Miro

Joost TV ist ein Versuch, Fernsehen ins Internet zu transportieren. Und nun ist Miro angetreten, dies besser zu machen. Unter dem Motto „Better than Joost“ wird u.a. aufgelistet:

Miro Joost
Open to any creator or publisher via RSS, direct download, or free hosting. Must be selected by Joost, must sign contract.
No tracking of what is downloaded or watched. All users are required to register and sign in. Every video a user watches is tracked and recorded.
No DRM. All content has DRM.

Abgesehen davon bietet Miro High Definition, mehr als 10x so viele Kanäle, und noch einige weitere Vorzüge. Und – schwupps – gibt es auch schon ein deutschsprachiges Miro-Blog.

Multipedias

Nur zur Info: Wikipedia bekommt immer mehr „Konkurrenz“. Neben Veropedia (siehe auch hier) gibt es auch Scholarpedia. Wie Linda Bee in Netgold schreibt:

Each article is written by an expert (invited or
elected by the public).

Each article is anonymously peer reviewed to ensure
accurate and reliable information.

Each article has a curator – typically its author —
who is responsible for its content.

Ich prophezeie einen ähnlichen Erfolg wie ihn Citizendium hat.

Arne Klempert im Literarischen Salon

Arne Klempert im Literarischen Salon Hannover

Arne Klempert (Geschäftsführer Wikimedia, Köln) hat am 29.10. einen Vortrag im Literarischen Salon Hannover gehalten, mit dem Titel „Textgärtner auf der Welt-Wissen-Wiese“. Es ging natürlich vorwiegend um Wikipedia.

Eigentlich sollte hier schon längst eine Videoaufzeichung des Abends einzusehen sein. Solange das nicht der Fall ist, muss sich der visuell orientierte Leser mit meiner photographischen Meisterleistung begnügen. Inhaltlich fand ein Querfeldeinlauf durch alle möglichen Themen statt, die gemeinhin mit Wikipedia in Berührung gebracht werden. Sinn und Zweck des Projektes, Vergleichbarkeit mit Printlexika, Zitierfähigkeit, etc.

Die zu Beginn im Raum stehende Frage, ob dieser Klempert nun derjenige ist, der die Wikipedia geschrieben, oder ob er sie nur aus dem Englischen übersetzt hat, konnte leider nicht abschließend geklärt werden.

World Digital Library

Aus der Projektbeschreibung der World Digital Library:

The World Digital Library will make available on the Internet, free of charge and in multilingual format, significant primary materials from cultures around the world, including manuscripts, maps, rare books, musical scores, recordings, films, prints, photographs, architectural drawings, and other significant cultural materials. The objectives of the World Digital Library are to promote international and inter-cultural understanding and awareness, provide resources to educators, expand non-English and non-Western content on the Internet, and to contribute to scholarly research.

Die digitale Weltbibliothek baut auf dem „Weltgedächtnis“ auf.

[via Heise]

Das kartierte Internet

Die Karte der sozialen Netze gibt es nun auch in 3D:

Wer etwas genauer wissen möchte, wer mit wem in Verbindung steht, sollte Chris Harrison besuchen. Seine Internet Maps beschreibt er


The Dimes Project
provides several excellent data sets that describe the structure of the Internet. Using their most recent city edges data (Feb 2007), I created a set of visualizations that display how cities across the globe are interconnected (by router configuration and not physical backbone). In total, there are 89,344 connections.

Hübsche Bilder, die man leider nicht ohne ausdrücklich Genehmigung verwenden darf.

[via Heise]

2 Jahre Blog zum Bibliotheksrecht / Skriptorium

Eric Steinhauers Blog Bibliotheksrecht ist zwei Jahre alt geworden. Hier geht es zum Jubiläumsposting. Herzlichen Glückwunsch! Er hat mit seiner Seite ein hervorragendes Angebot geschaffen, dessen einziger Wermutstropfen in der abgeschalteten Kommentarfunktion liegt.

Dies ist leider auch der Fall bei dem neuen Blog Skriptorium, dass Herr Steinhauer zeitgleich präsentiert. Der Untertitel lautet Wissenschaftliches Publizieren und Bibliotheken : ein Zettelkasten, und der Betreiber beschreibt das neue Blog folgendermaßen:

Dieses Blog wird sich mit dem Thema Wissenschaftliches Publizieren und Bibliotheken beschäftigen. Ausgehend von der Tatsache, dass insbesondere die Hochschulbibliotheken durchgängig eigene Schriftenserver bzw. Repositorien betreiben, soll in diesem Blog über das Verhältnis von Bibliothek und wissenschaftlichem Publizieren nachgedacht, berichtet und spekuliert werden.

Einen besonderen Schwerpunkt werden dabei die Chancen, aber auch die Probleme des elektronischen Publizierens für die Verbreitung wissenschaftlicher Beiträge bilden. Durch meinen persönlichen Hintergrund werden vor allem die buchaffinen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften behandelt.

Viel Erfolg auch mit diesem Blog, und vielleicht probieren Sie es ja auch mal mit der Kommentarfunktion? ;o)

Ohne Worte: Urheberrecht für Bundesrat nicht umstritten

Via Bibliotheksrecht:

Wir kommen zu Punkt 11: Zweites Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft (Drucksache 582/07, zu Drucksache 582/07) Wortmeldungen liegen nicht vor.

Eine Empfehlung auf Anrufung des Vermittlungsausschusses oder ein entsprechender Landesantrag liegt nicht vor. Ich stelle daher fest, dass der Bundesrat einen solchen Antrag n i c h t stellt.

Wir haben nun noch über eine Entschließung entsprechend Ziffern 2 und 3 der Ausschussempfehlungen zu befinden. Zur Einzelabstimmung rufe ich auf:
Ziffer 2! – Das ist die Mehrheit. Ziffer 3 mit Ausnahme des letzten Spiegelstrichs! – Das ist ebenfalls die Mehrheit. Bitte das Handzeichen für den letzten Spiegelstrich von Ziffer 3! – Auch das ist die Mehrheit.

Damit hat der Bundesrat eine Entschließung gefasst.

Quelle: Bundesrat, Stenografischer Bericht, 836. Sitzung, Berlin, Freitag, den 21. September 2007, S. 268.

Nur Gegner eines funktionierenden Wissenschaftsbetriebs können dies wirklich gutheißen. Aus einer Pressemitteilung des Urheberrechtsbündnisses:

Das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ bedauert, dass der Bundesrat die Chancen der Verbesserung des Zweiten Korbs über den Vermittlungsauschuss ausgelassen hat, sieht sich aber in der Kritik des Bundesrats an dem Gesetz weitgehend mit ihm einig. Der Bundesrat setzt bezüglich der Interessen von Bildung und Wissenschaft offenbar auf den Dritten Korb. Das Aktionsbündnis wird sich dabei selbstverständlich einbringen und erwartet, neben anderen Verbesserungen, dass auch im Urheberrecht die Weichen für Open Access gestellt werden. Die kommerziellen, durch das Urheberrecht geschützten Verwertungsmodelle erweisen sich für Bildung und Wissenschaft als zunehmend ungeeignet.

Wie ungeeignet, werden wir bald feststellen müssen. Jammern und Wehklagen bitte an diese Dame:

Brigitte Zypries, SPD MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Email, WWW

B.I.T.-Wiki vs. Wikipedia: Noch eine Webleiche?

Ronald Kaiser hat in Inetbib die gestrige Eröffnung des B.I.T.-Wikis angekündigt. In seiner Mail wie auch auf der Startseite des Wikis ist zu lesen:

Zum Start von B.I.T. WIKI wird über einen Zeitraum von 3 Monaten jeder 20. Beitrag mit einem Sachpreis aus der Buchreihe B.I.T. Innovativ ausgezeichnet. Jeder 100. Beitrag bekommt ein Jahresabo der Zeitschrift „B.I.T.online“ oder der Zeitschrift „Information – Wissenschaft & Praxis“.

Prinzipiell lobenswert, Aktivitäten auf diesem Gebiet zu belohnen. Jedoch frage ich mich, welchen Zweck dieses Wiki hat, den nicht auch das Wikipedia-Portal Bibliothek, Information, Dokumentation genauso gut oder sogar viel besser erfüllen kann. Besonders wenn man sieht, das zumindest einzelne Artikel offensichtlich der Wikipedia entnommen sind.
„B.I.T.-Wiki vs. Wikipedia: Noch eine Webleiche?“ weiterlesen

Wissenschaftliches Videoportal: SciVee

Eine Art Youtube für die Wissenschaft soll mit SciVee geschaffen werden, einem Kooperationsprojekt der Public Library of Science (PLoS), der National Science Foundation (NSF) und des San Diego Supercomputer Center (SDSC). Viel gibt es noch nicht zu sehen, hier seien nur zwei Beispiele genannt:

Alexander Maye, Chih-hao Hsieh, George Sugihara, Björn Brembs: Order in Spontaneous Behavior

Philip E. Bourne: Ten Simple Rules for Getting Published

Und hier gibt es noch ein paar Informationen, wie das Publikationsmodell funktionieren soll.

[via Blog around the clock]