Richter/van Lengen: "Usability-Studie zur Webseite der Landessbibliothek Oldenburg"

Julia Richter, Talea van Lengen: „Usability-Studie zur Webseite der Landessbibliothek Oldenburg“

Abstract:

Internetpräsenzen von Bibliotheken müssen zunehmend mit kommerziellen oder frei zugänglichen Informationsangeboten konkurrieren. Um sich von diesen Angeboten abzuheben, müssen nicht nur, wie gehabt, qualitativ hochwertige Informationen bereitgestellt werden – der Zugang zu diesen Informationen muss nutzerfreundlich gestaltet werden und sich an Usability-Standards orientieren, um für den Nutzer attraktiv zu sein.

In der Bachelorarbeit wird eine Studie zur Usability der Website der Landesbibliothek Oldenburg durchgeführt. Nach einer Einführung in die Thematik der Usability und der Analyse des IST-Zustandes der Website erfolgt eine Evaluation anhand von vier Methoden. Basierend auf Evaluationen mittels Personas, Heuristiken, Thinking-Aloud-Tests und einer Logfile-Analyse werden Usability-Probleme der Website ermittelt und anschließend Empfehlungen zur Verbesserung der Usability gegeben.

Hier geht’s zum Volltext.

Twitter-DMs zur Zeit nicht nützlich

Vor einiger Zeit war mir (und anderen) schon aufgefallen, dass Links mit Subdomains nicht mehr per DM (direct message) in Twitter verschickt werden konnten. Nun scheint es noch weiter zu gehen. Es war mir gerade nicht möglich, einen DOI-Link per DM zu versenden. Aha, dachte ich mir, da war ja diese lästige Sperre von Subdomain-Links. Nun, dann probiere ich es halt ohne das „dx“, der Empfänger weiß schon, wie der Link letztendlich aussehen soll.

http://doi.org/blablabla ging allerdings auch nicht. Ich fand gerade einen Hinweis, dass der Hintergrund dieser Sperre der Schutz vor DM-Spam sein soll. Leider ist das System dann so sicher, dass es für die Kommunikation drastisch an Attraktivität verloren hat. Im Twitter-Hilfe-Center steht dazu:

We’re restructuring back-end elements of our direct message system. As a result, users may be unable to send some URLs in direct messages. We apologize for the inconvenience.

Vielleicht tut sich ja bald noch etwas.

Sind Slideshare-Embeds unzulässig?

SlideShare ist ein weltweit tätiger Service zum Teilen von Präsentationen, Dokumenten, Videos und Webinaren. Wie wir kürzlich feststellen mussten, ist eine Nutzung unter Datenschutzgesichtspunkten hierzulande aber nicht möglich und damit unzulässig.

Grund dafür ist die Einbindung von ScorecardResearch und Google Analytics durch Slideshare. Mehr dazu auf datenschutzbeauftragter-info.de.

Editorially ist am Ende

Editorially wollte ein Werkzeug zum kollaborativen Schreiben von Texten sein. Es war m.E. ein bißchen umständlich, aber in Ansätzen gar nicht schlecht. Nun gab das Team bekannt, dass sich Editorially nicht finanzieren kann.

We’re proud of the team and tool that we built together and incredibly thankful that so many of you were willing to give it a try. And we continue to believe that evolving the way we collaborate as writers and editors is important work. But Editorially has failed to attract enough users to be sustainable, and we cannot honestly say we have reason to expect that to change.

Das wirft nun die Frage auf, ob solche komplexen Nischenanwendungen jenseits staatlicher Förderung überhaupt refinanzierbar sind, oder ob der Fall Editorially nicht generalisiert werden kann.

Berners-Lee über die Re-Dezentralisierung des Webs

Tim Berners-Lee in Wired über die Notwendigkeit eines internationalen, offen, effizienten Webs:

„I want a web that’s open, works internationally, works as well as possible and is not nation-based,“ Berners-Lee told the audience, which included Martha Lane Fox, Jake Davis (AKA Topiary) and Lily Cole. He suggested one example to the contrary: „What I don’t want is a web where the Brazilian government has every social network’s data stored on servers on Brazilian soil. That would make it so difficult to set one up.“

Den Vertrauensverlust durch den NSA- und GCHQ-Skandal schätzt er als gefährlicher ein als Zensur. Er fordert auch den Schutz von Whistleblowern wie Edward Snowden.

Benötigen wir Alternativen zum DRM-Web?

Fefe weist darauf hin, dass die Motion Picture Association of America (MPAA) dem W3C beigetreten ist. Die MPAA hat eine lange Historie in der Bekämpfung von Privatkopien. Sie hat einst gefordert, dass Videorekorder mit einem Chip versehen werden müssen, der Kopien verhindert.

Cory Doctorov befürchtet, dass wir uns – nicht nur hiermit – „in einen vollen Orwell huxleyen“. Er befürchtet, dass DRM ein integraler Bestandteil von HTML5 wird und somit aller Browser wird.

As near as I can work out, there’s no one poised to do anything about this. Google, Apple and Microsoft have all built proprietary DRM silos that backed the WC3 into accepting standardization work on DRM (and now the W3C have admitted the MPAA as a member – an organization that expressly believes that all technology should be designed for remote, covert control by someone other than its owner, and that it should be illegal to subvert this control).

Bitte das ganze Posting lesen! Kim Dotcom hat schon Pläne zu einem MegaWeb in der Schublade. Encrypted, non-IP based, ultra-fast, with homeless data (constantly shifting). Ob das etwas und was auch immer das wird: Alternativen zu einem DRM-Web zu entwickeln scheint eine dringend gebotene Aufgabe zu sein. Wenn das W3C nicht mehr im Sinne eines freien Netzes agieren sollte, wäre vielleicht auch die Schaffung von Alternativstrukturen sinnvoll.

Yahoo: Altavista und RSS-Alerts von Yahoo eingestampft

Yahoo stellt mal wieder etliche Dienste ein. Bemerkenswerterweise sind dabei auch die Yahoo! RSS Alerts. News-Alerts kann man sich nun via Mail abonnieren. Scheint ein Trend zu sein. Die Großen wollen nicht mehr, dass die Kleinen mit RSS-Feeds spielen. Vor allem vermutlich nicht dort, wo die Großen damit keine Werbeeinnahmen generieren können.

Und AltaVista musste auch gehen.

Google schafft RSS-Alerts ab

Google [1] Wird’s Zeit für eine eigene Kategorie mit Googles abgeschafften Diensten? schafft RSS-Alerts ab, berichtet Jürgen auf Netbib. Was soll’s, Google? Wer braucht schon freie, offene und etablierte Standards, wenn man statt dessen – ja, was eigentlich? Marco Ament (Instapaper) hat sich dem Thema ausführlich gewidmet und zitiert zum Thema Niedergang der Schnittstellen:

But [Facebook] did grow. And grow. And grow. And suddenly the AOL business model didn’t seem so crazy anymore. It seemed ahead of its time.

Once Facebook had proven that it was possible to be the one-stop-shop for your user’s every need, that became the model to emulate. Startups stopped seeing themselves as just one part of a bigger web. Now they wanted to be the only service that their users would ever need… just like Facebook.

Seen from that perspective, the open flow of information via APIs — allowing data to flow porously between services — no longer seemed like such a good idea.

Wie sorgte AOL damals für Hohn und Spott! Niemand will eine Gated Community, wenn man doch das ganze Web haben könnte! Nun ist es das Businessmodell, mit dem man Investoren und Kunden glücklich machen kann. [2] Und Geheimdienste, aber das ist ein anderes Thema.

Sowohl Aments Posting als auch das hier zitierte von Jeremy Keith sind zur Lektüre empfohlen.

References

References
↑1 Wird’s Zeit für eine eigene Kategorie mit Googles abgeschafften Diensten?
↑2 Und Geheimdienste, aber das ist ein anderes Thema.

Neue RSS-Reader unter fünf Augen

Google Reader geht, viele Alternativen kommen. In einem kurzen Artikelchen weist Heise.de auf diverse Kandidaten für die Google-Reader-Nachfolge hin. Unter anderem von, man höre und staune, AOL. Mich hat es ja erst einmal gewundert, dass es die überhaupt noch gibt. Wir befinden uns also noch immer im Eternal September?

Wie auch immer, wer seine RSS-Feeds und damit ein gutes Bild des persönlichen Neuigkeitenkonsums online verwalten möchte, sei daran erinnert, dass AOL seit einigen Jahren durch PRISM überwacht wird. Wie auch Facebook, Google, …