Ein Jahr Wikidata

Vor einem Jahr wurde das erste Wikidata-Objekt Q1 erstellt. Nun feiert Wikidata den ersten Geburtstag. Lydia Pintscher schreibt:

It is beyond what I could have hoped for when I said yes to joining the project. We have together:

  • removed more than 240 000 000 language links from the Wikipedias
  • created more than 21 000 000 statements
  • made more than 84 000 000 edits
  • become the 5th most active Wikimedia project with nearly 4000 active editors (5+ edits in the last 30 days)
  • nearly 600 editors who are very active (100+ edits in the last 30 days)
  • brought in nearly 5000 new Wikimedians for whom Wikidata is the first project they contributed to

Dies und mehr auf der Geburtstagsseite.

Weniger schlecht schreiben

Michael C. Munger gibt 10 Tips on How to Write Less Badly.

1. Writing is an exercise.
2. Set goals based on output, not input.
3. Find a voice; don’t just „get published.“
4. Give yourself time.
5. Everyone’s unwritten work is brilliant.
6. Pick a puzzle.
7. Write, then squeeze the other things in.
8. Not all of your thoughts are profound.
9. Your most profound thoughts are often wrong.
10. Edit your work, over and over.

Um die Tipps zu verstehen, sollte man den Artikel lesen.

Bulk Data vom US Patent Office

Das United States Patent Office stellt via Google Patentinformationen in Hülle und Fülle bereit: USPTO Bulk Downloads: Patents

Patent Grants

Patent Application Publications

Additional Patent Data

Wenn man mal nicht weiß, womit man seinen Discovery-Index anreichern könnte, wäre hier vielleicht geeignetes Material. Zu Verwendungsmöglichkeiten steht in der FAQ:

There are no restrictions on the use of the data in these products, unless otherwise prohibited by law or specific agreement.

Alte Smartphones für die Bibliothek?

Katrin Siebler schlägt vor, ausrangierten Privatsmartphones eine zweite Karriere im Bibliothekswesen zu ermöglichen:

CC-BY-SA: MikroLogika

Wir schaffen uns ein Trainingssmartphone an! Und das muss noch nicht einmal viel kosten; denn spätestens nach drei Jahren bekommt man als Smartphonebesitzer mit Flatrate die Möglichkeit, sein “altes” Smartphone gegen ein Neues zu tauschen. Und was passiert dann mit dem alten? In den meisten Fällen liegt es unbeachtet und vernachlässigt in der Schublade.
Geben wir ihm doch eine zweite Chance als Trainingssmartphone in der Bibliothek!
Denn Apps laden und benutzen kann man auch ohne Telefonflatrate über das universitäre WLAN.

Auch wenn es prinzipiell nicht zur Gewohnheit werden darf, bei eigentlich notwendigen Anschaffungen auf private Spenden zu hoffen, ist dies eine gute Idee, den Lebenszyklus von Altgeräten zu verlängern und gleichzeitig den Kompetenzerwerb in der Bibliothek zu erleichtern.

Discovery für Bewegungsarchive und -bibliotheken

Und noch ein Nachschlag zum 2. Deutschen VuFind-Anwendertreffen in Harburg.

Marius Zierold machte in einem Lightning Talk auf die Schwierigkeiten von Bewegungsarchiven aufmerksam, die für ein Discovery-Projekt notwendigen Ressourcen zusammenzukratzen. Schon 50 Euro pro Monat für einen halbwegs brauchbaren Webserver sind oft außerhalb des Budgets. Vom Personal wollen wir da gar nicht weiter sprechen.

Er hat im Rahmen seiner Masterarbeit eine VuFind-Installation für die Genderbibliothek der HU Berlin aufgebaut: GenderVu. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, baut jedoch sehr stark auf das Engagement eines einzelnen.

Zwischenzeitlich stieß ich noch auf das den AGGB-Katalog der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken. Dort haben sich mehrere Bibliotheken zusammengeschlossen, um ihre Bestände zugänglich zu machen. Das ist ein Vorgehen, dass mir auf den ersten Blick plausibel erscheint. Bibliothekarische Zusammenschlüsse von Bewegungsarchiven gibt es schließlich auch andernorts, zum Beispiel den Dachverband deutschsprachiger Frauen / Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.

Hier schlummern ziemlich viele Bachelor- und Masterarbeiten mit Titeln wie „Konzeption und Einrichtung eines Katalogs/Discovery Systems/Recherche-Dings für Einrichtung XY“.

#notourpatrons – nicht gehaltener Lightning Talk über Nutzerforschung

Auf dem 2. Deutschen VuFind-Anwendertreffen wollte ich eigentlich einen Lightning-Talk mit der Kernaussage halten, dass die einschlägig bekannten Nutzerstudien viele hilfreiche Ansatzpunkte zur Verbesserung von Dienstleistungen bieten können. Der Talk fand nicht statt, aber die Folien möchte ich nun nicht einfach auf der Festplatte in Vergessenheit geraten lassen. [1] Besonders den Hinweis auf den INETBIB-Vortrag von Ursula Schulz möchte ich als leichten Einstieg in die Materie hier noch einmal explizit empfehlen. Ebenso deutlich möchte ich erwähnen, dass im Einzelfall lokale Bedürfnisse und Voraussetzungen von den „Standard-Empfehlungen“ abweichen können.

Ein gutes Beispiel wurde während des Treffens von Jessica Drechsler vorgeführt (PDF). Sie präsentierte die VuFind-Installation des Georg-Eckert-Instituts für Internationale Schulbuchforschung (GEI). Deren Nutzerschaft ist hochspezialisiert und hat ein ebenso spezielles Suchverhalten. Die Suche nach Titeln oder Autoren funktioniert bei Schulbüchern anscheinend oft nur schlecht oder gar nicht. Ein vielleicht denkbarer Fall wäre die Suche nach Grundschulliteratur (Schulform) aus den 80er-Jahren (Zeitraum) in Südafrika (Land) für ein bestimmtes Schulfach. Ein einfacher Suchschlitz ist in hier nicht das ideale Suchwerkzeug.

Wenn man partout seine NutzerInnen nicht befragen möchte, sind die Standard-Faustregeln sicherlich eine gute Richtlinie. Im Idealfall müssten im Zuge der lokalen Anpassungen wie beim GEI einige dieser Regeln über Bord geworfen werden.

Frei nach Ranganathan: Jedem Benutzer seine Suchwerkzeuge. Oder zumindest jeder Bibliotheksbenutzerschaft.

References

References
↑1 Besonders den Hinweis auf den INETBIB-Vortrag von Ursula Schulz möchte ich als leichten Einstieg in die Materie hier noch einmal explizit empfehlen.

SWB-Datenbank als Linked-Open-Data veröffentlicht

Informationen über Open Access für Daten aus dem SWB finden sich im BSZ-Wiki. Dort steht, dass der SWB-Verbundkatalog monatlich aktualisiert als MARC21-Download (auch RDF und BEACON!) unter CC0-Lizenz zur Verfügung steht.

Damit ist die Landschaft der deutschen Verbundkataloge fast komplettiert:

BVB Dezember 2011 (B3KAT) ✔
GBV tba.
HEBIS Juli 2012 ✔
HBZ August 2012 [1] Über dieses Datum lässt sich streiten, da der Download des Verbundkatalogs aufgrund der Zurückhaltung einzelner Bibliotheken zu dieser Zeit noch nicht vollständig war. ✔
KOBV Dezember 2011 (B3KAT) ✔
SWB September 2013 ✔

Im von Patrick Danowski und Adrian Pohl herausgegebenen Buch „(Open) Linked Data in Bibliotheken“ wird über viele andere Aktivitäten im Bereich Open Bibliographic Data berichtet. [2] Eine Timeline gibt es im Kapitel 2.4.8 „Übersicht der Entwicklungen von 2007 bis 2012“, S. 18ff

[via BSZ]

References

References
↑1 Über dieses Datum lässt sich streiten, da der Download des Verbundkatalogs aufgrund der Zurückhaltung einzelner Bibliotheken zu dieser Zeit noch nicht vollständig war.
↑2 Eine Timeline gibt es im Kapitel 2.4.8 „Übersicht der Entwicklungen von 2007 bis 2012“, S. 18ff

Danowski/Pohl: (Open) Linked Data in Bibliotheken

„(Open) Linked Data in Bibliotheken“

Das Buch ist sowohl eine Einführung in die Themen Linked Data, Open Data und Open Linked Data als es auch den konkreten Bezug auf Bibliotheken behandelt. Hierzu werden konkrete Anwendungsprojekte beschrieben. Der Band wendet sich dabei sowohl an Personen aus der Bibliothekspraxis als auch an Personen aus dem Bibliotheksmanagement, die noch nicht mit dem Thema vertraut sind.

Inhalt:

Die Open-Access-Ausgabe ist nun online. Herzlichen Glückwunsch, Patrick und Adrian!