Die Wiener Zeitung bringt ein Interview mit Bettina Kann, Leiterin des Bereichs „Digitale Bibliothek“ der Österreichischen Nationalbibliothek.
Hier geht es zum Interview.
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen
Die Wiener Zeitung bringt ein Interview mit Bettina Kann, Leiterin des Bereichs „Digitale Bibliothek“ der Österreichischen Nationalbibliothek.
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Die junge Welt im Artikel Rock’n’ Sachverstand über Bibliotheken im Bericht Bestandsaufnahme des kulturellen Lebens in Deutschland (PDF, Drucksache 16/7000 des Deutschen Bundestags) der Enquetekommission »Kultur in Deutschland« des Bundestags mit insgesamt 465 Handlungsempfehlungen:
Die ausreichende Versorgung mit Bibliotheken in der DDR soll noch erwähnt werden, weil im Bericht vermerkt ist, daß ihre Zahl von 1999 bis 2005 um fast ein Fünftel geschrumpft ist. Einer Handlungsempfehlung ist zuzustimmen: »Öffentliche Bibliotheken sollen keine freiwillige Aufgabe sein, sondern eine Pflichtaufgabe werden.«
Mehr zum Thema findet sich stets aktuell in Eric Steinhauers Blog Bibliotheksrecht (in dem die Kommentare leider immer noch geschlossen sind).
Stephan Färber beklagt auf Abgeordnetenwatch die Auswirkungen des neuen Urheberrechts. Auf eine Bestellanfrage bekam er folgende Antwort von seiner Bibliothek:
Die von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Änderungen im Urheberrechtsgesetz führen ab dem 01.01.2008 zu einer wesentlichen Einschränkung der Lieferbedingungen im bibliothekarischen Fernleihverkehr. Da § 53a UrhG die Voraussetzungen für die Lieferungen elektronischer Dokumente nur unbestimmt regelt, müssen die am Fernleihverkehr teilnehmenden Bibliotheken zunächst auf die elektronische Auslieferung verzichten. Aus diesem Grund wird es bis auf Weiteres von bestellten Aufsätzen nur noch Kopien als Papierausdruck in den Bibliotheken geben.
Technischer Hinweis: aufgrund der Einführung des Papier- und Postversands muss mit einer Verzögerung bei den Lieferzeiten gerechnet werden. Die damit verbundenen Nachteile bedauern wir sehr und bitten um Verständnis.
Er sieht sich in seiner Forschungsarbeit behindert und fühlt sich zu Recht in steinzeitliche Bedingungen versetzt. Nun richtet er die Frage, ob Nachbesserung in Sicht ist, an Heinz Schmitt (SPD), Mitglied des Bundestages, Wirtschaftsingenieur und Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Seine Antwort (ebd.) ist durchaus lesenswert. Das Gesetz sei notwendig gewesen, um neuen multimedialen Möglichkeiten gerecht zu werden.
Das Gesetz erlaubt öffentlichen Bibliotheken erstmals, Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken herzustellen und diese auch auf elektronischem Wege zu versenden. Grundsätzlich ist das für die Studentinnen und Studenten eine erhebliche Verbesserung.
Interessanter Standpunkt, mit dem Herr Schmitt vermutlich außerhalb seines Ausschusses allein auf weiter Flur stehen dürfte. Er sah sich in der Pflicht, Autoren die Möglichkeit zu geben, ihre Produkte
zu vermarkten
.
Dabei war für mich und meine Kolleginnen und Kollegen von der SPD-Fraktion im Bildungsausschuss von Anfang an wichtig, dass Bildung und Wissenschaft durch diese Einschränkung nicht behindert werden. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, diese Regelung möglichst nutzerfreundlich und praktikabel zu gestalten.
Er war dafür, und er hat sich dafür eingesetzt. Immerhin macht er
keinen Hehl daraus, dass ich mir für Bildung, Wissenschaft und Forschung noch mehr Freiheit gewünscht hatte. Soweit ich weiß, sehen das auch meine Kolleginnen und Kollegen von der SPD-Fraktion so. Wir wollen ein Urheberrecht, das gezielt auf die Bedürfnisse und Belange von Bildung, Wissenschaft und Forschung eingeht. Derzeit stehen wir aber erst am Anfang und wir freuen uns über jede Unterstützung.
Lieber Herr Schmitt, wenden Sie sich doch bitte an die Damen und Herren vom Urheberrechtsbündnis. Dort können Sie unter anderem erfahren, was das Gesetz, für dass auch Sie verantworltich sind, für Auswirkungen hat.
Drei Wochen vor dem verheerenden Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek hatte Candida Höfer noch die Gelegenheit, die Bibliothek in Weimar zu fotografieren.
Die daraus entstandene Fotoserie „Weimarer Räume“ wird vom 30. März bis 04. Mai im Museum für Europäische Gartenkunst im Düsseldorfer Schloss Benrath gezeigt.
This week our LibWorld journey stops once again in Switzerland. After Heidi Stieger introduced the German-speaking biblioblogosphere of Switzerland to us, Jean-Phillippe Accart continues with the frenchspeaking blogosphere. He is Head of Information and Public Services at the Swiss National Library, has always been very concerned by exchanging and sharing information with other library professional since 20 years. His own website has been created in 2003, and a new version relaunched in 2007. The same year, Archimag, a French professional magazine, has designated JP Accart as one of the five people that have mostly influenced the French-speaking library world. Among other books, the last one, “Le Métier de documentaliste”, is considered as a reference book in librarianship.
„LibWorld – Switzerland II“ weiterlesen
Das Handelsblatt berichtet heute über Idea-Stores in London, eine Art „Ideenkaufhaus“: eine Mischung aus Bibliothek, Bildungszentrum und Internet-Café.
Die „Idea Stores“ gelten als bislang ehrgeizigster Versuch in Großbritannien, mit kulturellem Engagement den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Jugendkriminalität und Gewalt aufzunehmen. Und die „Idea Stores“ gelten als mögliches Exportmodell –auch in deutschen Metropolen wie Berlin könnte sich das Ideenkaufhaus bewähren.
Den ganzen Artikel gibt es hier.
The New York Public Library’s venerable lion-guarded building on Fifth Avenue at 42nd Street is to be renamed for the Wall Street financier Stephen A. Schwarzman, who has agreed to jump-start a $1 billion expansion of the library system with a guaranteed $100 million of his own.
Siehe New York Times.
Wired ließ und lässt abstimmen: Why Things Suck: Things That Don’t Suck
TV screens in the back of airplane seats. Twice-baked potatoes. Dryer sheets. DVRs. The set design on Mad Men. Farmers‘ markets. Tap water. Touchscreens. Scissors. Pocketknives. Thumb drives. Kites. Strike-anywhere matches. Doorstops. Run-flat tires. Netflix. Noise-canceling headphones. Casual carpool. Guitar Hero. Salt-and-vinegar potato chips. Bicycles. Kevlar. Velcro. Carbon composite. Dradis. Flip-flops. The first half hour of Indiana Jones and the Temple of Doom. Seat belts. Zippo lighters. Spartan Laser. Heated seats. Public libraries. Remote control. Ice cream.
Die Hervorhebung kommt von mir und der Hinweis von Thomas Brevik.
Karsten Schuldt: Öffentliche Bibliotheken und Soziale Gerechtigkeit: Versuch einer Ortsbestimmung und Forschungsperspektive
Der aktuelle arbido newsletter Nr. 3/2008 ist online. Zwei Meldungen daraus: