Amazon Author Shops

In den “Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW” wird auf ein sehr interessantes neues Feature von Amazon aufmerksam gemacht:

In den neuen Author Stores werden alle Bücher und zugehörige Produkte eines über amazon.com erhältlichen Autors gelistet, dazu kommen biografische Informationen und andere Features wie Interviews und Diskussionsforen. Zum Start wurden nach Angaben des Unternehmens 2.500 Author Stores eingerichtet. Ziel sei es, für jeden über Amazon erhältlichen Autor ein solches Angebot einzurichten.

Als Beispiel wird der Author Shop von Joanne K. Rowling genannt, es gibt jedoch schon etliche mehr. Dazu in den FAQ des Projekts:

Question: Why doesn’t my favorite author have an Amazon Author Store?

Answer: A select number of Amazon Author Stores will be viewable during our beta launch. We currently have thousands of Amazon Author Stores now and will be adding many more in the months to come.

Das dazu dann auch bald eine benutzerfreundliche API folgen wird, halte ich für sicher. Und dann haben wir sie endlich: die Konkurrenz zur PND. Kein Wunder, wenn das Bibliothekswesen seit Ewigkeiten auf den eigenen Daten hockt. Aber zumindest Jakob ist ja optimistisch, dass sich “bald” etwas ändern könnte.

Das versteckte Web durchsuchbar machen

D-Lib-Artikel “Google Still Not Indexing Hidden Web URLs”. Im Artikel wird beklagt, dass Google OAIster & Co nicht unterstützt.

We […] conclude that Google has not endeavoured to increase their support and access to OAI materials. Even taking into account the caveats, we would also conclude that aggregations of OAI records are as valuable for user research purposes as they were at least two years ago.

From our own experience, we know that providing the OAIster records in bulk to Google proved problematic for them, and eventually they requested only the OAIster URLs instead of the complete metadata. We are not, at this point, certain that Google is using these URLs (crawling them) for addition to their search index.

It is also interesting to note that Google has recently dropped support of OAI for website indexing [6]. Given the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources, not less. (Granted, the OAI for Sitemaps feature may not have been an appropriate approach for Google.)

John Wilkin antwortet auf diesen Artikel:

As much as I like Kat’s and Josh’s analysis, I draw a different conclusion from the data. They write that, “[g]iven the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources.” This perspective is one many of us share. We’re inclined to point a finger at Google (or other search engines) and wish they tried harder to look into our arcane systems. We believe that if only Google and others had a deeper appreciation of our content or tried harder, this problem would go away. I’ve been fortunate enough to be able to try to advance this argument one-on-one with the heads of Google and Google Scholar, and their responses are similar–too much trouble for the value of the content. As time has passed, I’ve come to agree.

Dem kann man nur zustimmen. Wir müssen unsere Kataloge und Datenbanken zugänglicher machen für Suchmaschinen. Wenn wir das nicht machen, werden Bibliotheken als erste Anlaufstelle für bibliographische Recherche in Zukunft noch stärker von Amazon & Co in die Bredouille gebracht.

Für Katalogentwickler interessant ist eine andere Aussage von Wilkin:

We often go wrong, however, when we try to share our love of complexity with the consumers. We’ve come to understand that success in building our systems involves making complicated uses possible without at the same time requiring the user to have a complicated understanding of the resource. What we must also learn is that a simplified rendering of the content, so that it can be easily found by the search engines, is not an unfortunate compromise, but rather a necessary part of our work.

ISBN2WP – Vorschlag für ein WordPress-Plugin

Lambert Heller fragte beim Bibcamp, was Bibliotheken für Blogger tun könnten. Die für mich naheliegendste Antwort war: Bibliographische Daten auf möglichst elegante und einfache Weise zur Verfügung stellen. Vorbild kann das hier schon mal kurz vorgestellte Amazoneinzeltitellinksplugin sein.

Rezept

Zutaten

  1. PHP
  2. XML
  3. XSL
  4. SRU
  5. Mit ein bißchen AJAX und/oder Javascript abschmecken

Zubereitung
Man nehme einen ISBN-Parser, der im Posting enthaltene ISBN ausfindig macht (z.B. so wie hier), packe diese ISBN in eine SRU-Abfrage (wie z.B. diese hier), Über ein XSL-Stylesheet kann die Ausgabe dann beliebig 1) Naja, fast beliebig. Ein paar Hindernisse sind anscheinend noch aus dem Weg zu räumen:

Unfortunately, for security reasons, modern browsers do not allow the processing of XML using a XSLT stylesheet retrieved from a different domain. This prevents a user from specifying their own stylesheet when displaying an SRU response. The implication of this is, for example, that a stylesheet loaded from the British Library cannot be used to display the output of an SRU search from the Library of Congress. This is unfortunate as it prevents a user from developing their own interface to access a variety of SRU services.

There are ways around this “feature”. The first is to use a proxy server which provides a single source for SRU searches, re-directing the searches to the true targets. When the stylesheets are accessed from the proxy, it appear as though the searches are being provided fromthe same domain as the local stylesheet. Alternatively, the use of the Javascript and the XMLhttpRequest function may offer a solution in the future.

gewandelt werden. Die derart aufgehübschten Daten werden nun je nach Einstellung in den Plugin-Options auf die eine oder andere Art und Weise dargestellt. Vorstellbar ist z.B. die Integration von Bibtex, um die bibliographischen Daten auch für Dritte nutzbar machen zu können. Und (oder oder) die Einbindung der bibliographischen Daten durch Fußnoten, Tooltips, was auch immer gefällt.

Eine großartige Idee, wie man der riesigen WordPress-Nutzerschaft bibliographische Dienstleistungen seitens der Bibliothek auf einfache Art und Weise ins Gedächtnis rufen kann.

Nun kommen wir zur Preisfrage: Wer programmiert das? 2) Dies ist ein ernstgemeinter Aufruf. Wer sich dazu berufen und in der Lage sieht, so ein Plugin umzusetzen, möge sich bitte hier in den Kommentaren oder per Mail an mich wenden.

References   [ + ]

1. Naja, fast beliebig. Ein paar Hindernisse sind anscheinend noch aus dem Weg zu räumen:

Unfortunately, for security reasons, modern browsers do not allow the processing of XML using a XSLT stylesheet retrieved from a different domain. This prevents a user from specifying their own stylesheet when displaying an SRU response. The implication of this is, for example, that a stylesheet loaded from the British Library cannot be used to display the output of an SRU search from the Library of Congress. This is unfortunate as it prevents a user from developing their own interface to access a variety of SRU services.

There are ways around this “feature”. The first is to use a proxy server which provides a single source for SRU searches, re-directing the searches to the true targets. When the stylesheets are accessed from the proxy, it appear as though the searches are being provided fromthe same domain as the local stylesheet. Alternatively, the use of the Javascript and the XMLhttpRequest function may offer a solution in the future.

2. Dies ist ein ernstgemeinter Aufruf. Wer sich dazu berufen und in der Lage sieht, so ein Plugin umzusetzen, möge sich bitte hier in den Kommentaren oder per Mail an mich wenden.

Bibliotheken oder Google – Studie der ZBW

Im Auftrag der ZBW Kiel hat die Agentur HS&P eine noch unveröffentlichte Studie erstellt. Laut aktueller c’t ergibt sich dabei ein für Bibliotheken wenig schmeichelhaftes Bild. Gefragt wurde: Mit welchen Internetseiten suchen Sie nach wissenschaftlicher Literatur?

Die Reihenfolge der Antworten:

  1. Google
  2. Bibliothekskataloge
  3. Wikipedia
  4. Uni-Homepage
  5. Online-Dienste der Bibliotheken (?)
  6. KVK
  7. EZB
  8. Amazon
  9. ZDB
  10. Google Scholar
  11. Fachspezifische Portale

Eine spannende Frage ist nun die Bekanntheit der Virtuellen Fachbibliotheken, was auch auf dem Bibcamp eifrig diskutiert wurde. Markus Trapp hatte dazu noch erwähnt, dass er mittels Cibera-Blog erfolgreich zusätzliche Aufmerksamkeit auf seine ViFa lenken konnte.

Wie auch immer: Es ist zweifellos falsch, den zweiten Platz der OPACs als beruhigend zu empfinden. Also heißt es, von der “Konkurrenz” zu lernen und die besten Ideen schamlos zu kopieren.

Amazon Einzeltitellinks als Vorbild für ein Bibliotheksplugin

Amazon bietet ein Einzeltitellink-Plugin an, mit dem man Bücher auf einfache Art und Weise in Blogpostings einbinden kann.

Mit diesem Plugin kannst du Einzeltitellinks von Amazon.de schnell und einfach in deinen Artikel integrieren. Der Amazon-Einzeltitel wird mit Text und Grafik mittels iframe integriert, sodass du die Artikelbilder nicht von Amazon downloaden musst.

In Einzelheiten müsste das Plugin noch verändert werden, es ist jedoch ein schönes Beispiel, wo Bibliotheken mit ihrem Pfunde wuchern können.

Related Tags bei Amazon

Irgendwo hatte ich kürzlich begeisterte Berichte von Amazons “Related”-Funktionen gelesen. Doch was muss ich da bei einem Artikel aus der edlen Feder zweier Infobib-Autoren sehen?

Amazon - Sponsored Links

Tanz die Informationskompetenz! Und bei den Tags hört’s dann ganz auf:

Amazon - Related tags

Magic? Natürlich. For ed -ucation? Sicher! Den Rest möchte ich mir höflichst verbitten. Schon spannend, welche Tags bei bisher nicht getaggten Items angezeigt werden.

Übrigens, man sollte diesen Artikel nicht zu einem überteuerten Preis kaufen, man kann ihn nämlich auch gratis bekommen.

Prognose für 2008: Medienkonzerne werden verlieren

Andreas Göldi versucht sich in Prophezeiungen für das Jahr 2008. Unter anderem prognostiziert er, dass traditionelle Medienkonzerne zu den großen Verlierern gehören werden:

Sorry, aber weder die Musik-, noch die Film-, noch die Zeitungs-, noch die Fernsehbranche haben 2007 irgendeinen Hinweis darauf gegeben, dass sie digitale Medien verstehen und eine brauchbare Strategie für den Umgang mit diesem Phänomen haben.

Auch wenn er sie nicht erwähnt, trifft diese Feststellung auch auf die Verlagsbranche zu. Einzelne Verlage – bezeichnenderweise oft im Bereich der IT-Literatur – versuchen sich zwar in innovativen Marketing- und Vermarktungsstrategien, aber das uralte Thema E-Books wird immer noch künstlich am Durchbruch gehindert. Stichwort: DRM. Es ist wirklich erstaunlich, wie beratungsresistent die Branche in diesem Punkt ist. Es ist ebenso erstaunlich, wieviele Bibliotheken trotz der offensichtlichen Mängel diverser Projekte Verträge abschließen, die nur einem Teil ihrer Nutzerschaft überhaupt etwas bringen können.

Die Verlagsbranche scheint auch nicht aus den Fehlern der Musikbranche lernen zu wollen. Immerhin ist dort allmählich so etwas wie Einsicht zu vermuten. Wie der Kleinreport gestern berichtete, hat nämlich auch Warner Music inzwischen umdenken müssen und bietet nun DRM-freie MP3s via Amazon an. Heise stellt dazu fest: Unter den Major-Labels ist nun Sony BMG das einzige Unternehmen, das seine Musik ausschließlich per DRM geschützt vertreibt.

Vielleicht findet dort erst ein Umdenken statt, wenn BMG nicht mehr zu Bertelsmann gehört?

Amazon Kindle gehackt

Igor Skochinsky erklärt in seinem Blog “Reversing Everything”, wie man mit dem Kindle auch Dateien ansehen kann, die nicht mir DRM versehen sind:

Well, I’ve discovered the algorithm used to generate the PID and was able to use it on Fictionwise, but there was another catch. AZW files have a flag set in the DRM info which is not present in books bought from other vendors. After fixing that, I could read the book on Kindle.

Abgesehen davon, dass es mal wieder zeigt, wie unsinnig DRM-Maßnahmen sind, da sie einfach immer ausgetrickst werden, stellt sich die Frage, warum man sich ein Gerät kaufen sollte, dass nur Medien eines Anbieters abspielen kann. Solch ein (Un)Ding gehört eh boykottiert.

[via Gizmodo, via Gadget Lab]

Amazon bringt "iPod des Lesens" heraus

Der Internet-Händler Amazon will eigenen Angaben zufolge den Verkauf elektronischer Büchern vorantreiben. Vergangene Woche präsentierte die Firma ein solches mit dem dazugehörigen Lesegerät – Kindle genannt.

Das Lesegerät ist in den USA ab sofort für 399 Dollar zu kaufen. Es ist knapp 300 Gramm schwer und nicht grösser als ein Taschenbuch. Der interne Speicher soll den Inhalt von 200 Büchern fassen können.

Kindle soll neben Büchern auch Zeitschriften, Zeitungen oder Blogs darstellen können.

[via NZZ Online]