Heavy User Add-ons Pack

Teil der Operation Frühjahrsputz 2014, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Im Heavy User Add-ons Pack v1.8 ist eine Vielzahl wirklich nützlicher Add-Ons für den Firefox zu finden. Zum Beispiel Lazarus Form Recovery, mit dessen Hilfe sich verlorengegangene Formularinhalte nach einem Browserabsturz (meistens) wiederherstellen lassen. Oder Linkification, das Nur-Text-URLs wie http://example.org anklickbar macht.

EPUB im Open Journal System

Trude Eikebrokk, Tor Arne Dahl and Siri Kessel: EPUB as Publication Format in Open Access Journals: Tools and Workflow. Code4Lib 24, 2014-04-16.

Abstract:

In this article, we present a case study of how the main publishing format of an Open Access journal was changed from PDF to EPUB by designing a new workflow using JATS as the basic XML source format. We state the reasons and discuss advantages for doing this, how we did it, and the costs of changing an established Microsoft Word workflow. As an example, we use one typical sociology article with tables, illustrations and references. We then follow the article from JATS markup through different transformations resulting in XHTML, EPUB and MOBI versions. In the end, we put everything together in an automated XProc pipeline. The process has been developed on free and open source tools, and we describe and evaluate these tools in the article. The workflow is suitable for non-professional publishers, and all code is attached and free for reuse by others.

Zum Volltext. Realisiert wurde das Projekt anhand der Zeitschrift „Professions and Professionalism“. Dort werden insgesamt vier Formate pro Artikel angeboten: PDF HTML ePub mobi. Besonders die HTML-Ansicht scheint mir sehr gut gelungen.

The Internet Archive Console Living Room

Das Internet Archive ist nun auch im Softwarebereich aktiv und hat in den letzten Tagen ein paar Konsolenklassiker veröffentlicht, die man per Emulation im Browser spielen kann. Echte Klassiker wie Mario Bros (1988) oder Tennis (1983). Hier geht es zum Console Living Room.

Sound ist leider noch nicht dabei, aber der Emulator soll kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Weitere Titel: Ninja Golf, One-on-One-Basketball, Sword and the Sorcerer, etc.

PS: Ob das hier wohl dazu führen wird, dass Archive.org in Großbritannien zensiert wird?

Jabber bietet Verschlüsselung an

Die Kombination Jabber/Pidgin ist seit Jahren ein hilfreiches Instrument für den Austausch mit KollegInnen in meiner Hochschule und in anderen Bibliotheken. Nun widmet sich Jabber der Verschlüsselung von Kommunikation. Zwei Punkte:

  • Mandatory encryption of client connections
  • Mandatory encryption of server-to-server connections.

Mehr Infos auf der Jabber-Seite.

LBS ohne Java JRE!

„LBS befreit sich von JAVA JRE Abhängigkeit“ ist der Titel des Postings im OCLC-Blog. Und die Kernaussage:

Künftig wird LBS nicht länger von JAVA JRE Updates beeinflusst – welche Erleichterung für uns alle!

Oh ja, das ist tatsächlich eine Erleichterung! Und was für eine! Für Nicht-LBSler: Bei jedem JAVA-JRE-Update heißt es bislang: halte ich meinen Rechner halbwegs sicher, oder soll die Ausleihe auch weiterhin funktionieren?

Wie auch immer: Nun bin ich optimistisch, dass auch andere Wünsche in Erfüllung gehen. Zum Beispiel „LBS befreit sich von IE-Abhängigkeit“; „LBS befreit sich von Windows-Abhängigkeit“; „LBS setzt gängige Bedienkonzepte um“. To be continued…

[Besten Dank an Andrea für den Hinweis!]

Discovery für Bewegungsarchive und -bibliotheken

Und noch ein Nachschlag zum 2. Deutschen VuFind-Anwendertreffen in Harburg.

Marius Zierold machte in einem Lightning Talk auf die Schwierigkeiten von Bewegungsarchiven aufmerksam, die für ein Discovery-Projekt notwendigen Ressourcen zusammenzukratzen. Schon 50 Euro pro Monat für einen halbwegs brauchbaren Webserver sind oft außerhalb des Budgets. Vom Personal wollen wir da gar nicht weiter sprechen.

Er hat im Rahmen seiner Masterarbeit eine VuFind-Installation für die Genderbibliothek der HU Berlin aufgebaut: GenderVu. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, baut jedoch sehr stark auf das Engagement eines einzelnen.

Zwischenzeitlich stieß ich noch auf das den AGGB-Katalog der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken. Dort haben sich mehrere Bibliotheken zusammengeschlossen, um ihre Bestände zugänglich zu machen. Das ist ein Vorgehen, dass mir auf den ersten Blick plausibel erscheint. Bibliothekarische Zusammenschlüsse von Bewegungsarchiven gibt es schließlich auch andernorts, zum Beispiel den Dachverband deutschsprachiger Frauen / Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.

Hier schlummern ziemlich viele Bachelor- und Masterarbeiten mit Titeln wie „Konzeption und Einrichtung eines Katalogs/Discovery Systems/Recherche-Dings für Einrichtung XY“.

Google schafft RSS-Alerts ab

Google [1] Wird’s Zeit für eine eigene Kategorie mit Googles abgeschafften Diensten? schafft RSS-Alerts ab, berichtet Jürgen auf Netbib. Was soll’s, Google? Wer braucht schon freie, offene und etablierte Standards, wenn man statt dessen – ja, was eigentlich? Marco Ament (Instapaper) hat sich dem Thema ausführlich gewidmet und zitiert zum Thema Niedergang der Schnittstellen:

But [Facebook] did grow. And grow. And grow. And suddenly the AOL business model didn’t seem so crazy anymore. It seemed ahead of its time.

Once Facebook had proven that it was possible to be the one-stop-shop for your user’s every need, that became the model to emulate. Startups stopped seeing themselves as just one part of a bigger web. Now they wanted to be the only service that their users would ever need… just like Facebook.

Seen from that perspective, the open flow of information via APIs — allowing data to flow porously between services — no longer seemed like such a good idea.

Wie sorgte AOL damals für Hohn und Spott! Niemand will eine Gated Community, wenn man doch das ganze Web haben könnte! Nun ist es das Businessmodell, mit dem man Investoren und Kunden glücklich machen kann. [2] Und Geheimdienste, aber das ist ein anderes Thema.

Sowohl Aments Posting als auch das hier zitierte von Jeremy Keith sind zur Lektüre empfohlen.

References

References
↑1 Wird’s Zeit für eine eigene Kategorie mit Googles abgeschafften Diensten?
↑2 Und Geheimdienste, aber das ist ein anderes Thema.

Leitfaden für offene Standards in der Verwaltung

„Aktion 23“ der Digital Agenda der Europäischen Kommission heißt „Provide guidance on ICT standardisation and public procurement“. Die Kommission will also helfen, IT-Infrastrukturen auf offene Standards umzustellen.

Das Problem: In einigen Fällen sind öffentliche Einrichtungen durch Closed Source und proprietäre Formate an einen Anbieter gebunden, ohne dies zu wollen; public authorities find themselves unintentionally locked into particular IT solutions for decades. Schön formuliert.

Und, liebe Bibliothekswesen, kommt Euch das nicht seltsam vertraut vor? Bibliothekssysteme, deren Clients nur unter bestimmten Betriebssystemen mit veraltetem Browser und speziellen Java-Versionen laufen? SystembibliothekarInnen, die sich bei der Frage nach offenen Schnittstellen schütteln vor Lachen?

Mehr Infos zum Leitfaden gibt’s bei Heise.de.