Bibliotheksindex

Seit gestern sind die BIX-Ergebnisse 2007 online abrufbar. Insgesamt 252 Wissenschaftliche und Öffentliche Bibliotheken haben in diesem Jahr am Leistungsvergleich des BIX teilgenommen.
Die „Sieger“ bei den Wissenschaftlichen Bibliotheken sind in diesem Jahr: Mannheim, Göttingen und Regensburg (in der Allgemeinen Laber Zeitung erschien heute ein Artikel über die Bibliothek der Fachhochschule).

Mash-ups für Professoren

Steffan Heuer schreibt in der aktuellen Ausgabe der Technology Review über Mash-ups für Professoren. Der Titel ist irreführend, es geht nämlich nicht um Mash-Ups, sondern um Open Access:

Die Fachverlage Springer und Wiley sowie der Verleger der „Science“, die Technology Review um Stellungnahme bat, wollten sich zum Thema Open Access nicht äußern.
Ihre Gegner werden dafür umso deutlicher: Als „Dinosaurier mit Gnadenfrist“ bezeichnet Barbara Cohen die ungeliebten Verlage. Die ehemalige Redakteurin beim Fachmagazin „Nature Genetics“ vergleicht das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit mit einer Geburt: „Es dauert eine Weile, ist äußerst schmerzhaft, und man freut sich, wenn das Baby endlich auf der Welt ist. Mit einem entscheidenden Unterschied: Bei Fachartikeln gehört das Kind der Hebamme. Die Verlage bestimmen, welche Besuchsrechte die Eltern haben, und man muss dafür auch noch bezahlen.

Mash-Ups werden nur am Rande erwähnt, als Möglichkeit, jenseits der konventionellen Pfade über Dinge zu publizieren, die in herkömmlichen Journalen nicht veröffentlich würden: Gescheiterte Experimente, Labor-Logbücher (als Beispiele wurden Useful Chemistry und AstroGrid genannt) oder Notizen über ungeklärte Fragen.

Ein paar Links zum Thema:

Helmut-Sontag-Preis für Dr. Stefan Krempl.

Der mit 2500 Euro dotierte Publizistenpreis des Deutschen Bibliotheksverbandes wird in diesem Jahr an den Journalisten Dr. Stefan Krempl verliehen.

Der Preis würdigt Publizisten, die das Bibliothekswesen durch her­ausragende Einzelbeiträge oder durch die Kontinuität sachgerechter Berichterstat­tung wirkungsvoll gefördert haben.

[via Bibliotheksportal]

Wikipedia wird öffentlich gefördert

Der Informationsdienst Wissenschaft informiert über das angeblich weltweit erste öffentlich geförderte Projekt zur Verbesserung der Wikipedia:

Fakten zu Nachwachsenden Rohstoffen sollen in der Wikipedia in den nächsten drei Jahren besondere Aufmerksamkeit erhalten. Aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) die Aufbereitung des Themas im freien Internetportal. Die Online-Enzyklopädie sieht sie als ideales Medium, der Öffentlichkeit neutrale und aktuelle Fachinformationen zur freien Verfügung zu stellen.

Organisiert wird das Projekt vom Nova-Institut.

Freundeskreise für Bibliotheken

Annette Welling (Dipomkulturwirtin in Diensten des BDI) untersuchte in einer Studie die Förder- und Freundeskreise der Kultur in Deutschland. Teil ihrer Untersuchung waren auch Förder- und Freundeskreise von Büchereien/Bibliotheken und Archiven.

Kurz zusammengefasst fand sie heraus, dass diese Einrichtungen von allen Einrichtungen die kleinsten Förderkreise haben (35% haben max. 50 Mitglieder, bei den anderen Einrichtungen höchstens 17%), dass manche Bibliotheken den Förderern kostenlose Bücherbringdienste und andere Dienstleistungen anbieten, und dass Bibliotheken als einzige geförderte Institutionsgruppe die Wirkung der Dienstleistungen auf den Förderkreis als gering betrachten.

Annette Welling: „Förder- und Freundeskreise der Kultur in Deutschland“
In: Kulturmanagement & Kulturpolitik : die Kunst, Kultur zu ermöglichen / Hrsg.: Friedrich Loock; Oliver Scheytt. – Berlin : Raabe
ISBN: 3-8183-0525-0
Lieferung Juni 2007, F3.3, S. 1-18

Google droht mit Schließung deutschsprachiger Mail-Dienste

Google sorgt auch mal für positive Schlagzeilen in Sachen Datenschutz:

Google hat mit der Schließung seines E-Mail-Dienstes Google Mail in Deutschland gedroht, sollte die Bundesregierung an ihrer umstrittenenen Gesetzesinitiative zur Überwachung des Telekommunikations- und Internetverkehrs festhalten. Demzufolge will das Bundesjustizministerium Provider und E-Mail-Dienstanbieter zwingen, Kundendaten so zu erheben und zu speichern, dass diese eindeutig identifizierbar sind. Diese Pläne seien ein „schwerwiegender Schlag gegen die Privatsphäre“, kritisierte Peter Fleischer, weltweit zuständig für den Schutz der Google-Nutzerdaten, in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. „Im Notfall schalten wir Google Mail in Deutschland wieder ab,“ sagte Fleischer.

[via Heise]

Libworld – The Netherlands

The view beyond our own nose today leads us to the Netherlands. Our guest author Gerard Bierens from Eindhoven is working for Fontys Hogescholen (the Fontys University of Applied Sciences). He describes his job as ‚library (web)developer/trainer/writer‘ and he is engaged in projects involving federated search, weblogs, wikis, knowledge management, repositories, screencasting and other web/library 2.0 tools. If you are interested in topics such as libraries, education and technology take a look at Gerard’s weblog at http://weblogzonderhaast.nl/.
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Linke fordern mehr Fläche für Bibliothek im Humboldt-Forum

Bauminister Tiefensee und Klaus Wowereit hatten sich im April darauf verständigt, im geplanten Humboldt-Forum lediglich 5 000 Quadratmeter für die Nutzung durch Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) und Humboldt-Universität zur Verfügung zu stellen. Den Rest der Fläche wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz einnehmen.
Gegen diese Pläne haben am Freitag Vertreter der Links-Partei protestiert. Sie fordern eine Mindestfläche von 12 000 Quadratmetern für die Bibliothek. Dafür würde die Partei auch finanzielle Unterstützung leisten und bietet die doppelte Summe des Anteils des Landes Berlin, 60 Millionen Euro, an.

[via Tagesspiegel]