Kostenfreies SPARQL-Webinar

Webinar Date: Wednesday, 13 May 2015, 10:00am-11:15am EDT (UTC 14:00 – World Clock: http://bit.ly/Webinar-Ethan_Gruber)

Abstract: This webinar provides an introduction to SPARQL, a query language for RDF. Users will gain hands on experience crafting queries, starting simply, but evolving in complexity. These queries will focus on coinage data in the SPARQL endpoint hosted by http://nomisma.org: numismatic concepts defined in a SKOS-based thesaurus and physical specimens from three major museum collections (American Numismatic Society, British Museum, and Münzkabinett of the Staatliche Museen zu Berlin) linked to these concepts. Results generated from these queries in the form of CSV may be imported directly into Google Fusion Tables for immediate visualization in the form of charts and maps.

Nach hiesiger Zeit: Mittwoch, 13. Mai 2015 um 16 Uhr. Mehr Infos gibt es auf Dublincore.org.

„Easter Eggs“ in Wikidata

Es ist nicht besonders überraschend, dass Wikidata ein paar „Easter Eggs“ enthält. Nachdem ich zufällig über eines stolperte, habe ich mal ein paar IDs ausprobiert. Mit folgendem Ergebnis:

Q13: Triskaidekaphobie
Q23: George Washington
Q24: Jack Bauer
Q42 : Douglas Adams
Q666: Sechshundertsechsundsechzig
Q1337: Leetspeak
Q2001: Stanley Kubrick

Q1984 ist nicht korrekt belegt, Q167 und Q51 sind auch verrutscht.

Über diesen Hinweis stieß ich noch auf Tim Berners-Lee, der Q80 vermutlich wegen des HTTP-Ports 80 erhielt. Und das Q404 nicht existiert, ist, wenn auch vielleicht nicht beabsichtigt, konsequent.

Es gibt sicherlich noch mehr. Welche habe ich übersehen?

SEO, Freebase und Wikidata

Freebase wird eingestellt, der Schreibzugriff wurde gerade schon abgestellt. Laut Wikidata-Office-Chat wird Wikidata zwar nun von Google unterstützt. Wikidata wird aber nicht die Rolle von Freebase für den Google Knowledge Graph übernehmen, was diverse SEOs anscheinend annehmen.

16:33:26 yeah, one problem is that SEOs think that Wikidata is replacing Freebase within the Google infrastructure
16:33:35 but we need guidelines on SEO on Wikidata
16:33:42 yes, that would be good
16:33:45 companies will come and edit wikidata a lot now
16:33:55 We’ve already seen a huge wave of spam of companies and „SEO experts“
16:33:55 also, Wikidata is not a free ticket into the Knowledge Graph as Freebase was
16:34:07 it is just one source among many
16:34:27 i think we really need to highlight this

Inzwischen wurde dieser Punkt auch in die Wikidata-FAQ übernommen:

No.

Whereas Freebase was the open core of the Knowledge Graph, this is not true for Wikidata. Wikidata is one source of the Knowledge Graph among many, but does not have the same standing as Freebase had.

The most important source of data for the Knowledge Graph is actually the Web itself. You can mark up your own Websites with schema.org and this will be read and processed by all major search engines.

Liebe SEOs, nehmt dies bitte zur Kenntnis. Und nein, ich möchte keine Links mit Euch tauschen. Danke.

Antrag von Union und SPD zur „Digitalen Bildung“

Die Transferstelle für OER hat einen Bundestagsantrag zur Digitalen Bildung veröffentlicht, der am nächsten Donnerstag in die erste Beratung gehen soll. Der Antrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD heißt „Durch Stärkung der Digitalen Bildung Medienkompetenz fördern und digitale Spaltung überwinden“ und ist als Google-Dokument verfügbar. Zwei Fundstellen, Hervorhebungen von mir:

die Entwicklung bundeseinheitlicher Mindeststandards zur digitalen Informations- und Medienkompetenz für die unterschiedlichen Altersstufen der Lernenden sowie regelmäßige Überprüfung dieser in einer Ländervergleichsstudie, um im Rahmen dieser auch eine internationale Vergleichbarkeit herzustellen.

der Arbeit an einem bildungs- und forschungsfreundlichen Urheberrecht als Grundlage der digitalen Lehrmittelfreiheit sowie damit verbunden der Einführung einer einheitlichen Bildungs- und Wissenschaftsschranke.

Open Innovation für Open Government Data

Das Bundesministerium des Innern ruft zur Bürgerbeteiligung in Sachen Open Government Data auf. Es werden Ideen gesucht, welche Daten zu welchem Zwecke veröffentlicht werden könnten.

Open Government Data – der freie Zugang zu Regierungs- und Verwaltungsdaten – kann wesentliche Impulse für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung bringen. Weil das Heben dieses Potentials aber nicht die alleinige Aufgabe der öffentlichen Verwaltung ist, werden hier bis zum 3. April 2015 Ideen dazu gesammelt:

  • Welche Daten der Bundesverwaltung sind von Interesse?
  • Welche Aufgaben könnten damit gelöst werden und welche Anwendungen können entstehen?
  • Wo liegt der zivilgesellschaftliche Nutzen?
  • Wo liegt das ökonomische Potential und wie kann es gehoben werden?

Diese Ideen sind der Rohstoff, um in mehreren Workshops die verschiedenen Akteure zusammenzubringen und so die Datenbereitstellung und -weiterverwendung voranzutreiben. Die Ergebnisse werden dann wieder öffentlich zur Diskussion gestellt.

Jetzt sind Sie dran! Wir sind schon sehr gespannt auf Ihre Ideen!

Eigentlich wird eher andersherum ein Schuh draus. Liebe Bundesregierung, begründen Sie doch bitte, welche Daten der Bundesverwaltung aus welchen Gründen nicht veröffentlicht werden können, weil sonst zivilgesellschaftlicher Schaden drohe. Und warum kümmert sich das BMI um ökonomisches Potential?

Immerhin wird überhaupt etwas in Richtung Open Data unternommen.

Alternativen zu Sherpa/Romeo?

Um das „DOAJ Seal“ zu erhalten, muss ein Journal diverse Kriterien erfüllen. Eines davon ist die Angabe, wo die „Deposit policy“ hinterlegt ist. Zur Auswahl stehen:

DOAJ_deposit_policy

Zum Anschauen:

  • None
  • Sherpa/Romeo
  • Dulcinea („Spanish Journals“)
  • OAKlist („Australian Publishers“)
  • Héloïse (komplett auf Französisch, anscheinend auch nur französische oder französischsprachige Titel)
  • Diadorim (komplett auf Portugiesisch)
  • Other

Meine Frage, liebe Open-Access-Gemeinde, ist: wofür könnte „Other“ stehen? Mir fällt spontan nur der deutsche Sherpa/Romeo-Ableger ein. Was gibt es sonst noch?

Ausführliche FAQ zum Zweitveröffentlichungsrecht

Lesestoff für Repository-Betreiber: Die Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat wunderbarerweise eine FAQ zum Zweitveröffentlichungsrecht veröffentlicht!

44 Fragen in der Liste, darunter spannendes Material:

18. Warum hat der Gesetzgeber die grundfinanzierte universitäre Forschung beim ZVR benachteiligt?

  • […] Die Verfassungsmäßigkeit dieser bewussten Entscheidung wird angezweifelt.

Da bleibt abzuwarten, ob sich die m.E. benachteiligten WissenschaftlerInnen aus weniger stark drittmittelgeförderten Disziplinen auf den gerichtlichen Weg machen.

Liebe Juristen, ist die Notwendigkeit einer solch umfangreichen Hilfe vor der Umsetzung durch Nicht-Juristen eigentlich mit schlechtem gesetzgeberischen Handwerk zu erklären? Mit ein paar klareren Formulierungen im Gesetz hätte man sich sicherlich große Teile der FAQ sparen können.

Informationskompetenz-OER

Jürgen Plieninger weist im Bibfobi-Blog auf einen Artikel hin, in dem festgestellt wird, dass mehr und mehr OER-Materialien unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen.

Das ist zu begrüßen, da die Weiterverwendung – zumindest bei Vermeidung der schwammigen Non-Commercial-Klausel – dadurch drastisch erleichtert wird. Die größte mir bekannte deutschsprachige Materialsammlung im Informationskompetenzbereich verzichtet dagegen leider komplett auf Lizenzangaben. Wirklich nachnutzbar sind die Materialien daher nicht, immerhin können sie als Inspirationsquelle genutzt werden. Eine konsequente Auszeichnung mit Lizenzen und eine entsprechende Filtermöglichkeit für die Suche wären wünschenswert.

Positionspapier zu Open Educational Resources

Das Bündnis Freie Bildung (Wikimedia, Creative Commons, OKF.de und noch ein paar andere) hat ein Positionspapier zur Stärkung freier Bildungsmaterialien veröffentlicht, dessen Hauptpositionen so zusammengefasst werden:

  1. Es ist an der öffentlichen Hand, sich klar zu freien Bildungsmaterialien zu bekennen und eine umfassende OER-Strategie zu entwickeln.
  2. Der öffentlichen Hand obliegt es auch, die Rahmenbedingungen und Strukturen zur Förderung von OER zu schaffen und nachhaltig auszugestalten.
  3. Es bedarf in der gegenwärtigen Phase einer gezielten Förderung der Erstellung und Nutzung von OER, bei der die öffentliche Hand mit den entstehenden OER-Communities zusammenwirken kann und sollte.

[via OKFN]