Public Lab

Das Public Lab will Wissenschaft demokratisieren. Dazu entwickelt es (offene) Software und (bezahlbare) Geräte.

The Public Laboratory for Open Technology and Science (Public Lab) is a community which develops and applies open-source tools to environmental exploration and investigation. By democratizing inexpensive and accessible Do-It-Yourself techniques, Public Lab creates a collaborative network of practitioners who actively re-imagine the human relationship with the environment.

Zu den Werkzeugen gehören MapKnitter, Infrarotkameras, Kartographie-Ballons und das Public Lab Archive – open data from balloon and kite photography.

[via @recology_]

Brauchbare Bezeichnung für "Institutional Repository" gesucht

Heute vormittag fragte ich die Twitterwelt:

Aus den zahlreichen Rückmeldungen der KollegInnen stellte ich eine Liste zusammen, mit der ich durch die Bibliothek (und zum Süßigkeitenautomaten) ging. Das gesammelte Feedback:

Bezeichnung Bibliotheksmitarb. StudentInnen Wiss./Prof.
Dokumentenserver 1 3 1
Publikationsserver 2 2
Publikationsdienst 2 1
Hochschulschriftenserver 1
Publikationsplattform 1

Dokumentenserver liegt in dieser mäßig repräsentativen Umfrage vorne. Interessant ist, dass allerdings nur zu dieser Bezeichnung auch explizite Einwände kamen. Von immerhin drei Personen wurde geäußert, dass man in einem Dokumentenserver eher Immatrikulationsformulare und ähnliches vermutet.

Wikipedia-Edits als Klangteppich

Google at Research weist auf Listen to Wikipedia hin, ein Projekt von Stephen LaPorte und Mahmoud Hashemi.

Listen to Wikipedia’s recent changes feed. The sounds indicate addition to (bells) or subtraction from (strings) a Wikipedia articles, and the pitch changes according to the size of the edit. Green circles show edits from unregistered contributors, and purple circles mark edits performed by automated bots. You may see announcements for new users as they join the site — you can welcome him or her by adding a note on their talk page.

Ein recht entspannendes Gebimmel.

Frankreichs Hochschulen sollen Open Source einsetzen

Die französische Nationalversammlung hat am Dienstag einen Gesetzentwurf verabschiedet, wonach im Hochschul- und Forschungssektor hauptsächlich Open Source verwendet werden soll. Die Initiative enthält kurz und knapp die Bestimmung für diesen Sektor: „Freie Software wird bevorzugt eingesetzt.“ Der Senat hatte den Vorstoß bereits Anfang Juli abgesegnet. Nach der Zustimmung des Parlaments fehlt nur noch die Unterschrift des französischen Präsidenten François Hollande, damit das Gesetz in Kraft treten kann.

[via Heise]

Manifest des DigiHum-Nachwuchses

Nachdem sich kürzlich die Medizinstudierenden zu Wort meldeten und Open Access forderten, haben sich young researchers der digital humanities zusammengetan, um sich ein Manifesto zu geben. Dort ist unter anderem zu lesen:

Open Access and Open Data publications need to be encouraged and sustained – by opening up participation, supplying adequate funding and increasing academic recognition.

Wie sieht es eigentlich mit den LIS-Studierenden und -Promovierenden aus? Gibt es da eine ähnliche Verlautbarung oder Forderung nach Open Access in den Bibliotheks- und Informationswissenschaften? Dafür bestünde ja durchaus der eine oder andere Anlass.

Leitfaden für offene Standards in der Verwaltung

„Aktion 23“ der Digital Agenda der Europäischen Kommission heißt „Provide guidance on ICT standardisation and public procurement“. Die Kommission will also helfen, IT-Infrastrukturen auf offene Standards umzustellen.

Das Problem: In einigen Fällen sind öffentliche Einrichtungen durch Closed Source und proprietäre Formate an einen Anbieter gebunden, ohne dies zu wollen; public authorities find themselves unintentionally locked into particular IT solutions for decades. Schön formuliert.

Und, liebe Bibliothekswesen, kommt Euch das nicht seltsam vertraut vor? Bibliothekssysteme, deren Clients nur unter bestimmten Betriebssystemen mit veraltetem Browser und speziellen Java-Versionen laufen? SystembibliothekarInnen, die sich bei der Frage nach offenen Schnittstellen schütteln vor Lachen?

Mehr Infos zum Leitfaden gibt’s bei Heise.de.

OA in Frankreich

Mareike König bloggt über „Emotion und Open Access: die Diskussion in den französischen Geisteswissenschaften“. Einiges ähnelt der deutschen OA-Debatte. Sie macht aber auch Unterschiede aus:

In Frankreich wird stärker als in Deutschland mit Modellen zur Finanzierung von OA experimentiert. Dem Modell, dass der Autor, Förderer oder Institutionen bezahlen, wurde beispielsweise das Freemium-Modell von OpenEdition an die Seite gestellt. Dabei sind im Bereich der Zeitschriften bei revues.org die html-Seiten der ejournals frei im Netz verfügbar. Bibliotheken werden dagegen kostenpflichtige Abonnements angeboten, um ihrer Leserschaft pdf und andere Formate dieser Zeitschriften anbieten zu können. Das so eingenommene Geld fließt zu über 60% an die Zeitschriften zurück, die damit oft zum ersten Mal überhaupt Geld einnehmen.

(Frage am Rande: Sind PDF-Dateien ein Mehrwert?)

Medizinstudierende fordern Open Access

Im Medinfo-Blog wird auf eine Pressemitteilung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) verwiesen, in der Open Access gefordert wird. Aus dem dazugehörigen Positionspapier:

Insbesondere die rasant voranschreitende medizinische Forschung profitiert von einem schnellen und problemlosen Zugang zu aktuellen Studien. In der medizinischen Ausbildung kann dank Open Access auf einen größeren Pool an Wissen zurückgegriffen und so Unterrichtsinhalte angepasst werden. Im klinischen Alltag können Leitlinien durch mehr zugängliche Informationen untermauert oder angepasst werden.

Die bvmd fordert weiterhin, dass der Dialog zwischen Akteuren, wie Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren gepflegt wird und regelmäßig über Open Access informiert wird.

Links:

  • Pressemitteilung (PDF)
  • Positionspapier (PDF)