Podiumsdiskussion: „Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft“

Am 23. Oktober 2012 um 18 Uhr findet in der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Open Access Week 2012 zum Thema „Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft“ statt.

Hochkarätige Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Verlagswesen werden darin die Themenfelder Open Access, Web 2.0 und die dauerhafte Zugänglichkeit von Forschungsdaten unter dem Titel „Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft“ thematisieren.

Weitere Informationen:
http://www.ibi.hu-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/open_access

Ubuntu integriert Amazon-Ergebnisse in Desktopsuche

Ubuntu möchte Amazon-Ergebnisse in die Desktopsuche übernehmen. Man sucht also nach Dateien auf seinem Rechner und sucht damit gleichzeitig bei Amazon. Der Standard schreibt:

KritikerInnen sehen darin einen Eingriff in ihre Privatsphäre, würden so doch unweigerlich sämtliche Suchbegriffe an Amazon geschickt. Andere wiederum lehnen solch eine Art der „Produktplatzierung“ aus grundlegenden Gründen ab. Die Möglichkeit das entsprechende Paket nachträglich zu deinstallieren sei zwar gegeben, es gehe aber eben auch um die Default-Einstellungen.

Jono Bacon erklärt die Änderungen in seinem Blog:

If any of you are like me and my wife, Amazon is part of our life. We buy products from there all the time (particularly with Amazon Prime), and as such, I often find myself browsing Amazon for products that I am interested in. We even get our coffee regularly shipped to us from Amazon.

Wer nun nicht so ist wie Jono und seine Frau und technisch nicht fit genug ist, diese Suchfunktion zu durchschauen, hat eben Pech gehabt und teilt irgendwelchen Servern (angeblich nur Canonical) in Zukunft genau mit, nach was man alles so sucht.

Jono Bacon schreibt übrigens, dass Canonical natürlich eine kleine Provision für jedes Produkt bekäme, dass dann bei Amazon gekauft würde. Aber dennoch handelt es sich hier auf keinen Fall um Werbung!

Importantly, these music, video, and product suggestions are not advertising, they are search results that relate directly to the content you are searching for in the dash, and these results are presented in a non-intrusive manner.

Das Paket lässt sich zwar deinstallieren. Aber sympathischer wird Ubuntu damit nicht.

[via Standard & Fefe]

isbn2toc nutzt freie (bibliothekarische) Daten

Peter Mayr macht in seinem Blog Hatori Kibble auf isbn2toc aufmerksam, den er in der Wikipedia ISBN-Suche (Beispiel-ISBN übernommen) gefunden hat.

Hier hat offensichtlich wer die Links zu den Inhaltsverzeichnissen aus den Katalogdaten extrahiert und bietet eine Suche über die ISBN an.

Die Ergebnisseite ist zwar mehr funktional als hübsch, der Dienst funktioniert aber.

Ein nettes Beispiel für eine Anwendung, die aus dem Bibliothekswesen selbst vermutlich nicht entstanden wäre.

Library 2.012

Die virtuelle Konferenz Library 2.011 (siehe auch hier) bot letztes Jahr viele, viele Vorträge zu vielen, vielen Themen rund um die digitale Bibliothek. Der Nachfolger, Library 2.012, steht nun direkt bevor. Vom 3. bis zum 5. Oktober stehen wieder viele, viele Vorträge und Workshops an. Zum Beispiel:

Insgesamt 150 Sessions wurden schon akzeptiert.

Maike Sommer: Automatische Generierung von DDC-Notationen für Hochschulveröffentlichungen

Abstract:

Das Thema dieser Bachelorarbeit ist die automatische Generierung von Notationen der Dewey-Dezimalklassifikation für Metadaten. Die Metadaten sind im Dublin-Core-Format und stammen vom Server für wissenschaftliche Schriften der Hochschule Hannover.

Zu Beginn erfolgt eine allgemeine Einführung über die Methoden und Hauptanwendungsbereiche des automatischen Klassifizierens. Danach werden die Dewey-Dezimalklassifikation und der Prozess der Metadatengewinnung beschrieben. Der theoretische Teil endet mit der Beschreibung von zwei Projekten. In dem ersten Projekt wurde ebenfalls versucht Metadaten mit Notationen der Dewey-Dezimalklassifikation anzureichern. Das Ergebnis des zweiten Projekts ist eine Konkordanz zwischen der Schlagwortnormdatei und der Dewey-Dezimalklassifikation. Diese Konkordanz wurde im praktischen Teil dieser Arbeit dazu benutzt um automatisch Notationen der Dewey-Dezimalklassifikation zu vergeben.

Nicht nur die Daten stammen vom Server für Wissenschaftliche Schriften der Hochschule Hannover, auch diese Bachelorarbeit ist dort als Volltext verfügbar.

Alle Mann an Deck: Sprich wie ein Pirat!

Ahoi! Heute ist wieder Talk Like A Pirate Day! Die Landratten in der neuen Welt wissen, was zu tun ist. Aye, auch in Kinderbibliotheken!

Auf der Schatzkarte war nicht auch nur ein Piratenfest in einer Stadtbibliothek hierzulande zu finden, arrr! Da müssen wohl einige über die Planken gehen….

Bibliotheken in Bremer Open-Data-Service

Die Senatspressestelle Bremen fragt sich und uns:

Wie beantrage ich einen Reisepass? Wo finde ich die nächste Toilette? Wann ist die Stadtbibliothek geöffnet? Auf solche und andere Fragen gibt jetzt eine neue Bremen-App Antwort.

Und das geht, weil die entsprechenden Daten in maschinenlesbarem Format veröffentlicht wurden. Die Metadaten und der Download – hier geht’s natürlich um die Bibliotheksdaten – findet sich hier, nebst einigen erläuternden Worten.

Der Datensatz für jede Bibliothek beinhaltet den Namen, eine kurze Beschreibung der Zielsetzung, Aufgaben oder des Zwecks, eine kurze Beschreibung des Bestands, Angaben zu Öffnungszeiten, Adresse und Kontaktdaten. Die Öffnungszeiten sind für jeden Tag mit Beginn und Ende in separaten Datenfeldern erfasst, ebenso die Adresse getrennt mit Straßenname und Hausnummer, damit eine örtliche und zeitliche Lokalisierung über Apps für mobile Geräte möglich ist.

Daumen hoch!

[via Dr0ide]

Librarians in Residence 2012

Wer mal einen Blick über den Tellerrand werfen möchte, kann die Postings der Librarians in Residence des Goethe-Instituts verfolgen. Maren Kraehling und Nicole Krüger schreiben im GI-Blog über ihren Blick aufs US-amerikanische Bibliothekswesen. Zum Beispiel über Köder für Informationskompetenz-Veranstaltungen:

Argumente für Studierende, die das Lehrpersonal vor den Schulungen anführt, um sie aufhorchen zu lassen, sind:
– Wissenschaftliches Arbeiten ist die einzige Fertigkeit, die man nach dem Studium vorzuweisen hat. Um einen guten Job zu bekommen, sollte man darin besonders gut sein.
– Plagiarismus im Job kann dazu führen, dass das Unternehmen verklagt wird und man selbst den Job verliert.
– Die Kenntnis von Datenbanken kann in Bewerbungen angegeben werden.

Interessant sind oft auch kleine Bemerkungen. Beispielsweise hat die San Francisco Public Library einen 3D-Printer. Was sich hoffentlich auch hierzulande durchsetzen wird. Nicht jeder muss einen 3D-Printer haben, aber die Möglichkeit, von Zeit zu Zeit auf einen zugreifen zu können, ist fantastisch. Vielleicht stürzen sich aber auch die Copyshops auf diese Nische. Wir werden sehen.

BWLer, Historiker & Soziologen gegen Rankings

Ein paar hundert BWL-Professoren haben kürzlich bekannt gegeben, aus dem BWL-Ranking des Handelsblattes auszusteigen. Sie sind nicht die Einzigen, die den Ausstieg wagen:

Nach den deutschen Soziologen hat jetzt auch der Verband der Historiker Deutschlands seinen Mitgliedern empfohlen, sich nicht am Hochschulfächer-Ranking des CHE aus Gütersloh zu beteiligen.

Mehr auf FAZ.net.