LIS-Corner auf der Buchmesse

Am Mittwoch fällt der Startschuss zur 60. Frankfurter Buchmesse. In diesem Jahr mit dem Ehrengast Türkei.

Zum ersten Mal ist “LIS-Corner” mit einen Gemeinschaftsstand von Studierenden der Library and Information Science (LIS) aus Deutschland und der Schweiz vertreten.

Studierende der Hochschulen kommen zusammen und wollen ihr Publikum aufklären und begeistern. Sie stellen den Besuchern der Messe ihre Studiengänge vor und geben einen Einblick in die vielfältigen Studienprojekte und Aktivitäten. Sie zeigen, wie abwechslungsreich Studium und Arbeit von BibliothekarInnen bzw.InformationsspezialistInnen heutzutage sind. Außerdem gilt es, mit gängigen Klischees über den “verstaubten Bibliothekar” gründlich aufzuräumen

[via Inetbib]

Lange Papers werden häufiger zitiert

Nature News weist auf eine Studie hin, nach der die Zitationshäufigkeit zu einem gewissen Grad mit der Länge des Werkes korreliert.

There is, however, a limit to the benefits of size: citations start to tail off when papers reach lengths of 80 pages or so, perhaps because fewer people have the stamina to read them.

Bei der Menge an Studien, die es inzwischen über Zitationshäufigkeiten gibt, erscheint es mir nicht unwahrscheinlich, dass manch einer seine Publikation nach diesen Kriterien “optimiert”. Statt SEO (Search Engine Optimization) wäre das dann SIO (Scientific Impact Optimization). Vielleicht ist da sogar eine neue berufliche Nische für Publikationsberater?

Nein, lassen Sie die Rohdaten in Kapitel 2 lieber weg, laut der Studie XY senkt das die Zitationshäufigkeit.

Albern? Ja. Abwegig? Nein. Krzysztof Stanek, der Autor der eingangs erwähnten Studie meint dann auch:

“There is definitely too much obsession with citations and other indices,” Stanek says. This is partly because they are easy to calculate regardless of whether they actually mean very much. But he confesses to using them himself.

Wer sich für die ganze Studie interessiert, der kann den Preprint bei Arxiv einsehen.

10th International Conference on Science and Technology Indicators

Morgen beginnt die 10th International Conference on Science and Technology Indicators in Wien.

Das Erkennen von Trends in der Forschung, die Identifikation von Forschungsgebieten mit einem hohem Zukunftspotential, sowie die Messung von Forschungsleistungen sind die Leitthemen der “10th International Conference on Science and Technology Indicators”.

Die quantitative Messung der Leistung und Entwicklung von Forschung und Technologie (F&T) hat international eine lange Tradition und findet breite Akzeptanz in der F&T-Politik. Eines der bekanntesten Konzepte ist der Impact Faktor von wissenschaftlichen Zeitschriften, welcher durch die Zahl der Zitierungen die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeit in der Scientific Community erfasst. “Die Anwendung und die Weiterentwicklung von ähnlichen bibliometrischen Indikatoren gehören auch zu den Aufgaben einer modernen Universitätsbibliothek”, sagt Programme Chair Juan Gorraiz von der Universität Wien.

Weitere wichtige Konferenzthemen sind: Neue Anforderungen und Entwicklungen im Open Access-Publikationswesen, neue Möglichkeiten zur Erforschung der Wissenschaft, Fortschritte in der Forschung zur Knowledge Based Economy und neuartige Analysekonzepte, wie z. B. Netzwerkanalyse und Forschungslandkarten (Mapping Science).

Über 250 WissenschafterInnen, insbesondere InformationswissenschafterInnen, WissenschaftspublizistInnen sowie ForschungsmanagerInnen, DatenbankanbieterInnen, BibliothekarInnen und Policy Maker aus der ganzen Welt tauschen neueste Erkenntnisse über Entwicklung und Anwendung von Forschungs- und Technologieindikatoren aus. Neben VertreterInnen der Industrieländer nehmen auch zahlreiche ForscherInnen aus Schwellenländern an der Konferenz teil.

Die Themenpalette klingt interessant. Wer genaueres wissen möchte, dem sei das mit 49 MB reichlich schwergewichtig geratene Book of Abstracts (PDF) empfohlen.

[via IDW-Online]

Publish or Perish: Harzings Hirsch

Wenn man den Hirsch-Faktor eines Autoren via Google Scholar ermitteln möchte, bietet sich Anne-Wil Harzings Publish or Perish an.

Publish or Perish is a software program that retrieves and analyzes academic citations. It uses Google Scholar to obtain the raw citations, then analyzes these and presents the following statistics:

* Total number of papers
* Total number of citations
* Average number of citations per paper
* Average number of citations per author
* Average number of papers per author
* Average number of citations per year
* Hirsch’s h-index and related parameters
* Egghe’s g-index
* The contemporary h-index
* The age-weighted citation rate
* Two variations of individual h-indices
* An analysis of the number of authors per paper.

Einen Artikel, der die Eignung von Thomson ISI Web of Science und von Google Scholar für die Zitationsanalyse vergleicht, ist hier zu finden.

Um einen kleinen Überblick zu bekommen, habe ich mal eine Journal Impact Analysis von Libreas (links) und Author Impact Analysis von Lawrence Lessig (rechts) gemacht (zum Vergrößern auf’s Bild klicken):

Das Programm ist schnell installiert, arbeitet zügig, und erlaubt es zumindest, Bibliometrie etwas greifbarer zu machen.

Themenschwerpunkt "Big Data" bei Nature News

Nature News hat passend zum Start des Large Hadron Colliders ein Special über Big Data veröffentlicht.

Enthalten unter anderem:
The next Google

Ten years ago this month, Google’s first employee turned up at the garage where the search engine was originally housed. What technology at a similar early stage today will have changed our world as much by 2018? Nature asked some researchers and business people to speculate — or lay out their wares. Their responses are wide ranging, but one common theme emerges: the integration of the worlds of matter and information, whether it be by the blurring of boundaries between online and real environments, touchy-feely feedback from a phone or chromosomes tucked away on databases.

Data wrangling

Collecting and releasing environmental data have stirred up controversy in Washington, says David Goldston, and will continue to do so.

Welcome to the petacentre

What does it take to store bytes by the tens of thousands of trillions? Cory Doctorow meets the people and machines for which it’s all in a day’s work.

Wikiomics

Pioneering biologists are trying to use wiki-type web pages to manage and interpret data, reports Mitch Waldrop. But will the wider research community go along with the experiment?

How do your data grow?

Scientists need to ensure that their results will be managed for the long haul. Maintaining data takes big organization, says Clifford Lynch.

Freebase Parallax

Wow! ReadWriteWeb macht auf FreeBase Parallax aufmerksam. Dies nur eine neue Oberfläche für Freebase zu nennen, ist eine glatte Untertreibung!


Freebase Parallax: A new way to browse and explore data from David Huynh on Vimeo.

Unbedingt ansehen! Mit Parallax ist es mit ein paar Klicks möglich, die verschiedensten Dinge herauszufinden und zu visualisieren. Wer eine Zeitleiste von Ballett-Komponisten braucht:

Zeitaufwand: ca. 3 Minuten. Die Einfärbung nach Wirkstätten gibt’s flott dazu. Und ich möchte ausdrücklich dazu auffordern, auf den Namen eines Komponisten zu klicken. Beeindruckend. Ich bin geneigt zu sagen: das Beeindruckendste, was ich seit langem im Netz gesehen habe! Die Maps funktionierten gerade nicht, sonst hätte ich hier eine Karte mit allen akademischen Bibliotheken der USA eingeblendet, die brutalistisch gebaut wurden.

Wo muss ich unterschreiben, um Freebase auf Deutsch zu bekommen? ;o)

Call for papers: ISI 2009 in Konstanz

Das Internationale Symposium für Informationswissenschaft (ISI 2009) in Konstanz ruft nach papers. Die nächstjährige Ausgabe steht unter dem Motto: “Information: Droge, Ware oder Commons? Wertschöpfungs- und Transformationsprozesse auf den Informationsmärkten”

Termine:

  • 17.10.2008 Abgabe Call for Papers
  • 05.11.2008 Abgabe Poster

Vorgeschlagene Themen sind:

  • Informationsmärkte – Produkte und Dienstleistungen, Mehrwertleistungen, Regulierungsformen
  • Freie Austauschformen – Paradigma der Informationsgesellschaft oder Innovationspotenzial für Wirtschaft
  • Geschäfts- und Organisationsmodelle für das Öffentlich machen von Wissen und Information
  • Wem gehört Wissen? Wer oder was kontrolliert den Zugang zur Information?
  • Perspektiven des Information Retrieval, der Suchmaschinen und der automatischen Verarbeitung von Texten und Daten
  • Visualisierung – Fantasie abbilden, Realität darstellen, Zugriff auf Wissen erleichtern
  • Soziale Dienste im Web 2.0 – Motivation, Qualitätssicherung, Organisationsformen
  • Kollaboration bei eScience und eLearning – Konsequenzen für Werkbegriff, Autorenverständnis und Wissensmanagement
  • Informationskompetenz und Ausbildungskonzepte (nach Bologna) für Informationsberufe
  • Herausforderungen an Informationsethik und Politik, z.B. Privatheit vs. Sicherheit, Digital divides, Nachhaltigkeit von Wissen (Wissensökologie), Sicherung der public domain

Hier geht’s zum ausführlichen Call for Papers.

LISWire

Blogs werden schnell verdächtigt, eine Art Pressedienst für bestimmte Themen zu sein. Was im Normalfall zu kurz oder auf jeden Fall daneben greift. LISWire hingegen will genau dies sein. In eigenen Worten:

LISWire is a brand new idea from the guy behind LISNews & LISHost, Blake Carver. The plan is to allow member companies and organizations to use LISWire to send their full-text news releases and multimedia content to librarians, journalists, library professionals and the general public. We’re going to build a network to distribute this information world wide.

You can grab the main LISWire RSS Feed Here.