die Installation nicht öffentlich zugänglich ist, kann ich an dieser Stelle nur einen Screenshot einfügen:

VuFind in der Praxis:
VuFind ist auch für IT-Laien einfach zu installieren und es bietet Funktionen, auf die man bei den momentan großflächig eingesetzten OPAC-Produkten vermutlich noch Jahre warten muss. Als Beispiele seien Permalinks für Katalogisate genannt. Und wer eine mobiltaugliche Fassung seines Katalogs wünscht, geht einfach in die Konfigurationsdatei, und schaltet den entsprechenden Parameter ein. Das war’s.
Ich prophezeie VuFind (und anderen freien Katalog-Oberflächen) einen baldigen Durchbruch in Deutschland. Es wird Zeit, dass das Bibliothekswesen in Deutschland seine wichtigsten Werkzeuge selbst in die Hand nimmt.
Im letzten Herbst wünschte ich mir eine dezentrale Alternative zum OAIster. Der YaCy-Entwickler Michael Christen fand die Thematik spannend und teilte mir mit, dass YaCy intern auch schon einige Vorraussetzungen beherrscht, um bibliographische Daten zu bearbeiten, unter anderem den Umgang mit Dublin Core. Im Bibcamp-Blog schrieb ich im Oktober recht optimistisch:
Ein interessante Frage stellt sich aktuell durch die drohende OAIster-Wegschließung: Wie kann man man eine dezentrale Alternative zu OAIster schaffen? Bis zum Bibcamp wird vermutlich ein YaCy-Prototyp für die Suche in Dokumentenservern stehen. Das Bibcamp bietet eine hervorragende Gelegenheit, diesen Prototypen auf Herz und Nieren zu prüfen und vielleicht sogar direkt vor Ort zu verbessern!
Der Prototyp ist da, und werden mehrere YaCysten beim Bibcamp sein, die sicherlich gerne über bibliothekarische Anwendungen von YaCy diskutieren würden. In einer indischen Bibliothek wird es schon für eine digitale Bibliothek eingesetzt, die mehr als 2TB Audio, Video und E-Books
und eine HTML-Oberfläche mit über 800.000 Seiten umfasst. Denkbar und sinnvoll wäre eine Anwendung zum Beispiel in Virtuellen Fachbibliotheken. Wenn man sie schon mit viel Aufwand konstruiert und mühsam Webquellen sammelt, könnte man den Index auch anderen zur Verfügung stellen. Und genau dies ist mit YaCy möglich.
Ich habe die neueste Version übrigens mal testweise auf meinem Desktoprechner installiert und innerhalb kürzester Zeit 20 Repositories mit bis zu 35.000 Dokumenten indexiert. Geht ganz einfach, und ist hier erklärt. Für einen Prototypen sehr respektabel, wie ich finde.