Textfeld – Freiheit für Österreichs Studienarbeiten

Open Access auch für Studienarbeiten ist der simple Gedanke, der hinter einem Projekt namens Textfeld steht. In der Selbstbeschreibung ist zu lesen:

Aus der einfachen Idee, Studienarbeiten für alle im Internet zugänglich zu machen, entwickelte sich der Anspruch, österreichweit und fächerübergreifend Wissen zu vernetzen, sowohl von Studierenden als auch von erfahrenen ForscherInnen erarbeitet. Vor allem für JungforscherInnen will textfeld eine Plattform bieten, auf der sie erste Publikationserfahrungen machen können. Wir sind auch der Auffassung, dass die erweiterte Möglichkeit zur Publikation ein zusätzlicher Ansporn ist, qualitativ hochwertige Recherche- und Forschungsarbeit zu leisten. Weiters sehen wir im öffentlichen Diskutieren von Forschungsergebnissen („Public Peer Review“) eine Alternative zum bisherigen System der etablierten Fachzeitschriften. Mittelfristig ist es unser Ziel, den technischen Rahmen für diese neuen Strukturen zu bieten.

Auf diese Weise erhält eine Arbeit z.B. über den „die demokratischen Potentiale von Wegblogs“ mit momentan fast 300 Downloads doch eine beachtliche Aufmerksamkeit, die ihr ohne Textfeld wohl nicht zuteil geworden wäre.

Mord und Totschlag in der National-Bibliothek

„Blutige Geschichten. Ein kulturhistorischer Streifzug durch die Welt der Verbrechen“ so nennt sich eine Ausstellung, die seit heute im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek angesehen werden kann. Noch bis zum 02. November kann man hier,

eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Phänomen Gewaltverbrechen – von Heiligenmartyrien über Meuchel- und Ritualmorde, Kannibalismus, Lynchjustiz bis hin zum Völkermord.

bestaunen.

Hier können schon ein paar Bilder angeschaut werden.

"Bibliothek der verbrannten Bücher" soll nach Augsburg

Die berühmte «Bibliothek der verbrannten Bücher» soll in Augsburg
eine dauerhafte Bleibe finden. Mit knapper Mehrheit sprach sich am
Mittwoch der Kulturausschuss des Bayerischen Landtages für die
schwäbische Stadt als Standort der Privatsammlung des Münchners
Georg Salzmann aus. Die Stadt Nürnberg, die sich ebenfalls um die
Bibliothek beworben hatte, hätte damit das Nachsehen.

[via pr.inside]

"Magnesia Litera" 2008 für "Tschechische Bibliothek"

Wie der idw berichtet, wurde die Sammlung „Tschechische Bibliothek“, die von Hans Dieter Zimmermann und Dr. Eckhard Thiele herausgegeben wird, in Prag mit der „Magnesia Litera“ ausgezeichnet.

Mit dem Preis werden jährlich die besten Bücher und Autoren der Tschechischen Republik geehrt. Die Sammlung stellt die größte Edition tschechischer Literatur außerhalb Tschechiens nach der Wende 1989/90 dar.

SozialMarie für die "Lebende Bibliothek"

Am Donnerstag wurde in Wien die „SozialMarie 2008“ vergeben, der mit 15.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die „Lebende Bibliothek“.

„Living Books“ funktioniert wie eine öffentliche Bibliothek. Die „Bücher“ sind allerdings lebende Personen, die sich einem bestimmten Thema widmen und dabei Einblicke in die Wirklichkeiten geben, die sich hinter dem gedruckten Text verbergen. Sie können von den Lesern für rund halbstündige Gespräche „ausgeliehen“ werden.

[via orf.at]

Berndt Dugall über Nationallizenzen

Bauer, Bruno and Dugall, Berndt (2007) Nationallizenzen: Konzept, Umsetzung und Perspektiven eines Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Lizenzierung von digitalen Textsammlungen für den Wissenschaftsstandort Deutschland : 10 Fragen von Bruno Bauer an Berndt Dugall, Direktor der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main und Vertreter einer der neun den Ankauf der Nationallizenzen organisierenden Informationseinrichtungen. GMS Medizin – Bibliothek – Information 7(2)

Das Programm der Nationallizenzen (http://www.nationallizenzen.de/) wurde 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickelt. Ziel ist es, bundesweit geltende Lizenzvereinbarungen mit Fachgesellschaften, Verlagen und anderen Informationsanbietern abzuschließen und dadurch Wissenschaftlern, Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen in ganz Deutschland den kostenlosen Zugang zu Datenbanken, digitalen Textsammlungen und elektronischen Zeitschriften zu ermöglichen. Das aktuelle Interview mit Berndt Dugall informiert über das Konzept der Nationallizenzen, dessen Finanzierung, das organisatorische Umfeld sowie das Procedere von der Auswahl bis zur Lizenzierung einzelner elektronischer Ressourcen. Zuletzt werden auch die Bedeutung der Nationallizenzen für den Wissenschaftsstandort Deutschland sowie die Zukunft der Bibliotheken angesichts der rasanten technischen Entwicklungen auf dem Informationssektor angesprochen.

Interessant ist vor allem die Frage zum Procedere der Angebotsauswahl. Anscheinend sind manche Anbieter gar nicht gewillt, ihre Datenbanken in diesem Rahmen lizensieren zu lassen (JSTOR), andere stellen zu hohe finanzielle Forderungen.