Ein Artikel über die Frage, wie „Forschungsberichte, Institutional Repository und die Interessen des wissenschaftlichen Autors vereinbar“ seien, ist nicht verfügbar im Institutional Repository der Bibliothek, der der Autor vorsteht.
Neues Biblioblog: Biblionline.ch
Durch einen Trackback bin ich zufälig auf ein relativ neues Biblioblog gestoßen: Biblionline.ch. Thema des Blogs sind Schweizer Bibliotheken und die digitale Revolution
. Seit Februar schreibt Fabian Müller dort Postings in den Kategorien Schweiz, E-Ressourcen, Open Access, Zukunftsvisionen, Social Media und noch einigen weiteren. Ein aktuelles Beispiel ist der Hinweis auf Rudolf Mumenthaler Vortrag über neue Herausforderungen für Bibliotheken.
Das Internet als digitales Gedächtnis
Wir speichern Unmengen von digitalen Daten. Das Internet wird zum Weltgedächtnis. Wird es in einigen Jahrzehnten vielleicht möglich sein, eine virtuelle Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen? Mehr dazu im NZZ online-Artikel „Die megalomanische Merkmaschine“.
Das Vergessen bekommt im digitalen Zeitalter eine neue Bedeutung. Der NZZ online-Artikel „Lob des Verfallsdatums“ zeigt Möglichkeiten zum digitalen Vergessen auf.
Verschwundene bibliothekarische Arbeiten
Edlef sammelt in Netbib verschwundene bibliothekarische Arbeiten. Auch in den Kommentaren finden sich interessante Ansätze.
Internet Operating System
Tim O’Reilly erklärte vor etwa einem Jahr, was er unter einem Internet Operating System versteht:
Ask yourself for a moment, what is the operating system of a Google or Bing search? What is the operating system of a mobile phone call? What is the operating system of maps and directions on your phone? What is the operating system of a tweet?
Bachelorarbeit: Auskunftsdienste der Zentralbibliothek der FH Hannover
Meiers, Nadine & Schröder, Stefanie: Auskunftsdienste der Zentralbibliothek der FH Hannover – Evaluation derzeitiger und Konzeption neuer Auskunftsdienste
Der konventionelle Auskunftstresen ist in Deutschland nach wie vor weit verbreitet. Im Falle der Zentralbibliothek der Fachhochschule (FH) Hannover wird seit Mitte 2009 auf einen solchen Tresen verzichtet. Es stellt sich die Frage inwieweit weiterhin ein zufriedenstellender Auskunftsdienst in der Bibliothek geleistet werden kann. Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert vor diesem Hintergrund verschiedene Auskunftskonzepte, die auf einen traditionellen Auskunftsplatz verzichten. Die Autorinnen präsentieren allgemeingültige Hinweise und geben Beispiel für eine mögliche Umsetzung der Konzepte. Die Ergebnisse der Bachelorarbeit sollen zu einem effizienteren und nutzerorientierteren Auskunftsdienst führen.
Auch das zur Zeit allgegenwärtige Thema QR-Codes kommt zu Sprache.
#bib5 findet in Köln statt
Das BibCamp 2012 (#bib5) findet am 16. und 17. März 2012 an der FH Köln statt:
Die Fachhochschule Köln hat sich netterweise bereit erklärt, die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Vertreter/innen aus verschiedenen bibliothekarischen Einrichtungen in Köln (bisher dabei: Stadtbibliothek, hbz, ZB MED und die Fachhochschule Köln) beteiligen sich an der Organisation des BibCamps.
Weitere Infos gibt’s auch dieses Jahr im Bibcamp-Blog.
Lesekultur in England
Die drohenden Bibliotheksschliessungen erhitzen die Gemüter in England. Die Briten lieben die Literatur, vor allem Literatur-Events erfreuen sich grosser Beliebtheit. Mehr zur Lesekultur in England ist im NZZ-Artikel „Es lebe das Lesen“ zu erfahren.
Sündenpfuhl Internet bald auch in Münchner Stadtteilbibliotheken unbegrenzt verfügbar
Jürgen Plieninger macht in Netbib auf einen Artikel zur Einführung von WLAN in der Stadtbibliothek Laim aufmerksam:
Doch nicht jeder befürwortet die uneingeschränkte Nutzungsmöglichkeit des Internets. So wandte BA-Mitglied Jutta Hofbauer (Bündnis 90/ Die Grünen) ein: „Es gibt schon genug Möglichkeiten für Internetnutzung.“ Zudem müsse man überlegen, wie die Internetnutzung für Kinder zu handhaben sei. Fraktionskollege Ingo Benn gab zu bedenken, dass eine W-Lan Verbindung eine unbegrenzte Nutzung des Internets und damit verschiedenster Inhalte ermögliche. Die jetzt zur Verfügung gestellten PCs hingegen seien durch Sicherheitssysteme geschützt. Und Anette Zöllner (CSU) sah die zusätzliche Strahlenbelastung, die durch W-Lan-Netzte entstünde, als einen Nachteil für die geplante Umsetzung. Auf Grund der kontroversen Ansichten, fiel schließlich die Entscheidung des Gremiums sehr knapp aus. Nur mit geringer Mehrheit stimmte der BA dem gestellten SPD-Antrag zu.
Gibt es schon genügend Möglichkeiten der Internetnutzung? Das Allensbach-Institut hat dazu folgende Frage gestellt:
„Haben Sie von zu Hause Zugang zum Internet, ich meine, gibt es bei Ihnen zu Hause die Möglichkeit, ins Internet zu gehen?“
2010 wurden dazu 9.036 Personen befragt. Hochgerechnet ergab das laut Allensbach [1] Quelle: Statista, Zugang kostenpflichtig ca. 9,5 Millionen Personen zwischen 14 und 64 Jahren, die zuhause keinen Internetzugang haben. Auch wenn Jutta Hofbauer das anders sieht: flächendeckender Internetzugang ist nach wie vor nicht gegeben.
Das es Ingo Benn erschreckt, wenn eine unbegrenzte Nutzung des Internets und damit verschiedenster Inhalte
einfach so für Hinz und Kunz möglich ist, lass ich einfach mal unkommentiert stehen.
Kritische Recherche für Journalisten – Teil I
Immer wieder werden Jubelmeldungen über Produkte wie zum Beispiel die „Onleihe“ publiziert. Was mir ein Rätsel ist: Warum wird die Kritik an der Onleihe wirklich so gut wie nirgendwo erwähnt? Darf man in Lokalzeitungen nichts Kritisches über die Stadtbibliothek schreiben, weil die Redaktion dann befürchtet, nicht zur nächsten Autorenlesung eingeladen zu werden?
Aktuelles Beispiel: MacNews schreibt über „kostenlose E-Books und E-Paper per Onleihe“. Aha, aha. Die Onleihe ist also kostenlos. Für wen? Für die Bibliotheken? Auch wenn meines Wissens niemand belastbare Zahlen rausrückt: Eher nicht. Für die Bibliotheksnutzer? Ebenfalls eher nicht. Denn Stadtbibliotheken fordern von Ihren Nutzern oft Gebühren. Auch Steuergelder, von denen wohl fast alle Onleihe-Bibliotheken finanziert werden, kommen nicht aus dem Nichts.
Wie kommt man an solch ein Geheimwissen heran? An dieser Stelle ausnahmsweise ein Tipp vom Informationsprofi für Journalisten und solche, die sich dafür halten.
Man nehme:
- Die Suchmaschine des geringsten Misstrauens. Kaum zu glauben, aber dieser Trick funktioniert wirklich mit fast allen!
- Als ersten Suchbegriff wählen Sie den Namen des Produkts, über das zu berichten ist. In diesem Fall: „Onleihe“.
- Nun (und jetzt wird’s raffiniert!) fügen Sie einen zweiten Begriff hinzu. Und zwar: „kritik“.
- Nun lösen Sie die Suche aus.
- Gucken Sie sich die Suchergebnisse an. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit müssen Sie sich die Spezialkompetenz des Blätterns auf die zweite Ergebnislistenseite nicht aneignen, da sich unter den ersten Treffern schon eine Menge relevanter Kritik findet.
Auch wenn das jetzt kompliziert aussieht: Versuchen Sie es! Ich glaube an Sie! Damit Sie den Einstieg schaffen, habe ich die Probe auf’s Exempel mit den beiden zur Zeit vermutlich relevantesten Suchmaschinen und dem erwähnten Beispiel für Sie vorbereitet:
Das funktioniert auch mit anderen Suchmaschinen, z.B. Metager.
Achtung: Die Berücksichtigung dieses Tipps könnte zu kritischer Berichterstattung führen. Wenn Sie eine Karriere in den PR-Abteilung der zu besprechenden Firmen beabsichtigen, sollten Sie eventuell davon absehen.