APAs VIVO-Installation

Nicht nur diverse Hochschulen, auch die American Psychological Association (APA) setzt nun auf VIVO. Die Installation inklusive eingepflegter Daten (bisher ca. 7900 Personen etwas über 6000 Publikationen) sind unter vivo.apa.org zu finden. Interessant an diesem Projekt ist unter anderem, dass nicht nur der Jetzt-Zustand abgebildet werden soll, sondern die ganze APA-Historie (z.B. auch inzwischen verstorbene Mitglieder).

Eingebettet ist das Vorhaben in das sogenannte „Publish Trust Project“ (bzw. „Publish Trust Framework“).

  • Create strong semantic provenance for authorship
  • Disambiguate authors and their works
  • Produce Uniform Resource Identifiers (URIs) for author attributes
  • Make Resource Description Framework (RDF) payloads for URI delivery within a secure network
  • Create strong online peer circles for journal communities
  • Offer tools and best practices to support publishers of peer-reviewed works as the best source for two-factor assertions of authorship of scientific writing

Dieses Video mit einer fiktiven Fallstudie erklärt, worum es in dem Projekt geht:

Historiker.de pausiert wegen des #LSR

Historiker.de, der „Nachrichtendienst für Historiker“ befindet sich im „Wartungsmodus“:

aufgrund des am 1. März 2013 in Kraft getretenen Leistungsschutzrecht für Presseverleger müssen wir den Betrieb des Nachrichtendienst für Historiker nach 17 Jahren vorerst einstellen.

Die unklare Lage bezüglich der Textlänge für Snippets (siehe auch: Leistungsschutzrecht für Presseverleger bei Wikipedia) zwingt uns zu diesem Schritt.

Ob und wie dieser Dienst weiter zur Verfügung gestellt werden kann, können wir erst nach den ersten klärenden Urteilen zur eher unsicheren Ausgestaltung des Gesetztes sagen.

Wollen Sie über die weitere Entwicklung informiert werden, so möchten wir Ihnen einen Besuch unserer Facebookseite ans Herz legen: Nachrichtendienst für Historiker auf Facebook

Rivva will weitermachen, hat aber neben den durchs Leistungsschutzrecht verursachten Unannehmlichkeiten auch noch Ärger mit den Twitter Display Requirements. Tweetdeck wird gestorben, die API wird eingeschränkt, dann auch noch diese „Display Requirements“… Es wird Zeit, Alternativen zu Twitter zu finden und zu nutzen!

[u.a. via Archivalia]

Twitter tötet Tweetdeck!

Frei nach Southpark: „Oh My God! They killed Tweetdeck!“ Was nun? Ich habe Tweetdeck in der AIR-Variante lange genutzt. Die anderen Varianten empfinde ich nicht als komfortabel. Was sind die Alternativen?Janetter habe ich nun ausprobiert. Abgesehen davon, dass die Eintragung der Konten ein Krampf ist, finde ich es auch nicht besonders chic.

Gefragt sind:

  • Verwaltung mehrerer Accounts.
  • Suchmöglichkeiten nach Hashtags, Personen und möglichst eine Volltextsuche.
  • Sollte möglichst unter Windows und Ubuntu laufen (also ein Desktop-Client).
  • Wenn man den Client farblich gestalten kann, wäre das ein Sahnehäubchen.

Die einschlägigen „Alternative zu“-Webseiten sind mir bekannt. Ich würde mich über Empfehlungen freuen.

VuFind-Anwender-Treffen 2013 in Hamburg

Oliver Goldschmidt gab in Inetbib bekannt:

was die Leipziger im letzten Jahr erfolgreich begonnen haben soll eine Fortsetzung finden: die TUB Hamburg-Harburg plant in diesem Jahr, das zweite deutsche VuFind-Anwendertreffen zu veranstalten.

Ein Termin steht bereits fest: 16.-17.09.2013. Veranstaltungsort wird die TU Hamburg-Harburg sein. Dies ist zunächst ein Call for Papers; wer sich gerne auf der Veranstaltung mit einem VuFind-bezogenen Thema einbringen möchte, der wende sich bitte an mich.

Open Access als Bedingung für Jack Andrackas Erfolg

Spiegel.de berichtet über Jack Andracka, einen 16jährigen Nachwuchswissenschaftler, und den von ihm entwickelten Test auf Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nicht erwähnt wird, dass Andrackas Erfolg nur durch Open Access möglich war. Aus dem Vancouver Explorer:

Andraka says that over the course of a few months, he generally purchases roughly 30 articles at $40 a piece for an average of 10 pages. $1,200 is no small sum for a high school student without a regular income – and parents supporting their children – and in a faltering economy, it’s an impossibility for many bright youth.

Im Artikel sind einige schöne Zitate, ebenso im FigShare-Blog:

“This was the [paywall to the] article I smuggled into class the day my teacher was explaining antibodies and how they worked. I was not able to access very many more articles directly. I was 14 and didn’t drive and it seemed impossible to go to a University and request access to journals”.

Andracka hat auch eine Open-Access-Petition erstellt.

Open-Access in den USA, der EU und in Niedersachsen

Stefan Krempl berichtet über die aktuelle Open-Access-Initiative der US-Regierung:

Das Weiße Haus hat einen Vermerk (PDF-Datei) herausgegeben, wonach die Ergebnisse staatlich geförderter Forschung zwölf Monate nach ihrer Erstpublikation in einem wissenschaftlichen Journal online frei zugänglich gemacht werden sollen. Die Initiative von US-Präsident Barack Obama bezieht sich auch auf begleitende wissenschaftliche Daten in digitalen Formaten, solange dadurch nicht Rechte Dritte wie etwa der Schutz der Privatsphäre betroffen wäre.

Mehr dazu unter anderem bei Wisspub, wo auch auf das Zweitverwertungsrecht und die vorgeschlagene Open-Access-Verpflichtung im Horizon-2020-Programm eingegangen wird.

Und in Niedersachsen? „Erneuerung und Zusammenhalt : Nachhaltige Politik für Niedersachsen“ heißt der Koalitionsvertrag der rot-grünen Koalition in Niedersachsen für die 17. Wahlperiode. Und plagiiert damit den Titel eines SPD-Regierungsprogramms von 2002. Doch sei’s drum! Wichtig ist, was drin ist. Und wie es umgesetzt wird.

Die rot-grüne Koalition wird gemeinsam mit den Hochschulen und Universitätsbibliotheken eine Open-Access-Strategie entwickeln.

Gemeint sind hoffentlich alle Hochschulbibliotheken, denn nicht nur an den Universitäten passiert einiges in Sachen Open Access. Ebenso übrigens in den Ministerien, den Landesanstalten und vielen anderen Institutionen des Landes.

Zwei deutsche Unis in Coursera

Coursera gab bekannt, dass nun 29 weitere Universitäten Kurse in Coursera anbieten werden. Und nun auch nicht mehr ausschließlich auf Englisch. Dabei sind auch die Ludwig-Maximilians-Universität München (mit Competitive Strategy von Tobias Kretschmer und drei weiteren Kursen) und die Technische Universität München (mit einem Kurs Computer Vision von Martin Kleinsteuber). Deutschsprachige Kurse werden bisher leider nicht angeboten.

Referentenentwurf zu verwaisten Werken und Zweitverwertungsrecht

Heise.de:

Ein Referentenentwurf gibt einen Blick auf die Pläne des Bundesjustizministeriums für den Umgang mit verwaisten und vergriffenen Werken. Das Ministerium will deren Nutzung erleichtern.

Rainer Kuhlen bewertet den Entwurf.

Der Harlem Shake in der Bibliothek

Martin Weigert beschreibt auf Netzwertig, wie ein tolerierter Urheberrechtsverstoß dem Urheber einen Geldsegen beschert. Es geht um den Harlem Shake.

Jeder kann mitmachen. Es braucht lediglich eine kleine Gruppe von Freunden, Kollegen oder Bekannten, ein paar möglichst dämliche Masken oder Verkleidungen und eine Kamera. Ein Protagonist lässt sich mehrere Sekunden lang mit einer eigenwilligen Tanzbewegung filmen, inspiriert von dem aus der HipHop-Welt stammenden Harlem Shake, während andere Akteure ihn scheinbar ignorieren. Es folgt ein Schnitt, woraufhin sämtliche Darsteller mit teilweise äußerst übertriebenen Tänzen oder sich wiederholenden Bewegungen gezeigt werden. Nach 30 Sekunden ist alles vorbei.

Es gibt inzwischen zehntausende von Harlem-Shake-Videos. Und natürlich auch einige, die in Bibliotheken gedreht wurden. Zum Beispiel:

Deutsche Bibliotheken konnte ich nicht finden. Ich habe auch nicht besonders lange gesucht. Aber Unis. Zum Beispiel die Uni Bayreuth:

Twitter schaltet Posterous ab

Posterous wird zum 30. April 2013 abgeschaltet:

Posterous launched in 2008. Our mission was to make it easier to share photos and connect with your social networks. Since joining Twitter almost one year ago, we’ve been able to continue that journey, building features to help you discover and share what’s happening in the world – on an even larger scale.

On April 30th, we will turn off posterous.com and our mobile apps in order to focus 100% of our efforts on Twitter. This means that as of April 30, Posterous Spaces will no longer be available either to view or to edit.

Eigenes Hosting ist leider nicht jedem möglich und für manche Zwecke mit zu viel Aufwand verbunden. Das hier ist die Kehrseite der Bequemlichkeit.