Don't judge a Blindbuch by its cover!

„Blind dates mit einem Buch“ möchte blindbuch.de ermöglichen.

An dieser Stelle wollen wir Bücher auf ihren Kern reduzieren, den Text. Entsprechend schlicht ist die Präsentation: Die Texte – nicht zwingend die ersten Seiten des Buches, sondern besonders markante Passagen – werden “blind” präsentiert, ohne jegliche Angaben zu ihrer Herkunft. So können Bücher tatsächlich anhand ihres Inhaltes beurteilt werden: Der Text gefällt oder nicht.

Die Auszüge aus einem Buch sind in jeweils einem Postings verpackt, an dessen Ende man die Herkunft aufdecken und das Buch (natürlich per Affiliate bei Amazon) bestellen kann. Zum Beispiel dieses hier.

[via c’t 19/2013, S. 184]

Public Lab

Das Public Lab will Wissenschaft demokratisieren. Dazu entwickelt es (offene) Software und (bezahlbare) Geräte.

The Public Laboratory for Open Technology and Science (Public Lab) is a community which develops and applies open-source tools to environmental exploration and investigation. By democratizing inexpensive and accessible Do-It-Yourself techniques, Public Lab creates a collaborative network of practitioners who actively re-imagine the human relationship with the environment.

Zu den Werkzeugen gehören MapKnitter, Infrarotkameras, Kartographie-Ballons und das Public Lab Archive – open data from balloon and kite photography.

[via @recology_]

Unbekannte Übersetzer aus China in Taiwan

Während der „Martial Law“-Periode (1949-1987) war es in Taiwan offenbar untersagt, von Festlandchinesen übersetzte Werke zu veröffentlichen. Die Folge waren gefälschte Übersetzer-Angaben.

During the martial law period (1949-1987), it was illegal in Taiwan to publish translations by translators living in Mainland China. As a result, 40% of translated titles in Taiwan have translators who are claimed “unknown” or simply “editors’ department”. Compounding this confusing state of affairs is that many translators’ names are simply fabrications. Therefore, there is false information in all existing bibliographies of translated literature. Hundreds of translated titles published in China were reprinted in Taiwan under fabricated names or “unknown translators”. The names of over one hundred of China translators were altered without their knowledge. Those fake names used by publishers are also over one hundred. Researchers in Taiwan, Hong Kong and China have been misled by those fake translations. Cross-disciplinary cooperation is required to address this complicated issue.

Dieses Problemfeld (man denke ans Zitieren…) war mir bislang unbekannt. Die Publikation, aus der der zitierte Abstract stammt, ist leider nur auf Chinesisch(?) verfügbar. Die Google-Translate-Version lässt vermutlich einige Feinheiten vermissen…

Tzu-Yun Lai 賴慈芸. (2012). On the Fake Translations of World Literature in Taiwan. JOURNAL OF LIBRARY & INFORMATION SCIENCE, 38(2).

Mölck, Letitia-Venetia: Möglichkeiten zur Unterstützung der automatischen Spracherkennung in wissenschaftlichen Videos mit Hilfe von Fachterminologie

Mölck, Letitia-Venetia: Möglichkeiten zur Unterstützung der automatischen Spracherkennung in wissenschaftlichen Videos mit Hilfe von Fachterminologie

Abstract:

Automatische Spracherkennungssysteme (Automatic Speech Recognition – ASR) können derzeit nicht alle Wörter korrekt erkennen und daher noch keine guten Transkriptionen erstellen. Die Qualität der automatischen Spracherkennung wird von vielen Faktoren beeinflusst. Einer davon ist das Vokabular. Je vielfältiger und komplexer die Themen, desto größer die Anzahl der fachspezifischen Wörter ist, die erkannt werden müssen, desto schwieriger ist die Erkennungsaufgabe und desto schlechter sind die Transkriptionsergebnisse. Die Sprachmodelle von automatischen Spracherkennungssystemen müssen durch Training angepasst werden, damit sie auch bei Gebieten mit speziellem Vokabular gute Resultate erzielen können.

In dieser Arbeit wird untersucht, ob der prozentuale Anteil der korrekt erkannten Wörter durch Training des Sprachmodells der automatischen Spracherkennung mit fachspezifischer Terminologie wirksam gesteigert werden kann. Anhand von Ergebnissen der durchgeführten Experimente wird dargelegt, welche Anzahl und Art von Daten benötigt wird, um den Prozentsatz der falsch erkannten Wörter zu senken. Die Ergebnisse der Domänen-Adaption bilden die Basis für den anschließenden Vergleich des fachspezifischen Vokabulars in Vorlesungsvideos und wissenschaftlichen Publikationen, um die Unterschiede hinsichtlich der verwendeten Fachsprache aufzuzeigen. Grundlage und Ausgangspunkt für die gesamte Untersuchung stellt die Erkennung der Fachterminologie und ihre Unterscheidung von der Allgemeinsprache dar.

Zum Volltext.

Brauchbare Bezeichnung für "Institutional Repository" gesucht

Heute vormittag fragte ich die Twitterwelt:

Aus den zahlreichen Rückmeldungen der KollegInnen stellte ich eine Liste zusammen, mit der ich durch die Bibliothek (und zum Süßigkeitenautomaten) ging. Das gesammelte Feedback:

Bezeichnung Bibliotheksmitarb. StudentInnen Wiss./Prof.
Dokumentenserver 1 3 1
Publikationsserver 2 2
Publikationsdienst 2 1
Hochschulschriftenserver 1
Publikationsplattform 1

Dokumentenserver liegt in dieser mäßig repräsentativen Umfrage vorne. Interessant ist, dass allerdings nur zu dieser Bezeichnung auch explizite Einwände kamen. Von immerhin drei Personen wurde geäußert, dass man in einem Dokumentenserver eher Immatrikulationsformulare und ähnliches vermutet.

Wikipedia-Edits als Klangteppich

Google at Research weist auf Listen to Wikipedia hin, ein Projekt von Stephen LaPorte und Mahmoud Hashemi.

Listen to Wikipedia’s recent changes feed. The sounds indicate addition to (bells) or subtraction from (strings) a Wikipedia articles, and the pitch changes according to the size of the edit. Green circles show edits from unregistered contributors, and purple circles mark edits performed by automated bots. You may see announcements for new users as they join the site — you can welcome him or her by adding a note on their talk page.

Ein recht entspannendes Gebimmel.

Frag doch einfach Wiri!

Talk to Wiri, obviously named after „Wiki“ with an „r“, and nothing else!

Obviously. Und hinter Wiri stecken Wikidata und Magnus Manske. Das sollte man sich unbedingt mal ansehen.

Beispielfragen:

  • What is information?
  • Who is Ranganathan?
  • Who are the children of Thomas Mann?
  • Who are you?
  • Where is Cuxhaven?
  • Where is Hochschule Hannover?
  • Where is Waldo?

Hier geht’s zu Wiri. Bitte selbst testen, der Screencast ist nämlich leider ohne Ton.

Melek Batic: Mitarbeiterzeitschriften in deutschen Bibliotheken und Archiven

Batic, Melek: „Mitarbeiterzeitschriften in deutschen Bibliotheken und Archiven : dargestellt am Mitarbeiterzeitschriftenarchiv an der Hochschule Hannover“

Abstract:

Mitarbeiterzeitschriften nehmen in der internen Kommunikation von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen über 100 Jahre eine zentrale Rolle ein und verlieren auch durch Einzug der Sozialen Medien nicht an Bedeutung. Seit 2007 befinden sich die Mitarbeiterzeitschriften der Arbeitsstelle für innerbetriebliche Kommunikation an der Hochschule Hannover. Das Mitarbeiterzeitschriftenarchiv besteht aus über 750 Zeitschriftentiteln, die bisher öffentlich nicht verzeichnet sind.

Im theoretischen Teil der vorliegenden Bachelorarbeit verdeutlichen die geschichtlichen, funktionalen, inhaltlichen Darstellungen der Publikationsform wie wichtig diese für die berufliche Praxis sowie für die sozialwissenschaftliche und linguistische Forschung sind. Mittels eines Fragebogens lässt sich das Bestandsmanagement beispielhaft an einigen deutschen Bibliotheken und Archiven darstellen.

Anhand einer Bestandsanalyse und einer fach- und bibliotheksspezifischen Bestandsbewertung des Mitarbeiterzeitschriftenarchivs der Hochschule Hannover leiten sich bestands- und ressourcentechnische Handlungsempfehlungen für die Bibliothek der Hochschule Hannover ab und zeigen eine Möglichkeit wie das Mitarbeiterzeitschriftenarchiv zukünftig weitergeführt wird.

Zum Schluss der Bachelorarbeit kommen u.a. die Urheberrechtsproblematik bei der Digitalisierung sowie Vorschläge zur Anbindung an eine Virtuelle Forschungsumgebung als auch die digitale Abgabe der Mitarbeiterzeitschrift zur Sprache.