Anna-Amalia-Bibliothek: Versicherung klagt

Die Weimarer Klassikstiftung will 13 Mio. Euro für die weitere Restaurierung der historischen Bibliothek. Doch die Versicherung will nicht zahlen.

Die Versicherung beruft sich in ihrer Klage vor dem Erfurter Landgericht darauf, dass der Versicherungsschutz nur für ausleihbare Bestände gelte, auch die Versicherungssumme wird als bedeutend niedriger angegeben.

[via diepresse]

"Wir bohren den Kunden sogar die Wurmlöcher ins Holz"

Auf den Seiten von Welt.online findet sich ein Bericht über den Bibliotheksmöbelhersteller Paschen.
Die Firma Paschen stellt individuelle Regale, ganz nach den Wünschen der Kunden her, egal ob im Stil des Rokoko, der Moderne, der Klassik, des Barock oder der Romantik. Auch ungewöhnlich scheinende Wünsche, wie Wurmlöcher werden erfüllt. „Eine Bibliothek ist nicht einfach nur ein Aufbewahrungsort wie ein Regal, sie ist vielmehr ein Zuhause für Bücher“, sagt der Inhaber Paschen.

Auch der Vatikan hat jetzt eine Bibliothek in Auftrag gegegeben im Stil des Rokoko.

Hebräischen Handschriften auf der Spur

Mehr als 2000 Fragmente hebräischer Handschriften wurden im Institut für jüdische Geschichte in Österreich als Recyclingpapier in anderen Büchern gefunden.

Dort wurden sie zur Verstärkung von Buchrücken und Einbänden, als Vorsatz- und Nachsatzblätter sowie als Falze in anderen, damals neu gebundenen Büchern verwendet.

Innerhalb des Forschungsprojektes „Hebräische Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken“ sind nun Mitarbeiter des Instituts den verborgenen Schätzen auf der Spur. Anlässlich des Tages des Judentums wurden nun erste Ergebnisse präsentiert.

[via Standard.at & orf.at]

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung

Der niederländische Autor Geert Mak erhält in diesem Jahr den „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung“, der im Rahmen der Leipziger Buchmesse im März verliehen wird.

Der Preis wird seit 1994 von der Stadt Leipzig, dem Freistaat Sachsen und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Geert Mak, geboren 1946 in Vlaardingen, lebt als Schriftsteller und Publizist in den Niederlanden. Er erhält den Preis für seine in den letzten zehn Jahren erschienen Bücher zu europäischen Themen: Amsterdam – Biografie einer Stadt, Wie Gott verschwand aus Jorwerd. Der Untergang des Dorfes in Europa, Das Jahrhundert meines Vaters, In Europa. Eine Reise durch das 20. Jahrhundert, Die Brücke von Istanbul. Eine Reise zwischen Orient und Okzident.

[via Leipzig.de]

Auf Zeit.online gibt es ein Interview mit Geert Mak vom Dezember 2007

Mehr als 1000 Medien entliehen

Ohio.com berichtet von einem Fall, indem eine Frau mehr als 1000 Medien auf insgesamt 34 verschiedene Bibliotheksausweise ausgeliehen und nicht zurück gebracht hat. Teile der Bücher, VHS, DVD, Spiele usw. waren auch nicht ausgeliehen und wurden in der Bibliothek schon so lange vermisst, dass sie zum Teil schon als gestohlen oder Verluste eingetragen waren.
Die Polizei benötigte einen Pickup-Truck um alle Medien in die Bibliothek zurückzubringen.

Ausstellung über den Berliner Witz

… in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam.

Zum Themenjahr 2008 „Metropole und Provinz – Provinz und Metropole“ haben der Autor Lothar Binger und die Ausstellungsmacherin Susann Hellemann mit einem gut 200 Seiten starken Buch sowie der gleichnamigen Ausstellung versucht, dem Spezifikum deutscher Hauptstadtwitz näher zu kommen. Schon der Untertitel „Zwischen Größenwahn und Resignation“ verrät, dass feiner Humor oder gar unbeschwerte Fröhlichkeit in dieser Stadt noch nie eine Heimat hatten.

Die Ausstellung kann bis zum 02.02. in der Stadt- und Landesbibliothek angesehen werden, am 01.02. wird das begleitend erscheinende Buch in einer Finissage vorgestellt.

[via Märkische Allgemeine]

"Bibliothek der verbrannten Bücher"

Die private „Bibliothek der verbrannten Bücher“ des Kaufmanns Georg P. Salzmann in seinem Wohnhaus in Garching umfasst rund 10.000 Bände. Sie wurde in Jahrzehnten intensiver Sammeltätigkeit zusammengetragen und ist als Quellensammlung in dieser Bestandsdichte nicht nur in Deutschland, sondern weltweit einmalig. Sie versammelt nahezu vollständig die Erstausgaben sowie alle weiteren Werke jener rund 100 deutschen Schriftsteller und Publizisten, deren Bücher bei der von den Nazis organisierten sog. Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in zahlreichen Städten Deutschlands ins Feuer geworfen wurden. Diese Bücher wurden kurz darauf in offiziellen Listen publiziert und ihr Verkauf wurde verboten.

Morgen gibt es eine Pressekonferenz, mit dem Thema warum die Universitätsbibliothek Augsburg als künftigen Standort der Privatsammlung von Georg P. Salzmann geeignet wäre.

[via idw]

"Biblio(t)räume – Bibliotheksarchitektur heute"

Die Hessische Landesbibliothek in Wiesbaden zeigt seit heute in ihrem Foyer eine Ausstellung mit dem Titel „Biblio(t)räume – Bibliotheksarchitektur heute„. Die Ausstellung zeigt zahlreiche interessante Beispiele der neueren Bibliotheksarchitektur.
Wie zum Beispiel wiedermal das vielfach gelobte und preisgekrönte „Berlin Brain“ nach einem Entwurf von Norman Foster.

[via Wiesbadener Tageblatt]