Corbyns Open Knowledge Library

We will create a free-to-use on-line hub of learning resources for the National Education Ser-
vice. The Open Knowledge Library will be the digital repository of lessons, lectures, curricula
and student work from Britain’s nurseries, schools, colleges and universities. We will require
the findings of all state-funded research to be made available without charge to the general
public through this learning portal. In collaboration with the teachers’ unions and the NUS,
the Open Knowledge Library will host virtual meeting places for educational professionals and
students to share experiences, disseminate ideas and form collaborations.

Der Canary verlinkt das Digital Manifesto von Jeremy Corbyn, aus dem diese Passage stammt. Es ist unter folgender URL zu finden:

https://d3n8a8pro7vhmx.cloudfront.net/corbynstays/pages/329/attachments/original/1472552058/Digital_Democracy.pdf?1472552058

Angedacht ist ein Repository für wissenschaftliche Publikationen und OER. Weitere Infos auch im Guardian.

Erträglicher Artikel zu Open Access in der FAZ

In der FAZ ist ein Artikel von Bettina Wolff über Open Access zu finden, der deutlich über dem Niveau der sonstigen dort erscheinenden Artikel zu diesem Thema liegt. Was zwar nicht viel bedeuten muss; doch immerhin werden hier verschiedene Facetten des Themas beleuchtet. Einen Absatz möchte ich aber herausgreifen.

In der Praxis gibt es auch Zweifel am Modell des freien Zugangs. „Über Datenbanken kommt man bei der Recherche manchmal auf Open-Access-Artikel, aber in der Regel ist man dann skeptisch“, sagt Marcus Maurer, Professor am Institut für Publizistik der Universität Mainz. Es gebe nämlich einen völlig unübersichtlichen grauen Markt für Open-Access-Journals. Maurer war selbst schon einmal Peer Reviewer für die Open-Access-Zeitschrift „Plos One“ der Public Library of Science. Die ist für ihn aber auch die einzige Open-Access-Zeitschrift, die die Qualitätsstandards erfülle.

Ich gehe davon aus, dass das ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Sollte dies wirklich genau in dieser Form gesagt worden sein, zeugt das nicht unbedingt von großer Kenntnis des Open-Access-Zeitschriftenmarkts. Im nächsten Absatz wird übrigens erklärt, dass OA-Artikel häufiger zitiert werden. Maurers Skepsis scheinen ziemlich viele WissenschaftlerInnen nicht zu teilen.

Eine Kollegin, die mich auf den Artikel aufmerksam gemacht hat, prophezeit übrigens, dass darauf mit hoher Wahrscheinlichkeit die üblichen Anti-OA-FAZiaden folgen werden. Ich würde nicht dagegen setzen.

2016 kein Repository-Ranking von @OARR_org

due to limited resources OARR is taking a break in 2016. Glad to see your interest, we will be back next year!

Dies twitterte @OARR_org gerade. Das Ranking als solches ist vielleicht nicht unverzichtbar. Ob man auf Platz 7 oder 27 liegt, ist höchstens für die Öffentlichkeitsarbeit interessant. Und dafür hatte ich auch – mit Blick auf die Open Access Week – nach einem Repository-Update gefragt.

Externe Evalutation ist jedoch auf jeden Fall sinnvoll. Als Repository-Manager kann ein fremdes Paar Augen entscheidende Hinweise auf Stärken und vor allem Schwächen einer Dienstleistung liefern. Und auf diesem Weg war das OARR schon hilfreich.

Natürlich gilt es, die fremden Maßstäbe im Einzelfall auf ihren Sinn zu prüfen. Ein Beispiel aus OARR.org: “Citation guidelineswerden eingefordert, aber aus Gesprächen mit vielen Nutzern – sowohl LeserInnen als auch AutorInnen – des von mir betreuten OA-Servers (SerWisS, der Server für Wissenschaftliche Schriften der Hochschule Hannover) scheint mir hier kein Handlungsbedarf zu sein. Wichtiger ist die Möglichkeit, die bibliographischen Angaben zur Publikation komfortabel in ein Literaturverwaltungsprogramm übernehmen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, direkt den gewünschten Zitierstil in genau dem in diesem Moment von dieser Person gewünschten Zitierstildialekt zu liefern, ist doch recht gering. Man könnte zwar Export mit allen CSL-Stilen  integrieren, aber die Usability lässt in den Webseiten, in denen ich das bisher sah, auch ein bißchen zu wünschen übrig.

Eine Evaluation nach zu einem sehr großen Teil sinnvollen Kriterien liefert übrigens auch das DINI-Zertifikat, dass SerWisS, der Server für Wissenschaftliche Schriften der Hochschule Hannover, gerade erhalten hat. Vielen Dank an dieser Stelle an die Gutachterinnen und das wirklich tolle Repositorien-Team des BSZ!

Ach ja: Ohne ein 2016er-Ranking wird es leider in Zukunft auch nicht möglich sein, kontinuierliche Entwicklungen in der Repository-Landschaft anhand von OARR_org nachzuverfolgen.

OJS 3.0 erscheint am 31. August 2016

Das nach eigenen Angaben bedeutendste Update des Open Journal Systems (OJS) seit 2005 wird am 31. August veröffentlicht: OJS 3.0.

It incorporates a decade of feedback from our users on the community forum, through usability testing, and through thousands of conversations, feature requests, and helpful critiques. With OJS 3, you will find many new features and ways of organizing your workflow.

Aus dem OJS-Blog. Einige größere Änderungen sind hier zusammengefasst.

PLoS-Artikel endlich(!) in DOAJ

Aus dem DOAJ-Blog:

Finally, after saying: “It’s coming” for almost a year, DOAJ has added the entire PLoS catalogue to DOAJ. A total of 182,500 articles were added and the harvester is set to go out and collect new articles at 5.30am every morning. The harvester collects the metadata from Europe PMC.

Hier geht’s zum erwähnten PLoS-Katalog im DOAJ. Und von da aus dann in den Findex (via GBV-DOAJ?) und von dort bald in unseren VuFind-Katalog.

EU-Kommission will 100% Open-Access bis 2020

Große Neuigkeiten auf europäischer Ebene! Um das nicht alles noch einmal in anderen Worten umschreiben zu müssen, verweise ich einfach mal auf unser Bibliotheksblog: Europäische Kommission: 100 % Open Access bis 2020. Der Text ist übrigens unter CC BY 4.0 nachnutzbar, über einen Link auf unser Blog als Quelle freuen wir uns natürlich.

Weitere Infos und Meinungen zum Thema:

Elsevier kauft Social Science Research Network (SSRN)

Elsevier baut weiter an einer Wissenschaftslandschaft komplett aus einer Hand. Nun geht man in den Bereich Pre-Print und kauft das Social Science Research Network (SSRN). Dazu in den Nature-News:

After trying without success more than a decade ago to set up preprint servers — where academics share their papers before peer review — science-publishing giant Elsevier is now buying one. It is paying an undisclosed sum for the Social Science Research Network (SSRN), one of the world’s most popular repositories of research in economics, law and the social sciences.

 

Neue deutsche Infoseite zum Open Journal System

Aus dem aktuellen OJS-de.net Newsletter:

Mit der Informationsplattform Open Journal Systems ist ein neues Informationsangebot online: Die deutschsprachige Informationsplattform OJS informiert generell über OJS und bietet zielgruppenspezifische Auskünfte für die Gründung und den Betrieb einer Open Access-Zeitschrift mit OJS. Praktische Handreichungen, wie z.B. ein Kooperationsvertrag für das OJS-Hosting und eine Checkliste für das Erstgespräch mit OJS-interessierten Wissenschaftler/innen, sollen die Herausgabe bzw. Publikation von wissenschaftlichen Zeitschriften bzw. Zeitschriftenartikeln im Sinne von Open Access erleichtern und fördern.
Die Informationsplattform OJS entstand im Rahmen unseres DFG-Projekts OJS-de.net. Besuchen Sie die Informationsplattform: https://ojs.open-access.net/

Im Newsletter wird darüber hinaus auf Webinare für OJS-Redakteure sowie auf eine Liste deutscher OJS-Plattformen aufmerksam gemacht.

Berlins Digitale Agenda, Punkt 2: Open Access

Die RBB Abendschau berichtet über die verschiedenen Aspekte von Berlins Digitaler Agenda. In der Sendung über Open Access kam unter anderem Martin Grötschel zu Wort:

Ich finde, dass Verlage durchaus sinnvolle Arbeit machen. Aber die sollen sie als Dienstleister erbringen, und nicht als Besitzer der wissenschaftlichen Veröffentlichung. Die sehen sich anschließend als Eigentümer der Forschung an, und das ist nicht in Ordnung.