48 Jahre Informationsfreiheit

Penguins against Censorship - unite, unite!
Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wird heute 48, und somit auch sein
für das Bibliotheks- und Informationswesen wohl wichtigster fünfter Artikel.

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 (BGBl. S. 1), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. August 2006 (BGBl. I S. 2034), heißt es:
„48 Jahre Informationsfreiheit“ weiterlesen

Digitale Sammlung der Humboldt-Universität

Die Berliner Humboldt-Universität macht ab heute einen Teil ihrer Sammlung online zugänglich. Zu den Nutzungsbedingungen heißt es im Impressum:

Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte und Werke sind urheberrechtlich geschützt. Jede vom Urheberrecht nicht zugelassene Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Urhebers. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Einspeicherung, Verarbeitung bzw. Wiedergabe von Inhalten in Datenbanken oder anderen elektronischen Medien und Systemen. Die unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe einzelner Inhalte und kompletter Seiten ist nicht gestattet und strafbar.

Ist es wirklich strafbar, diese Abbildung einer Urkunde des Herzog Rudolph IV von Österreich aus dem Jahre 1362 zu vervielfältigen?

[via Heise]

Wem gehören Kultur und Wissenschaft?

Alexa Weyrauch-Pung: Wem gehören Kultur und Wissenschaft?

Anläßlich der [extern] aktuellen Entscheidung des Bundesrates gegen Open Access stellt sich erneut die Frage: Wer hat wann und mit welchen Kosten verbunden ein Recht auf den Zugriff auf Kulturgüter und wissenschaftliche Forschungsergebnisse?

Professoren pro Open Access

Golem und Heise berichten über eine Presseerklärung des Aktionsbündnisses Urheberrecht, in der es heißt:

Professoren appellieren an die Politik, der Privatisierung und Kommerzialisierung von mit öffentlichen Mitteln erzeugtem Wissen nicht weiteren Vorschub zu leisten und fordern ein bildung- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht.

Zusätzlich sei hier noch auf zwei Veranstaltungen mit Beteiligung des Urheberechtsbündnisses hingewiesen.

  1. Session IuK 3: Positionen zum Urheberrecht für die Wissenschaft
  2. Podiumsdiskussion: Originale brauchen Kopien – Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft; Haus der Wissenschaft in Bremen, siehe auch der Eintrag im SuUB-Blog

Der Blogeintrag weist auch auf eine sehr lobenswerte Informationsseite der SuUB für die Wissenschaftler der Universität Bremen hin: Neues Urheberrecht behindert freien Zugang zu Informationen.

Europe's Digital Library experts set to focus on copyright today

The EU’s High Level Expert Group on Digital Libraries – which includes, amongst others, stakeholders from the British Library, the Deutsche Nationalbibliothek, the Federation of European Publishers, and Google – will present this afternoon an advisory report on copyright issues to the European Commission. Besides, the group will discuss today how to ensure more open access to scientific research and how to improve public-private collaboration. The work of the High Level Group is part of the European Commission’s efforts to make Europe’s rich cultural and scientific heritage available online. For this, the group advises the Commission on issues regarding digitisation, online accessibility and digital preservation of cultural material.

Hier gibt es die Quelle und die dazugehörige vollständige Presseerklärung.

[via Heise]

Bentham announces OA growth strategy

Siân Harris: Bentham announces OA growth strategy

Bentham Science plans to launch over 300 open-access journals during 2007 with the first 100 journals being launched by May 2007. The journals, collectively known as ‘Bentham Science OPEN’, will cover all major disciplines of science including engineering, mathematics, chemistry, medicine, bio-chemical sciences, pharmaceutical sciences, earth sciences and environmental science. They will be published exclusively online and will be available for free viewing via Bentham Science’s website.

[via Open Access News]

Jelinek-Roman erscheint nur elektronisch

Elfriede Jelinek will ihren neuen Roman „Neid“ ausschließlich über das Internet verbreiten. Es soll keine gedruckte Ausgabe des Werkes geben. Auf ihrer Homepage sind bereits die ersten beiden Kapitel zu lesen.
Allerdings behält sich die Autorin vor, „auch an den bereits vorhandenen Texten Änderungen vorzunehmen, einzelne Passagen oder sogar ganze Kapitel nachträglich umzuschreiben.“

[via Börsenblatt]

Neue Open-Access-Zeitschriften von BioMed Central

Heise berichtet über den Open-Access-Verlag BioMed Central:

Der 1998 gegründete Verlag verfügt bereits über ein Portfolio von 176 angesehenen wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit dem Schwerpunkt in der Biologie und Medizin wie beispielsweise Bioinformatics, Molecular Biology und Genomics, die den Lesern auf der Grundlage von den Autoren entrichteten Artikelgebühren frei zugänglich sind. Jetzt hat Der Verlag für dieses Jahr die Gründung sieben weiterer Journale in den Fachdisziplinen Physik, Mathematik und Informatik angekündigt

Dafür wurde ein neues Portal namens PhysMathCentral gegründet. Auf der Homepage findet sich auch eine interessante Seite „Start a new journal“ mit einem Angebot an Herausgeber:

PhysMath Central and BioMed Central offer a service to researchers and societies to start independent, open access journals.

Und:

If you already run a journal, PhysMath Central can easily convert it to our open access model, free of charge.