Alison Macrina und April Glaser beschreiben, wie sich „radikale Bibliothekare“ oder „Ninja-Bibliothekare“ dafür einsetzen, dass die Daten ihrer Nutzer geschützt bleiben:
Librarians in Massachusetts are working to give their patrons a chance to opt-out of pervasive surveillance. Partnering with the ACLU of Massachusetts, area librarians have been teaching and taking workshops on how freedom of speech and the right to privacy are compromised by the surveillance of online and digital communications — and what new privacy-protecting services they can offer patrons to shield them from unwanted spying of their library activity.
Scans werden gegenüber Kopien zumindest in unserer Bibliothek immer beliebter. Einmal sicherlich, weil sie – anders als Kopien – nichts kosten. Andererseits aber auch, weil Scans leicht zu versenden und speichern sind. Kombiniert man die Scanfunktion mit OCR, kann man die eingescannten Texte noch dazu komfortabel weiternutzen. Die dafür erforderlichen Geräte sind schon längere Zeit in übersichtlichem und tragbarem Format erhältlich.
Da wären zuerst die Scanstifte zu nennen. Es gibt viele verschiedene Produkte, die sich in etlichen Details unterscheiden, davon sind einige schon recht lange auf dem Markt. Der aktuell in der Version 7 verfügbare IRISPen zum Beispiel wurde bereits 2004 in der c’t getestet.
Ich konnte drei Bibliotheken ausmachen, in denen der C-Pen (in der USB-Variante TS1) verliehen wird:
Etwas neuer sind Apps, mit denen man Text abfotografieren und dann in OCR wandeln kann. Der Scanbot – PDF Dokument Scanner zum Beispiel ist solch eine App. Der „Scan“ erfolgt in diesem Fall durch Abfotografieren der entsprechenden Vorlagen. Je nach Fotoqualität des verwendeten Smartphones und der Lichtverhältnisse beim Fotografieren sind die Ergebnisse ganz gut bis untauglich. Die dazugehörige OCR-Funktion habe ich nicht getestet.
Kein Scan-Stift (CC-BY: Greg Lloyd)
Fragen an die werte Leserschaft:
Gibt es irgendwo einen halbwegs seriösen und neutralen Vergleich von Scans-Apps?
Gibt es irgendwo einen halbwegs seriösen und neutralen Vergleich von Scanstiften?
Auch über persönliche und subjektive Erfahrungsberichte freue ich mich natürlich sehr!
Scan-Workflows und Langzeitarchivierung? Widmen wir uns den wahren Herausforderungen der Digitalisierung! Die Bibliothek hat zigtausend neue elektronische Dissertationen im Katalog. Diese grandiose Erweiterung des Bestandes soll in einem Blogbeitrag gefeiert werden. Welche Abbildung wähle ich, um die neuen Dokumente zu symbolisieren?
Dies ist ein regelmäßig wiederkehrendes Problem. Und jedes Mal, wenn ich mich der Herausforderung stelle, „Online“ zu visualisieren, schiele ich neidisch zu den Altbeständlern herüber. Denn so etwas macht sich doch in jedem Blogposting sehr gut:
Doch was bleibt den Onlinern? Logos von Verlagen, das Open-Access-Logo, zur Abwechslung ab und an Geräte mit oder ohne bedienende Personen? Oder ein Blick in die Matrix?
Damit wären wir bei meinem stets wiederkehrenden Problem und daran anschließend meiner Herausforderung an die Allgemeinheit: Wie kann man Postings oder Pressemitteilungen über „Online“ interessant und anschaulich bebildern, ohne immer wieder in dieselbe Klischee-Kiste greifen zu müssen?
Selbst erstellte Zitierstile in der Citation Style Language (CSL) können nun via CSL-Validator überprüft werden. Der Validator-Code ist auf Github verfügbar.
Ihre Abschaltung erinnert an das Ende des Google Reader im März 2013 und zeigt erneut das bekannte Muster: Google entwickelt eine Technik als Clouddienst zur Marktreife, besetzt den Markt, weil die Technik gut ist, verdrängt die Wettbewerber, die daneben kaum noch einen Ort finden, zieht sich dann plötzlich aus dem Geschehen zurück und hinterläßt eine Lücke, so daß das Jammern groß ist.
Das kann man gar nicht oft genug wiederholen! Nischendienste haben bei Google einfach keine Priorität. Ich zitiere mal kurz aus diesem Blog:
Laut Ian Johnson, u.a. Herausgeber der Global Studies in Libraries and Information, wurden an der Universität von Mossul verschiedene Fachbereiche von ISIS geschlossen. Neben (unter anderem) den Archäologen sei auch das Department of Librarianship and Information Studies betroffen. Wie die Situation der Archive, Bibliotheken und Museen in Mossul aussehe, sei nicht bekannt. Die Zeit berichtet dazu:
Der Sitz des syrisch-katholischen Bischofs ging in Flammen auf – die gesamte Einrichtung, Bibliothek und wertvolle Handschriften verbrannten. Am Montag besetzten die Islamisten das bekannte Kloster Sankt Behnam in dem 30 Kilometer entfernten Städtchen Qaraqosh.
Weitere Infos in Ian Johnsons Mail in der Liste IFLA-l.
Gute Idee, zur Nutzerwunschforschung, eine “Nein-Antwort”-Liste an der Bibliothekstheke zu führen, in der notiert wird, welche (An-)Fragen von Nutzern mit Formen von “Nein” beantwortet werden mussten (Einige der dort gelisteten Punkte lesen sich so bekannt #mitKarte #Raumfrei).