Datenschutz und Adobe Digital Editions

Kurze Linksammlung, da ich hierzulande auf Anhieb keine größere Diskussion zum Adobe-Digital-Editions-Vorfall im (oder seit?) letzten Oktober finde. Zur Erinnerung: Das ist das DRM-System, das unter anderem für die Onleihe eingesetzt wird.

Ein paar Links:

E-Books auf tatsächliche Verfügbarkeit prüfen

Wie viele andere KollegInnen auch ärgere ich mich regelmäßig über E-Books, für die die Bibliothek zwar viel Geld an die einschlägigen Verlage überweist, die aber nicht zur Verfügung stehen. Einzelne DOI-Listen habe ich zu Testzwecken von einem Linkchecker prüfen lassen, ich fand das Vorgehen aber immer etwas unpraktisch. Ein Tool speziell für diesen Zweck hat nun Kristina M. Spurgin von der University of North Carolina (Chapel Hill) in Code4Lib vorgestellt:“Getting What We Paid for: a Script to Verify Full Access to E-Resources„.

Abstract:

Libraries regularly pay for packages of e-resources containing hundreds to thousands of individual titles. Ideally, library patrons could access the full content of all titles in such packages. In reality, library staff and patrons inevitably stumble across inaccessible titles, but no library has the resources to manually verify full access to all titles, and basic URL checkers cannot check for access. This article describes the E-Resource Access Checker—a script that automates the verification of full access. With the Access Checker, library staff can identify all inaccessible titles in a package and bring these problems to content providers’ attention to ensure we get what we pay for.

Hier geht’s zum Quelltext. Leider handelt es sich dabei um ein Ruby-Skript, deren erfolgreiche Ausführung mir bisher zuverlässig misslang. Es findet sich bestimmt noch ein passender Unzeitpunkt, um das mal zu testen. [1] Achtung, dieser Satz enthält einen Zaunpfahl für eine bestimmte Person, die ich gleich noch einmal persönlich anstupsen werde. ;o)

References

References
↑1 Achtung, dieser Satz enthält einen Zaunpfahl für eine bestimmte Person, die ich gleich noch einmal persönlich anstupsen werde. ;o)

Wie man ein Open-Access-Journal gründet

Die Frage, wie man ein Open-Access-Journal gründet, möchte das Lüneburger Hybrid Publishing Lab mit diesem Poster (PDF) beantworten. Zum Punkt „Workflows“ heißt es:

Make sure that everybody knows what to do (and when and how) by setting up protocols such as author style guides, metadata standards, templates, as well as schedules, etc.

Aus diesem Anlass möchte ich hier diesen Tweet einbinden und zur Beantwortung der Frage (gerne auch hier in den Kommentaren) aufrufen:

Schön wäre eine halbwegs automatische oder sehr schnelle manuelle Lösung. Also z.B. „Öffnen in Programm A, dann speichern als Artikel.html“. Word und LibreOffice liefern dermaßen viel Style-Müll mit, das geht auf keine Kuhhaut. Eine gut funktionierende und noch gepflegte HTML/Markdown/Docbook-Extension für ein RTF-verarbeitendes Programm wäre auch schon was!

Herzlichen Glückwunsch, Strichcode!

Am 26. Juni 1974 wurde in einer Filiale der US-amerikanischen Supermarktkette Marsh in Troy (Ohio) das erste mit einem Strichcode markierte Produkt, eine Zehnerpackung Juicy Fruit (Kaugummi) des Herstellers Wrigley, von einer Scannerkasse der Firma Datalogic (ehemals PSC / Spectra Physics) erfasst und verkauft.

Und 40 Jahre später sind Strichcodes noch immer (fast) überall im Einsatz, so auch in vielen Bibliotheken.

Und wer weiß, zu welchen Teufeleien sie verwendet werden! In Esoterik- und Verschwörungskreisen kursieren so manche Gerüchte…

Tracking durch "Googles Web Fonts" – reloaded

Im März 2012 fragte ich mich und das Web, ob Tracking via Googles Web Fonts möglich sei. Damals hieß es, das sei vermutlich nicht möglich. Nun steht in der aktuellen c’t (Herbert Braun: „Undercover – wie Google-Werkzeuge auf fremden Websites Daten sammeln“, c’t 11/2014, S. 135):

Immer mehr Webdesigner haben die Nase voll vom Arial-Times-Verdana-Einheitsbrei und nutzen Webfonts, die inzwischen auf allen nennenswerten Browsern laufen. Weil die Einbettung nicht ganz trivial ist und Ärger mit den Font-Lizenzen droht, hat Google die Chance ergriffenund eine kostenlose Bibliothek von mehreren hundert passablen bis guten Schriftarten samt Werkzeug zum Einbetten zur Verfügung gestellt. Die unter Google Fonts bereitgestellten Schriftarten kann man zwar auch auf den eigenen Server kopieren, aber weil sich kaum jemand die Mühe macht, kommt Google mit dem Gratisangebot auf seine Kosten.

Wie schon vor zwei Jahren bitte ich um fachkundige Antwort: Ist das also doch möglich?

Cloud-Leitfaden der DGF

Teil der Operation Frühjahrsputz 2014, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Auch im wissenschaftlichen Bereich drängt sich damit die Frage auf, inwieweit Cloud-basierte Angebote eine Alternative oder Ergänzung zu den bisherigen IT-Lösungen darstellen. Daraus leiten sich Fragen an die Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten von solchen Diensten ab, da hier ein Übergang von klassischen Investitionen und dem Betrieb von Geräten und Systemen zu einer Verrechnung von Dienstleistungen erfolgt. Die Nutzung von Cloud-Diensten birgt neben Vorteilen auch Risiken in Bezug auf Sicherheit, Datenschutz und Nachhaltigkeit. Daher ist eine intensivere Betrachtung dieser Angebote im Rahmen der wissenschaftlichen IT-Infrastruktur notwendig.

Siehe Mitteilung der DFG.