Inetbib 2008: Jin Tan – Second Life & Bibliotheken

Virtuelle Identität braucht zur Kommunikation die Dimension der Räumlichkeit. 2L ist digitale Face-2-Face-Kommunikation.

Spannende Diskussion pro und kontra Bibliotheken in 2L. Bücherhalle Hamburg bald in 2L vertreten. Tenor der Diskussion: Verschlechterung der Benutzbarkeit gegenüber der „konventionellen“ Benutzeroberfläche. Benutzerkommentar: Ist 2L ein adäquater Schlauch für unseren Wein? Ähnlich sinnvoll wie Kohlfahrt 2.0.

Keine neuen Argumente. Pro war eigentlich nur das „Argument“, dass es innovativ ist und die Bibliotheken das deswegen auch machen müssten.

Inetbib 2008: Webbasierte Literaturverwaltung

Von Dr. Thomas Stöber und Astrid Teichert, Universitätsbibliothek Augsburg

Typologie:
Geschlossene Systeme wie Citavi, Endnote (Einzelplatzbenutzung)
Halboffene Systeme: EndNote Web, RefWorks (begrenzte Freigaben)
Offene Systeme: Bibsonomy, Connotea (offener Benutzungskreis, Prinzipien des social bookmarking) „informationelle Gemeinschaftsbibliographien“ (Lambert Heller)

Anwendungsszenarien:

  • Freigaben mit Lesezugriff (read only)
  • Literaturlisten
  • Schriftenverzeichnisse
  • thematische Bibliographien
  • geschlossene Datensammlungen (für begrenzten Nutzerkreis)
  • aktive und passive Nutzung
  • offene Datensammlungen

Perspektiven:
Offene Wissenschaft: Ist es im Interesse von Wissenschaftlern, ihre Tätigkeit öffentlich zu machen?
Sind die offenen Dienste wirklich eine Alternative zu konventionellen Literaturverwaltungen?
Künftige Konvergenz: Endnote geht ins Netz, Citavi auch, RefWorks dagegen auch als Offlineversion.

Patrick Danowski macht noch auf scholarz.net aufmerksam?

Inetbib 2008: Block 2 – Bibliothek aktuell

RFID-Technologie in der Münchner Stadtbibliothek: Selbstverbuchung – Mediensicherung – Benutzerausweis – Aktivitäten von Dr. Eva Schubert, Münchener Stadtbibliothek.

In Stichworten:
Dank geeigneter baulicher Maßnahmen erweiterte Öffnungszeiten, gesundheitliche Entlastung der Mitarbeiter (Handscanner), Imagegewinn, mehr Diskretion (?).

Sicherheitsphilosophie: Teilweise ungesicherter Freihandbestand muss in Kauf genommen werden, Buchbeschädigungen wird unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte nur noch eingeschränkt verfolgt.

Die Mitarbeiter stehen nicht mehr hinter dem „Thekenbollwerk“ (sic!), sondern bewegen sich frei.

Die Referentin suggeriert einen Zusammenhang zwischen einer Zunahme der Benutzung durch die Einführung von RFID. Klingt fragwürdig.

„Kunden helfen Kunden“. Es wird also eine bibliothekarische Dienstleistung an den Nutzer „outgesourced“.

Probleme:

  • Metallschicht von Datenträgern. Alte CDs mit dicker Metallschicht und neue mit großer Kapazität können nicht gesichert werden.
  • Medienkoffer
  • Unterschiedliche Reichweite der Lesegeräte
  • 2D-Gates
  • Kosten

Kein Wort zur Mitarbeiterzufriedenheit.

International Directory of Art Libraries

Neue (?) Datenbank via DBIS frei verfügbar: International Directory of Art Libraries

This Directory is provided as a means to access nearly 3,000 libraries and library departments with specialized holdings in art, architecture, and archaeology throughout the world. Data recorded for each institution includes address, telephone and tele-facsimile numbers, hours of operation, annual closings, and listings of professional personnel. It also includes electronic mail addresses of individual librarians and direct web links to institutional home pages.

Bibliothek 21 in Stuttgart

Seit 1997 werden die Neukonzeption und der Neubau der Stuttgarter Stadtbücherei bereits geplant, im November soll der Bau nun beginnen. Mitte 2011 soll die Bibliothek eröffnet werden.

Wenn Ingrid Bußmann, die Leiterin der Stadtbücherei im Wilhelmspalais, von ihrem beruflichen Lebenswerk spricht, dann scheut sie keinen Superlativ: „Seit 1997 planen wir ein Haus des Wissens, der Bildung und der Kultur, das sich stetig weiterentwickelt. Im neuen Haus sollen sich die Kulturen und die Generationen aus Stuttgart und der gesamten Region begegnen. Wir möchten Tradition und Innovation verbinden, und wir glauben, dass die Bibliothek 21 die modernste wird, die es in Europa gibt.“

[via Stuttgarter Zeitung]

Weitere Informationen zur Bibliothek 21 gibt es hier und auch hier.

Libworld – USA

United States Library and Librarian Blogs

In recent years the blogosphere of the USA emerged as the most advanced worldwide.
In september 2007 the Online Education Database wanted to find out „which librarian bloggers have the biggest reach“. [1]http://oedb.org/library/features/top-25-librarian-bloggers-by-the-numbers
The result was clear: Twenty of the 25 biblioblogs with the biggest response came from the United States, four were Canadians and one from the Philippines.

We are pleased that Sarah Houghton-Jan accepted the challenge to make an overview of the wide biblioblogosphere of her country for our LibWorld series. Not an easy task to undertake!
„Libworld – USA“ weiterlesen

Menschliche Verbuchungsmaschinen und Streikautomaten

Es ist ein Teufelskreis. Den politisch Verantwortlichen und dem Magistrat ist nichts zu teuer, um Personal einzusparen und den Schein eines funktionierenden Systems aufrechtzuerhalten.
Die politikkompatiblen Erfolgsmeldungen müssen immer lauter werden bei rahmenbedingt leise sinkender Qualität.

Und die Frustrationen der Belegschaft werden erfahrungsgemäß eines Tages in innere Kündigungen umschlagen.

Dann kann man ja immer noch den Betrieb aus dem Magistrat auslagern und ihn hauptsächlich über angelernte und „ehrenamtliche“ Kräfte aufrecht erhalten …

Haftgrund: Menschliche Verbuchungsmaschinen und Streikautomaten

Herzog-August-Bibliothek erwirbt wertvolle mittelalterliche Handschrift

Wie newsclick.de berichtet, hat die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel, mit Hilfe von Stiftungsgeldern, die wertvolle Schönrainer Liederhandschrift erworben, die bisher in Privatbesitz war.

„Es ist eine der wenigen bedeutenden Liederhandschriften, die es überhaupt gibt“, erklärte Bibliotheksdirektor Helwig Schmidt-Glinzer erfreut. Sie ist der bekannten Manesseschen Handschrift oder dem Hildebrandslied im Rang vergleichbar. Äußerlich dagegen, gibt er zu, sei sie nicht gerade prächtig ausgestattet. Die sonst so begehrten Malereien fehlen, nur wenige Initialen sind ausgeschmückt. Die Textsammlung in mittelhochdeutscher Sprache entstand um 1330 in Hessen.