#newlis: Burning down the house

Der Bibliotheksdienst wechselt wie schon IWP zu de Gruyter, siehe unter anderem Archivalia. Und bekommt nun eine moving wall von satten zwölf Monaten.

Ich selbst habe nur einen Artikel im Bibliotheksdienst veröffentlicht, das ist auch schon ein bißchen her. Aber der Bibliotheksdienst ist die einzige bibliothekarische Zeitschrift, die ich immer noch als Printexemplar im Zeitschriftenumlauf bekomme. Der Bibliotheksdienst bringt zu oft die berüchtigten Liebesbriefe an die Projektfinanzierer. Aber manchmal eben auch Perlen wie Joachim Eberhardts „Was ist (bibliothekarische) Sacherschliessung?“

Daher tut es mir tatsächlich leid, nun sagen zu müssen: Ich hoffe, dass der Bibliotheksdienst an Autorenmangel eingeht. Für die interessanten Artikel, die dennoch veröffentlicht werden sollen , wird nun in einem – zur Zeit teils schwer erreichbaren – Etherpad über Alternativen diskutiert. Gemeint ist damit die Neugründung eines OA-Journals für den BID- oder LIS-Bereich.

Mögliche Anknüpfungspunkte:

Peerj ist online

Peerj ist nun online. Im VÖBBlog ist das Geschäftsmodell folgendermaßen zusammengefasst:

Das Konzept des neuen Geschäftsmodells: Für 99 Dollar erwirbt man mit der Mitgliedschaft ein lebens­lan­ges Recht auf eine Publikation pro Jahr, muss aller­dings auch reviewen. Der Reviewprozess soll öffent­lich ablaufen.

Der oft erwähnte Preiskampf bei Open-Access-Geschäftsmodellen geht nun also in eine neue Runde.

Nachrufe auf Elinor Ostrom

Die Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom starb am 12. Juni 2012.

Ostrom hier bei Infobib:

Nachrufe auf Elinor Ostrom:

CDU für Open Access

Bei Netzpolitik heißt es:

Auch die CDU/CSU sieht ein, dass die Wissenschaft erhebliche Probleme mit dem Urheberrecht in Zeiten der Digitalisierung hat. Man plant eine Evaluation und “Überarbeitung dieser Regelungen und die Zusammenführung zu einer einheitlichen Wissenschaftsschranke”. Die CDU/CSU sieht “Anzeichen für eine marktbeherrschende Stellung von wissenschaftlichen Großverlagen”, und schlägt eine Überprüfung dieses Marktes durch das Bundeskartellamt vor. Dazu setzt man sich “für die Verankerung eines verbindlichen Zweitveröffentlichungsrechts in den Förderrichtlinien für Autoren wissenschaftlicher Beiträge im Internet ein.”

Auch eine Regelung zu verwaisten Werken soll erfolgen. Weiteres dazu und zu weiteren urheberrechtlichen Positionen der CDU im Diskussionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Urheberrecht in der digitalen Gesellschaft.

Open Data, Data Liberation and Opportunities for Librarians

Abstract:

Cities and data producers are quickly embracing Open Data, albeit unevenly. The Data Liberation Initiative (DLI) has been a pioneer in broadening access to data for nearly two decades. This session will examine the relevance of Data Liberation in terms of Open Data and explore how librarians can step up to the plate to make Open Data/Open Government as successful as DLI.

Peer Review? Zusammenfassung der Diskussion bei Libreas

Karsten Schuldt schreibt:

Immer wieder einmal, so auch letztens auf dem Deutschen Bibliothekstag in Hamburg, wird behauptet, dass Forschende dazu streben würden, ihre Texte in Peer Reviewed Zeitschriften zu veröffentlichen, um Reputation aufzubauen. Aber in meiner Zeit an Universität und Hochschule habe ich davon wenig mitbekommen.

Doch, doch, das ist schon sehr oft so. Im Dauergespräch mit Forschenden und Lehrenden höre ich dieses Argument sehr, sehr häufig: Peer Review stehe für Qualität. Kritik am Peer Review wird gar nicht aufgenommen. Weder das Instrument an sich noch einzelne Ausprägungen werden hinterfragt.

Karsten Schuldt fast nun gut lesbar und kompakt viele wichtige (nicht alle) Kritikpunkte am Peer Review zusammen. Weiter geht’s im Libreas-Blog.