Neuer Partner für die Google-Buchsuche

Laut einer Meldung der Computerwoche ist die Uni-Bibliothek Lausanne neuer Partner beim Google-Buchsuche Projekt. Damit hätte Google nun die erste französischsprachige Bibliothek für sein Projekt gewonnen.

Das umstrittene Projekt hat speziell in Frankreich viele Kritiker; anstatt sich zu beteiligen planen die Franzosen Konkurrenzprodukte.

[siehe auch Börsenblatt Online]

Martin Waldseemüllers Weltkarte an Library of Congress übergeben

Die sehr umtriebige Kleine Zeitung berichtet über die offizielle Übergabe einer Weltkarte des Freiburger Kartografen Martin Waldseemüller an die Library of Congress. Ich vermute, es handelt sich um „Universalis Cosmographia Secundum Ptholomaei Traditionem et Americi Vespucii Alioru[m]que Lustrationes“. Leider bekomme ich nur einen Serverfehler zu sehen, wenn ich ein einzelnes Kartenstück ansehen will:

CGI Program - Unexpected Error

Server Error


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Ich würde ja gerne die Washingtoner Kollegen kontaktieren, aber eine dermaßen überladene Ask-A-Librarian-Seite mit unzähligen von Pflichtfeldern ermuntert nicht gerade dazu. Man hat den Eindruck, die Librarians wollen gar nicht geasked werden. Das aber nur am Rande…

Europe's Digital Library experts set to focus on copyright today

The EU’s High Level Expert Group on Digital Libraries – which includes, amongst others, stakeholders from the British Library, the Deutsche Nationalbibliothek, the Federation of European Publishers, and Google – will present this afternoon an advisory report on copyright issues to the European Commission. Besides, the group will discuss today how to ensure more open access to scientific research and how to improve public-private collaboration. The work of the High Level Group is part of the European Commission’s efforts to make Europe’s rich cultural and scientific heritage available online. For this, the group advises the Commission on issues regarding digitisation, online accessibility and digital preservation of cultural material.

Hier gibt es die Quelle und die dazugehörige vollständige Presseerklärung.

[via Heise]

Ereignis-Bibliothek

Über das Internet-Portal des Fernsehsenders Phoenix, sollen bald historische Fernsehereignisse per Video-Stream abgerufen werden können.
Problematisch ist derzeit noch die Urheberrechtsfrage. Senderechte müssen geprüft und Online-Rechte verhandelt werden, damit möglichst vielfältige Videos von Pressekonferenzen über Reportagen bis hin zu Bundestagsdebatten gezeigt werden können.
Trotz der Hindernisse soll das Projekt schnell voranschreiten und vorraussichtlich im Juni der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Leider gibt es auf der Phoenix Seite noch keine genaueren Hinweise.

[via Berliner Zeitung]

CeBIT 2007

Am Freitag hatte ich die Gelegenheit (vielen Dank an Imageware für die Karte und das nette Gespräch über Digitalisierungsworkflows!), die diesjährige CeBIT besuchen zu können. Der erste Eindruck nach ein paar Jahren Abstinenz: Die Hallen sind leerer geworden, alles ist wesentlich sachlicher, besonders wenn man mit den Dotcom-Jahren vergleicht. Positiv ist zu vermerken, dass die oft gefürchteten Beutelratten kaum zu sehen waren.

CeBIT 2007
„CeBIT 2007“ weiterlesen

Bayerische Staatsbibliothek erster deutscher Google-Partner

Soeben wurde per Pressekonferenz bekannt, dass die Bayerische Staatsbibliothek sich als erste deutsche Institution an Googles umstrittenem Digitalisierungsprojekt „Google Library“ beteiligen wird.

In einem vorab veröffentlichten Manuskript einer heute gehaltenen Rede kritisiert Microsofts Justiziar Thomas C. Rubin, Google wolle sich durch systematische Urheberrechtsverletzungen bereichern.

[via Börsenblatt]

Korrespondenz Ferdinand Lassalles online

Die umfangreiche Korrespondenz eines der Gründerväter der deutschen Sozialdemokratie, Ferdinand Lassalle, steht ab sofort online zur Verfügung.

Digitalisiert wurde die nur noch in wenigen Exemplaren vorhandene Edition „Ferdinand Lassalle. Nachgelassene Briefe und Schriften“ durch die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

[via idw]

Der DBV hat versagt!

In Bibliothekskreisen macht sich Entsetzen breit: Angeblich haben sich Bibliotheken und Verlage zu einem „Kompromiss über Digitalisierung von Büchern“ entschlossen. Von einem Kompromiss kann allerdings kaum die Rede sein, da Claudia Lux für den DBV keine nennenswerten Errungenschaften für die Bibliotheken und somit für Forschung und Lehre in Deutschland erzielen konnte.

Aber werfen wir doch mal einen Blick auf die Seiten des DBV. Die einzige aktuelle Presseerklärung behandelt einen Besuch von litauischen Bibliothekaren in Norddeutschland. Herzlich willkommen, kann man da nur sagen! Hier können Sie, liebe litauische Kollegen, aus nächster Nähe betrachten, wie man einen Forschungsstandort ruiniert!

Zum „Kompromiss“ ist nichts zu finden. Ist das Ganze vielleicht eine vom Börsenverein ins Spiel gebrachte Fehlmeldung? Vermutlich nicht, und das sollte Konsequenzen für den Vorstand des DBV haben. Wenn Frau Lux dieses Machwerk abgesegnet hat, ist sie eindeutig eine Fehlbesetzung für den Vorstand eines Vereins, der sich zum Ziel gesetzt hat, dass …

  • DBV bibliothekspolitische Forderungen formuliert, auf aktuelle Entwicklungen schnell reagiert und den Bibliotheken Hilfestellungen gibt;
  • DBV enge Kontakte zu den Parlamenten und den Ministerien auf Bundes- und Länderebene, zu den kommunalen Spitzenverbänden und Gebietskörperschaften pflegt und Einfluss auf Gesetzgebung und parlamentarische Willensbildung nimmt;
  • DBV der Interessenvertreter der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken ist und sich intensiv für die spartenübergreifende und überregionale Zusammenarbeit aller Bibliotheken der unterschiedlichen Unterhaltsträger einsetzt;
  • Ein Witz, und ein äußerst schlechter noch dazu!