In diesem Jahr wird der Literaturnobelpreis an den Peruaner Mario Vargas Llosa verliehen.
Zu den bekanntesten Werken von Vargas Llosa gehören unter anderem «Das Fest des Ziegenbocks» und «Das Paradies ist anderswo».
[via boersenverein.de]
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen
In diesem Jahr wird der Literaturnobelpreis an den Peruaner Mario Vargas Llosa verliehen.
Zu den bekanntesten Werken von Vargas Llosa gehören unter anderem «Das Fest des Ziegenbocks» und «Das Paradies ist anderswo».
[via boersenverein.de]
Amazon bietet sich als Verkaufsfläche für aus Wikipedia kompilierte Bücher von absurd schlechter Qualität an. Es macht damit Lexikonautoren zu unfreiwilligen Gratisarbeitern für windige Geschäfte und die digitale Utopie zur Farce.
[via faz.net]
Aus „Innovation und Information : Wie in Unternehmen neues Wissen produziert wird“ von Wolfgang Scholl, S. 5. Online als DOC erhältlich oder in Googles HTML-Fassung.
- Konflikte über den besten Weg zum Erfolg sind eigentlich nicht überraschend, aber manchmal eskalierten sie derart, dass der Innovationsprozess zusammenbrach, selbst wenn ähnliche Prozesse anderswo oder sogar von denselben Fachleuten früher erfolgreich abgeschlossen wurden.
- Andere Innovationsprozesse kamen einfach nicht voran und verliefen schließlich fast unbemerkt im Sande.
- Es gab Innovationsfälle, bei denen nach jedem gelösten Problem neue auftauchten, so dass viel versprechende Innovationen als bittere Misserfolge endeten.
- Grundlegende Erfindungen wurden zufällig, d. h. während der Verfolgung ganz anderer Ziele entdeckt.
- Trotz sorgfältiger und aufwendiger Planung scheiterten Innovationen an einzelnen Fehleinschätzungen.
- Andererseits verliefen einige wenige Innovationen so glatt, dass sich angesichts der vielen Schwierigkeiten in vergleichbaren Fällen eher die Kategorie „glückliche Umstände“ als „gutes Management“ aufdrängt.
- Manche Innovation konnte nur konspirativ erfolgreich abgeschlossen werden, also gegen die Planungen und Entscheidungen des übergeordneten Managements.
- Die meisten Innovationen haben für die Realisierung sehr viel mehr Zeit benötigt als ursprünglich geplant, eine Verdopplung der Zeit war fast normal.
Oliver Marahrens hat ein einem Fahrplan zur Vufind-Nachnutzung im TUBfind-Blog erläutert, wie man VuFind selbst installieren und ausprobieren kann:
Was ist zu tun, wenn eine Bibliothek selbst vufind ausprobieren möchte? Zu diesem Thema lässt sich viel schreiben. Daher haben wir uns entschieden, eine kleine Serie zu starten und die einzelnen Schritte zur Nachnutzung von Vufind zu dokumentieren und zu beschreiben. Gewisse Grundkenntnisse in der Administration und Konfiguration von Webservern werden vorausgesetzt; Programmierkenntnisse werden jedoch nicht verlangt.
Wer von den erforderlichen Administrations-Grundkenntnisse abgeschreckt ist: es geht auch fast ganz ohne, wenn man sich an die Anleitung hält. Meine persönlichen Erfahrungen dazu habe ich vor kurzem auch in diesem kleinen Erfahrungsbericht gepostet.
Ungeklärt ist eigentlich nur, wie man VUFind nun korrekt ausspricht. Wi-Juh-Feind, Vau-Uh-Find, (engl.) View-Find?
Der amüsante Artikel „Weiterhin unsportlich – Die Zukunft des Lesens“ ist heute in der NZZ online erschienen.
Am 10. Januar wird der aus Foxmarks entstandene Bookmark-Synchronisierdienst Xmarks seine Pforten schließen. In der Ankündigung wird auf Alternativen wie z.B. Firefox Sync verwiesen.
[via @optimisc]
A private company in Maryland has taken over public libraries in ailing cities in California, Oregon, Tennessee and Texas, growing into the country’s fifth-largest library system.
So berichtet die New York Times nun über die Übernahme der Santa Clarita Library (ich vermute, dass es sich um diese hier handelt) durch Library Systems & Services (LSSI). Im ersten Jahr sollen $ 1.000.000 eingespart werden. Dazu sollen unter anderem Gewerkschaftsmitglieder ersetzt werden. Die Meinung des LSSI-Gründers Frank A. Pezzanite über Bibliotheksmitarbeiter lässt an Deutlichkeit auch nichts zu wünschen übrig:
“A lot of libraries are atrocious,” Mr. Pezzanite said. “Their policies are all about job security. That’s why the profession is nervous about us. You can go to a library for 35 years and never have to do anything and then have your retirement. We’re not running our company that way. You come to us, you’re going to have to work.”
Auch wenn die Bibliotheksmitarbeiter wütend sind, der Protest gegen die Übernahme der Bibliothek durch LSSI wird laut Herald Tribune nicht von ihnen angeführt:
The angry reaction, though, has been mostly led by patrons who say they cannot imagine Santa Clarita with libraries run for profit.
Merkwürdigerweise fanden sich bislang nach ähnlichen Versuchen in anderen Städten anscheinend weiterhin Freiwillige, die sich in der Bibliothek engagieren. Ob diese Menschen auch ehrenamtlich die Regale im örtlichen Supermarkt einräumen?
Berlin befragt die eigenen Bürger, welche Daten der öffentlichen Verwaltung […] vorrangig regelmäßig im Internet bereitgestellt werden
sollten.
Angeboten wird folgende Auswahl:
1. Umweltdaten (Feinstaub, CO2, Pollen)
2. Märkte (Wochen-, Floh-, Weihnachtsmärkte)
3. Events (Straßenfeste, Konzerte, Lange Nacht der …, Sportereignisse)
4. Entsorgung (Termin in meiner Straße, Recyclinghöfe, Containerstandorte, Sondermüll)
5. Infrastruktur (Radwege, Toiletten, Briefkästen, Geldautomaten, Telefone)
6. Verkehr (Baustellen, Staus, Sperrungen)
7. Nahverkehr (Verspätungen, Zugausfälle, Sonderfahrten)
8. Öffnungszeiten (Bibliotheken, Museen, Ausstellungen)
9. Verwaltung (Formulare, Zuständigkeiten, Ämter, Öffnungszeiten)
10. Verbraucherberatung, Schuldnerberatung
11. Familie (Elterngeld, Kindertagesstätten, Kindergärten)
12. Bildung (Schulen, Volkshochschulen, Hochschulen und Unis)
13. Wohnen (Wohngeld, Mietspiegel, Immobilien, Grundstückspreise)
14. Gesundheit (Krankenhäuser, Apotheken, Notdienst, Spezialisten, Beratungsstellen, Blutspende)
15. Haustiere (Tierärzte, Tierheim, Tierpflege)
16. Kontrolle (Badegewässer, Lebensmittel, Gaststätten, Preise)
17. Recht (Gesetze, Vorschriften, Beratung, Schlichter, Gutachter)
18. Polizeiticker (aktuelle Vorfälle, Fahndung, Kriminalitätsatlas)
19. Stadtplanung (Flächennutzungsplan, Bauvorhaben, Verkehr, Flughäfen)
20. Bevölkerung (Zahl, regionale Verteilung, Demografie, Kaufkraft, Beschäftigung/Arbeitslosigkeit, Kinder)
Meines Wissens ist dies die erste Umfrage dieser Art in Deutschland.
[via Open-Data-Network]
Der Suchschlitz der ETH-Wissensportals kann nun auch als Google Gadget (nicht: Inspector Gadget) eingebunden werden:
[via @ETHBibliothek]
In Netbib macht sich Axel Schaper Gedanken zur unreflektierten Benutzung des SWD-Schlagwortes Überfremdung für Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“.